Archiv der Kategorie: Dänemark

Werner Siemens‘ Kampf um die Festung Friedrichsort


Info-Tafel vor den Resten der Festung Friedrichsort / Foto: gemeinfrei
Info-Tafel vor den Resten der Festung Friedrichsort / Foto: gemeinfrei / Bild oben: Kasematten der Festung / Foto: Wikipedia / Matthias Süßen / CC-BY-SA 4.0

April 1848: Die Herzogtümer Schleswig und Holstein sind Teil des Königreichs Dänemark. Noch. Denn zwischen Nord- und Ostsee gärt es gewaltig. Die Forderung nach einer freiheitlichen Verfassung wird laut.

Im März hat eine provisorische Regierung die Macht an sich gerissen und die Festung Rendsburg überrumpelt. Kopenhagen, damals noch durchaus kampfeslustige mittlere Militärmacht, droht mit Vergeltung.

Der dänischen Marine haben die aufrührerischen Nordlichter nichts entgegenzusetzen. Die königlichen Kanonenboote brauchen eigentlich nichts anderes zu tun als die Kieler Förde hinaufzudampfen, vor der dänischen Seefestung Friedrichsort festzumachen und ihre Mündungen auf das ungeschützte Kiel zu richten.

Mangels eigner Marine hätten da auch die deutschen Staaten nicht helfen können.
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Blutflecken in Burgen: Mythen und Mordsgeschichten


Auf vielen Burgen und Schlösser gibt es Geschichten von geheimnisvollen Blutflecken, die sich nicht entfernen lassen... Bild: Burgerbe.de
Auf vielen Burgen und Schlösser gibt es Geschichten von geheimnisvollen Blutflecken, die sich nicht entfernen lassen… Bild: Burgerbe.de

Der Geist von Canterville hatte es nicht leicht: Zu seinen Pflichten als verfluchtes Gespenst gehörte es, einen „unauslöschlichen Blutfleck“ zu pflegen. Und zwar just an der Stelle neben dem Kamin, wo der Brite 1575 seine nervende Gattin Lady Eleanore von Canterville gemäuchelt hatte.
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Schloss Gottorf: Das Nydamboot, ein germanisches Wassertaxi

Schloss Gottorf (Schleswig) / Foto: Wikipedia/Arne List
Ausstellungsort Schloss Gottorf (Schleswig) / Foto: Wikipedia/Arne List/CC-BY-3.0 / Foto oben: Foto: Wikipedia/Erik Christensen/CC-BY-3.0

Es waren unruhige Zeiten, als der dänische Archäologe Conrad Engelhardt im Nydammoor (Südjütland) nach germanischen Opferplätzen suchte: Zwischen Nord- und Südstaaten tobte der Szessionskrieg, und die Königreiche Dänemark und Preußen nebst dem Kaisertum Österreich standen sich auch nicht sonderlich freundlich gegenüber.

Kurz bevor es zwischen Nord- und Ostsee zum deutsch-dänischen Krieg kam, machte Engelhardt eine erstaunliche Entdeckung: Im Moor stieß er auf die gut erhaltenen Überreste eines etwa 22 Meter langen, schlanken Holzschiffs, das später als Nydamboot (dänisch: Nydambåden) bekannt wurde.
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