Der Galaxienjäger von Birr Castle und sein teurer Leviathan

Birr Castle: Der Leviathan beobachtet wieder den Himmel / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Tpower / CC-BY-SA 3.0

Das größte Spiegelteleskop der viktorianischen Zeit stand nicht in England, dem Deutschen Reich oder den USA, sondern mitten in Irland – und zwar auf einer Burg.

Die Rede ist von dem für damalige Verhältnisse riesigen Teleskop auf Birr Castle. Benannt war es nach dem biblischen Seeungeheuer Leviathan genannt wurde.

Mit 16 Metern Länge maß der Leviathan drei Meter mehr als sein heutiger fliegender Nachfolger: das Hubble-Weltraumteleskop.

Auf Birr Castle steht mittlerweile nur noch ein Nachbau des historischen Apparats, der großen Anteil an der Erforschung des Weltraums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte.
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Die schönsten Burgen und Schlösser der Eifel



Die Manderscheider Burgen / Bild oben: Schloss Bürresheim bei Mayen / Fotos: Burgerbe.de

Die Eifel galt lange als das Armenhaus Deutschlands. Spöttisch-bedauernd wurde die Region jahrzehntelang „Preußisch-Sibirien“ genannt. Bis zum späten Mittelalter war die Eifel nur spärlich besiedelt. Doch Burgen entstanden in dieser hügeligen Einöde jede Menge.

Das geht auf die Lage zwischen den Territorien von Kurköln und Kurtrier, der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum Jülich zurück. Zur Grenzsicherung mussten Burgen her. Ein Beispiel ist die Burg Wernerseck bei Ochtendung.

Der Trierer Erzbischof sicherte damit ab 1401 seine Grenze gegen die Gotteskrieger vom benachbarten Erzbistum Köln. Geblieben ist eine ansehnliche Ruine.
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Schloss Friedenstein: Tausende Besucher sahen gestohlene Gemälde

Frontalansicht der Fassade von Schloss Friedenstein in Gotha
Schloss Friedenstein in Gotha – vom gegenüberliegenden Museum aus gesehen / Foto (und Foto oben): Burgerbe.de

Es war der spektakulärste Kunst-Diebstahl der DDR: Fünf wertvolle Ölgemälde wurden von einem oder mehreren Unbekannten in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 auf Schloss Friedenstein gestohlen.

Nach Verjährung des „Kunstraub von Gotha“ genannten Verbrechens, sind die Werke von Jan Brueghel dem Älteren, Anthonis van Dyck, Jan Lievens und Hans Holbein dem Älteren nun heimgekehrt. Plakate verkünden: „Sie sind zurück“

Sie waren in der Woche bis 26. Januar 2020 im herzoglichen Museum Gotha zu sehen. Das Interesse an den Kunstwerken war enorm. Nun gibt es auch Hinweise auf den oder die Täter.
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Schloss Waldburg: Wo der Kronschatz der Staufer sicher war

Schloss Waldburg von Südosten / Foto: Wikipedia / Flodur63 / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Andreas Praefcke / CC-BY-SA 4.0
Schloss Waldburg von Südosten / Foto: Wikipedia / Flodur63 / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Andreas Praefcke / CC-BY-SA 4.0

Wer im Mittelalter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches werden (und dauerhaft bleiben) wollte, brauchte die Reichskleinodien: Reichsapfel, Reichsschwert und die „heilige Lanze“.

Ab 1220 – Vor 800 Jahren – lagen die Symbole der Herrschaft über das Reich sicher verwahrt auf der Waldburg nahe Ravensburg. Und das gut 23 Jahre lang.

Die Burg 15 Kilmeter nördlich des Bodensees war damit eine der wichtigsten Festungen des Reiches. Ab Ostern 2020 wird das auf dem heutigen Schloss Waldburg mit der Sonderausstellung „800 Jahre Kronschatz auf der Waldburg“ gefeiert.

Die Waldburg entstand im 12. Jahrhundert. Die Waldburger galten als treue Parteigänger der Staufer. Burgherr Eberhard von Tanne Waldburg (1170–1234) entwickelte sich zu einem der einflussreichsten Männer des Reiches. Schloss Waldburg: Wo der Kronschatz der Staufer sicher war weiterlesen

Schloss Baldern: Waffenkammer der Oettingen-Wallerstein

Innenhof von Schloss Baldern nahe Bopfingen / Fotos: Burgerbe.de

Auf einem Felsen zwischen Schwäbischer Alb und Nördlinger Ries lag im Hochmittelalter eine trutzige Stauferburg. Burg Baldern war der Mittelpunkt der kleinen Herrschaft Baldern.

Heute steht an dieser Stelle das Schloss Baldern, ein weithin bekanntes barockes Schmuckstück. Die Gemäuer an dieser Stelle sind seit fast 500 Jahren im Besitz der Familie Oettingen (jetzt Oettingen-Wallerstein).

In den Jahrhunderten hatten die Adeligen viel Zeit, ihre Hobbies zu pflegen. Zum Beispiel das Zusammentragen von historischen Schwertern, Rüstungen und Schießeisen. Daher berherbergt das Schloss heute eine der größten privaten Waffensammlungen Europas.
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