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1944 zerstörtes Kasteel de Keverberg feiert Wiedereröffnung



Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0
Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Burgerbe.de

Die deutsche Wehrmacht hatte das Kasteel de Keverberg gelegen an der Maas im niederländischen Ort Kessel gerne als Unterkunft genutzt. Als die Truppen im November 1944 vor den Alliierten abzogen, steckten die Soldaten die Burg in Brand. Nicht ganz 71 Jahre später ist nun der Wiederaufbau vollendet.

Am Samstag, 26. September 2015, fand die Eröffnung der Burg in Nord-Limburg statt. Entstanden ist eine Rekonstruktion: ein Mix aus Alt und Neu. Mehr als 60 Freiwillige haben rund 25.000 Stunden zusammen gearbeitet, um den Wiederaufbau zu ermöglichen und so 600.000 Euro eingespart.
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Schloss Fürstenstein: Nazi-Panzerzug „voller Gold“ gefunden?



Ein Panzerzug der Wehrmacht / Foto: Bundesarchiv / Zwirner / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Fürstenstein / Wikipedia / Drozdp / CC-BY-SA 3.0
Ein Panzerzug der Wehrmacht / Foto: Bundesarchiv / Zwirner / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Fürstenstein / Wikipedia / Drozdp / CC-BY-SA 3.0

Schloss Fürstenstein und sein Tunnelsystem im ehemaligen Niederschlesien sind so etwas wie ein polnisches Loch Ness: Ein Ort voller Geschichten, wo immer wieder Mysteriöses vermutet wird. Aber Nachforschungen führen dann ins Nichts.

Aktuell ist ein Hype um einen angeblich im einem Stollen in Schlossnähe gefundenen Nazi-Panzerzug voller Raubgold und anderer Schätze ausgebrochen.

Polens Kulturminister Piotr Zuchowski ist sich sogar zu „mehr als 99 Prozent sicher“, dass da ein verschütteter Panzerzug im Stollen bei Walbrzych (früher Waldenburg) steckt.
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Carbisdale Castle verkauft und ausgeschlachtet




Carbisdale Castle: Erst 1915 fertiggestellt / Foto  Burgerbe.de (1990) / / Foto oben: Flickr / di_greatoutdoors / CC-BY-SA 2.0
Carbisdale Castle: Deutscher Touristenbus parkt direkt vor der Tür (1990) / Foto Burgerbe.de  /  Foto oben: Flickr / di_greatoutdoors / CC-BY-SA 2.0
Eine Klassenfahrt nach Schottland: Hunderte Kilometer im Bus durch die wildromantischen Highlands – das war 1990 ein traumhaftes Erlebnis einer Düsseldorfer Abiturklasse.

Einer der Höhepunkte der Tour war die Übernachtung auf einem echten Hochlandschloss mit 365 Fenstern und mehreren Geistern: Carbisdale Castle.

Das neogotische Schloss am Kyle of Sutherland war seit 1945 Jugendherberge mit 189 Plätzen. Auch den Ansturm der neugierigen Deutschen und ihre nächtlichen Ausflüge auf der Suche nach Geistern, Geheimgängen und dem nächsten Pub haben die historischen Mauern gut verkraftet.

Gut, es gab ein bisschen Theater mit der Herbergsleitung über Abwasch-Dienste und einen beleidigten Beschwerdebrief der reiseleitenden Lehrer ans schottische Jugendherbergswerk, aber Schwamm drüber.

Eine Auffrischung der einprägsamen Eindrücke vor Ort ist heute leider nicht mehr möglich: 2011 wurde die Jugendherberge nach schweren Frostschäden geschlossen. Zuletzt zählte sie 20.000 Besucher pro Jahr.
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Stauffenberg-Schloss: Hier reifte der Plan zum Attentat auf Hitler




1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler zu töten / Foto: gemeinfrei
1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Stauffenberg-Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler auszuschalten / Foto: gemeinfrei
Spätsommer 1943: Nach einer schweren Verwundung bei einem Tieffliegerangriff im April in Tunesien ist der 36-jährige Generalstabsoffizier Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Genesungsurlaub in der Heimat.

Für ihn heißt das, Ausspannen im Stauffenbgerschen Schloss im beschaulichen Albstadt-Lautlingen.

Hierhin zog die Familie im Sommer aus dem schwülen Stuttgart. Stauffenberg verbrachte mit seinen Brüdern unbeschwerte Stunden auf der Schwäbischen Alb.
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Atlantikwallbunker Batterie York zu verkaufen




Deutscher Geschützbunker in Cherbourg / Foto: gemeinfrei
Deutscher Geschützbunker in Cherbourg / Foto: gemeinfrei / Foto oben: Bunker der York-Batterie im Juni 1944 / Flickr / Normandie / CC BY-SA 2.0
Eine der besterhaltenen Artillerie-Bunkeranlagen des Atlantikwalls steht zum Verkauf: Ein privater Besitzer bietet die ehemalige deutsche Batterie York in Querqueville/Amfreville bei Cherbourg für 300.000 Euro an – für große Weltkriegs-Bunker ist das vergleichsweise günstig.

Dafür erhält der Käufer vier weitgehend unzerstörte Geschützbunker samt einstigen Munitionslagern und ausgedehnte unterirdische Kasematten. Sie beherbergten im Krieg Soldatenunterkünfte und ein Krankenhaus. Auch an Toiletten war gedacht.
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