Schlagwort-Archive: Geschichte

Burg Randeck: Raubritternest im Altmühltal




Burg Randeck über dem Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de
Burg Randeck über dem Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de

Wer eine spektakulär gelegene Burg mit phänomenaler Aussicht sucht, wird im Altmühltal fündig: Auf einem Dolomitfelsen über dem Örtchen Essing nahe Kelheim thront seit rund 800 Jahren die Burg Randeck.

Die Herren von Essing, bzw. von Randeck zwangen dann um das Jahr 1200 die Bewohner der umliegenden Dörfer, in jahrelanger Fronarbeit den heute 36 Meter hohen Bergfried und die Nebengebäude mitsamt eines Mauerrings zu errichten.

Es entstand eine verhältnismäßig große Burg mit geräumigem Innenhof. Zum Verdruss der Dorfbewohner verlegten sich die Besitzer ab 1298, die Grafen Babo von Abensberg, auf das Ausplündern von reisenden Händlern der benachbarten Städte.
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Schloss Sondershausen: Prachtresidenz dank Salz-Reichtum



Die Gartenseite
Die Gartenseite des Westflügels / Fotos: Burgerbe.de

Auf stolzen 862 Quadratkilometern von Thüringen (etwas weniger als die Fläche des heutigen Berlins) erstreckte sich bis 1918 das reichlich zerstückelte Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen.

Dem regierenden Fürsten waren rund 90.000 Einwohner untertan (Stand: 1910).

Der Monarch des Mini-Ländchens residierte im prachtvollen Schloss Sondershausen – ein Beispiel dafür, was passiert, wenn adelige Regenten und ihre Frauen 700 Jahre lang weitgehend ungestört an einem Gebäude herumbauen können.
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Schloss Hohenerxleben: Die von Krosigk sind zurück und machen Theater



Schloss Hohenerxleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner
Foto: Schloss Hohenerxleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner / Foto oben: ebenso

Das zu DDR-Zeiten als „volkseigenes Schulungszentrum“ genutzte Schloss Hohenerxleben in Staßfurt stand nach der Wende seit 1991 leer und drohte zu verfallen. Rettung kam von einer Stiftung, in der ein Name wieder auftaucht, der jahrhundertelang mit dem Schloss verbunden war: Die Familie von Krosigk.

Aktuell wird das Dach des Westflügels von Schloss Hohenerxleben im Salzlandkreis saniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Arbeiten mit 25.000 Euro. Das Schloss zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Anlagen des Saale-Bode-Raums.
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Schloss Charlottenburg: Preußen-Prinzessinnen in Uniform




Postkarte "Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg", Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise / gemeinfrei
Postkarte „Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg“, Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise von Preußen / gemeinfrei
Auf Schloss Charlottenburg ging heute die Ausstellung „FRAUENSACHE. Wie Brandenburg Preußen wurde“ der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zuende. Damit erinnerte die Stiftung an die Herrschaftsübernahme durch die Hohenzollern in Brandenburg vor 600 Jahren.

Im Mittelpunkt stand der Anteil der weiblichen Mitglieder der Dynastie in Kultur, Politik und Gesellschaft im Kurfürstentum, im preußischen Staat und im Kaiserreich.

Zu den Aufgaben der Prinzessinnen, Königinnen und Kaiserinnen gehörte auch, hohe militärische Posten zu bekleiden.

In der Berliner Ausstellung wurde dieser Aspekt unter anderem durch die Präsentation der aufwändig gefertigten Uniform von Victoria Luise (1892–1980), Tochter von Kaiser Wilhelm II., thematisiert.
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Schloss Nossen: Wieso wurde das Jagdschloss zum Gefängnis?



Schloss Nossen: Der Innenhof
Schloss Nossen: Der Innenhof / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Nossen auf einem Felsvorsprung über der Freiberger Mulde sieht mit seinen mächtigen Türmen aus wie eine trutzige Burg. Eine solche stand hier tatsächlich einmal. Bloß ist von den Gemäuern, in denen einst die Ritter von Nossen und im 14. Jahrhundert gelegentlich die Bischöfe von Meißen logierten, nichts mehr übrig.

Der älteste Teil der heutigen Anlage ist der Westflügel: Den ließ sich Kurfürst August von Sachsen zwischen 1554 und 1557 als opulentes Renaissance-Jagdschloss errichten. Steine waren reichlich vorhanden, man bediente sich da am gerade aufgelösten Kloster Altzella.
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