„Die Gräfin“: Gedreht auf sächsischen Burgen



Alžbeta_Bathory
Gräfin Bathory – Bild: Wikipedia/Prskavka

Am 25. Juni 2009 ist „Die Gräfin“ („The Countess“) in die deutschen Kinos gekommen. Erzählt wird die Geschichte der steinreichen aber leider äußerst blutrünstigen und gewissenlosen ungarischen Gräfin Erzsébet Báthory (1560-1614), die – der Legende nach – zum Erhalt ihrer Schönheit im warmen Blut ihrer jungen, gänzlich unschuldigen Opfer gebadet hat.

Das ist natürlich ein Stoff, der sich prima für die große Leinwand umsetzen lässt. Der Streifen mit reichlich Kunstblut spielt zu großen Teilen auf sächsischen Burgen und Schlössern. So drehten die Hauptdarsteller Julie Delpy und Daniel Brühl unter anderem auf Burg Kriebstein (Bild oben), der Albrechtsburg in Meißen und im dortigen Albrechtsdom.


In Wirklichkeit lebte die „Blutgräfin“ auf der heute slowakischen Burg Cachtice in den Karpaten. Herrin der Burg war sie von etwa 1585 bis 1610.

Der Legende nach starb sie dort nach der Verurteilung als „Hexe“ und angebliche Serienmörderin in einem Raum mit zugemauerten Fenstern. Ihre während ihrer Herrschaft in ihrem Auftrag handelnde Dienerschaft soll nach dem Hexen-Urteil blutig bestraft worden sein.

Nach ihrem Tod wohnte die Besitzerfamilie Nádasdy nicht mehr auf Burg Cachtice. Das Gemäuer wurde zur Festung, später zeitweilig zum Gefängnis und verfiel mit den Jahrzehnten.

Ihre Ruine liegt heite in einem Naturpark.

Hier ist mal der Trailer:

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Nachtrag:
So, ich habe „Die Gräfin“ mittlerweile gesehen. Gut, er hat Längen – und die Handlung ist reichlich überzogen. Aber die Aufnahmen von Burg Kriebstein sind doch sehr ansehnlich geworden.

Wer sich nicht für Burgen oder aber das Duo Brühl/Delphy interessiert, muss da aber eigentlich nicht reingehen…

Gelegentlich ist ja mit Wiederholungen im Free-TV oder vielleicht bei Netflix & Co. zu rechnen.



3 Gedanken zu „„Die Gräfin“: Gedreht auf sächsischen Burgen“

  1. habe gerade den film „die gräfin“ gesehen und war wie zu erwarten eher enttäuscht. historische fakten wurden der künstlerischen freiheit zuliebe verändert/verfälscht. die schauspielerische leistung ließ zuweilen zu wünschen übrig. große namen reichen eben doch nicht aus. da hat mir die tschechische variante von 2007 besser gefallen, die anscheinend hierzulande erst noch in die kinos kommt, jedenfalls in die kleinen. in tschechien wurde „bathory“ als blockbuster gehandelt und anna friel war überzeugender als julie delpy… ich glaube, sie hat sich mit buch, regie, hauptrolle und musik einfach übernommen… aber jeder sollte sich eine eigene meinung bilden…

  2. so ganz überzeugt hat mich der trailer nicht, ob es sich lohnt, dafür ins kino zu gehen… wirkt eher wie „das waren die besten szenen aus dem kompletten film“ 😉

    falls du ihn dir ansehen willst, warte ich lieber, was du danach sagst *g*

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