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Schlösser am Niederrhein

Wieso hat Schloss Liedberg ein Pfadfindergrab?



Foto: Wikipedia / MFSG / CC-BY-SA 3.0
Schloss Liedberg in Korschenbroich (Kreis Neuss) / Foto: Wikipedia / MFSG / CC-BY-SA 3.0
Der 21./22. Juni 1930 war ein schwarzer Tag in der niederrheinischen Geschichte. 16 Mitglieder einer „Kolonial-Pfadfindergruppe“ aus Düsseldorf feierten (verbotenerweise) in den unterirdischen Gängen des Steinbruchs bei Schloss Liedberg die Sommersonnenwende und die Aufnahme neuer Mitglieder.

Von der Existenz des Höhlen-Labyrinths hatten sie aus einer Jugendzeitschrift erfahren. Rund 800 Meter sollen sie sich bei ihrem Ausflug entlang eines „Piratensaal“ genannten Gangs vom Eingang entfernt haben.

In der größten Kaverne, dem sogenannten Felsenkeller, vergruben sie eine Urkunde in einer Wand. Keine gute Idee, denn ihre Buddelei löste einen Felssturz aus.

Gut 200 Zentner an Steinbrocken lösten sich aus der Decke der Höhle und begruben vier Jugendliche unter sich. Einen konnten seine Kameraden noch darunter hervorziehen.
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Schloss Wissen: Seit 560 Jahren in Familienbesitz – und heute ein Hotel



Eine Brücke führt zur Kernburg von Schloss Wissen / Der wehrhafte Dicke Turm (Foto oben) ist ein Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts / Fotos: Burgerbe.de

Der Niederrheiner ist ein Freund der Kontinuität, gerade auch bei Schlössern. 1461 kaufte Johann van den Loe das Schloss Wissen im heutigen Weeze für 9450 Rheinische Gulden als Wohnsitz für seinen frisch verheirateten Sohn Wessel.

563 Jahre später heißen die Besitzer von Loë und wohnen immer noch da.

Das Schloss ist so eine Art ruhiger Gegenpol zum nahe gelegene emsigen Ryanair-Flughafen. Es gilt als einer der bedeutendsten Adelssitze des Niederrheins.
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Illumina: Schloss Dyck strahlt und die Bäume erzählen




11. Illumina: Die Projektoren haben Schloss Dyck im Visier
11. Illumina: Die Projektoren haben Schloss Dyck im Visier / Fotos: Burgerbe.de
Was hat die Illumina auf Schloss Dyck mit Schlössern in Frankreich zu tun?

Nunja, im Nachbarland ist es gang und gäbe, die Fassaden bedeutender Chateaux nach Einbruch der Dunkelheit als Leinwand für Lichterspiele zu nutzen.

Das Ganze heißt „Son et lumière“ (Ton und Licht) und erzählt meistens von mordlustigen Drachen, kühnen Rittern und Prinzessinnen im heiratsfähigen Alter, die alle irgendwie aufeinandertreffen…

Im (sinnvollerweise) stromsparenden Deutschland muss man dagegen froh sein, wenn Burgen und Schlösser nachts überhaupt angestrahlt werden.

In der Regel beschränkt sich das dann auf wenige lieblos verteilte Leuchten, die Teile der Fassade in gelbes Funzellicht tauchen.

Bei der Illumina auf Schloss Dyck am Niederrhein ist das anders.
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