Schlagwort-Archiv: Zerstörte Schlösser

3D-Modell zeigt Heidelberger Schloss vor der Zerstörung

Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)
Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)

Das Heidelberger Schloss hoch über dem Neckar ist wohl Deutschlands malerischte Ruine. Aber wie sah der herrschaftliche Bau vor der Sprengung durch französische Truppen im Jahr 1693 genau aus?

Davon künden heute nur noch einige alte Bilder – und eine ausgedehnte Ruinenlandschaft.

Der angehende Architektur-Professor Dr. Julian Hanschke vom Institut für Kunst- und Baugeschichte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat sich jetzt per Computer an eine dreidimensionale Rekonstruktion des Schlosskomplexes der mächtigen Pfalzgrafen bei Rhein gewagt.
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Schloss Friedenthal: Otto Skorzenys SS-Agentenschule

Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0
Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0

Hitler war fasziniert vom britischen Geheimdienst. So etwas wollte er auch. Die Abwehr unter Admiral Canaris erfüllte ihm den Wunsch mit ihrem Sonderverband „Brandenburg“.

Die neidische SS-Führung hielt die Abwehr für chronisch unzuverlässig. Himmler, Kaltenbrunner und Co. wollten unbedingt gegenhalten und auch Berichte über tollkühne Kommandounternehmen ihrer Rassekrieger in der NS-Wochenschau sehen.

Daher gründete der Sicherheitsdienst (SD) der SS im April 1943 den „Sonderverband z.b.V. Friedenthal“ – mit Sitz auf Schloss Friedenthal bei Oranienburg.

Und ein SS-Mann für derartige „Sonderaufgaben“ stand schon mit einem Konzept in den Startlöchern: Der österreichische Haudegen und glühende Nazi Otto Skorzeny.
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Wasserschloss Menzingen: Ruine seit April 1945


Das Schloss Menzingen nahe Karlsruhe galt als das Wasserschloss des Kraichgaus. Hier konnte man noch vor 80 Jahren genau sehen, wie ein Renaissanceschloss aussah, das auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg errichtet worden war.

Später haben die Herren von Mentzingen nur noch wenig daran herumgebaut, so dass die Architektur des 16. Jahrhunderts fast vollständig erhalten blieb.

Das änderte sich am 2. April 1945. US-Jagdbomber unterstützten den Vormarsch der amerikanischen und französischen Truppen im deutschen Südwesten. Ein eher unwichtiger Kriegsschauplatz. Dabei nahmen die Piloten im Vorfeld der Front alles aufs Korn, was ihnen irgendwie bedeutsam erschien. Schloss Menzingen lag für die Air Force wie auf dem Präsentierteller.
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Schloss Schwedt: Als Ulbricht sprengen ließ


Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube
Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube

Wenn von einem von der SED gesprengten Schloss die Rede ist, geht es in der Regel um das Berliner Stadtschloss. Dabei gerät schnell aus dem Blickfeld, dass in der DDR reihenweise Schlösser und Gutshäuser aus ideologischen Gründen gesprengt und abgerissen wurden.

Ein Beispiel ist Schloss Schwedt an der Oder. Das Schloss in der Uckermark war Residenz der Familie Brandenburg-Schwedt, einer Nebenlinie der Hohenzollern. Kern des Schlosses war ein ab 1553 unter den Grafen von Hohnstein errichtetes Renaissanceschloss, das wiederum auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückging.
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DDR contra Burgen, Schlösser, Herrenhäuser: Politik mit TNT

Grenzstein an der Innerdeutschen Grenze / Foto: Wikipedia / Andreas Praefcke / CC BY-SA 2.5

Es ist schon zynisch, wenn historische Gebäude, die den Dreißigjährigen Krieg, Einmarsch und anschließende Vertreibung der napoleonischen Truppen und die Feuerstürme des Bombenkriegs überstanden haben, anschließend im „Arbeiter und Bauernstaat“ gesprengt oder abgetragen wurden.
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