Schlagwort-Archiv: Wiederaufbau

Burg Lichtenberg: Brand zerstört Aussichtsplattform

Blick von Süden auf Burg und Ort Lichtenberg / Foto: Wikipedia / http://www.ballon-sz.de / CC-BY-SA 2.0
Blick von Süden auf Burg und Ort Lichtenberg / Foto: Wikipedia / http://www.ballon-sz.de / CC-BY-SA 2.0 / Foto oben: gemeinfrei

Meterhohe Flammen schlugen am 2. September 2016 aus der hölzernen Aussichtsplattform über der Ruine von Burg Lichtenberg bei Salzgitter. Die Plattform aus dem Jahr 1995 (auf dem Foto oben gut sichbar) war danach nicht mehr standsicher und musste abgerissen werden.

Der Sachschaden liegt bei rund 60.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt. Ein technischer Defekt wird ausgeschlossen, es könnte Brandstiftung gewesen sein. Der Schaden ist versichert. Die Ruine selbst wurde nicht beschädigt.

Nun will die Stadt Salzgitter die zehn Meter hoch aufragende Plattform bis Mai 2017 wieder herstellen. Möglicherweise als nicht-brennbare Stahlkonstruktion.
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Saarbrücker Schloss: Wiederaufbau-Plan stresste die Stasi


Das Saarbrücker Schloss wie es 1748 bis zum Brand 1793 aussah / Bild: gemeinfrei /  Foto oben: Flicka / CC-BY-SA 3.0
Das Saarbrücker Schloss wie es 1748 bis zum Brand 1793 aussah / Bild: gemeinfrei / Foto oben: Flicka / CC-BY-SA 3.0

1989 fiel die Mauer – im selben Jahr wurde der (ziemlich gewöhnungsbedürftige) Mittelbau des Saarbrücker Schlosses wieder errichtet. Zwei Ereignisse, die auf eigenartige Weise miteinander verknüpft sind.

Beides wurde erst durch die „Wandel durch Annäherung“-Politik der Brandt-Jahre möglich – und in beiden Fällen hat ein Missverständnis eine bedeutende Rolle gespielt.

Zur Vorgeschichte: 1748 war die Welt an der Saar noch in Ordnung. Wilhelm Heinrich von Nassau-Usingen freute sich über ein nagelneues, höchst repräsentatives Schloss. Hofarchitekt Friedrich Joachim Stengel aus Zerbst hatte ganze Arbeit geleistet.
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Leuchtturm von Alexandria soll wieder aufgebaut werden

So könnte der Leuchtturm von Alexandria nach einer Zeichnung des Archäologen Hermann Thiersch ausgesehen haben / gemeinfrei / Foto oben:
So könnte der Leuchtturm von Alexandria nach einer Zeichnung des Archäologen Hermann Thiersch ausgesehen haben / gemeinfrei / Bild oben: Die Kait-Bay-Festung / Foto: Wikipedia / Delengar / CC-BY-SA 3.0

Die ägyptische Regierung hat ein Mega-Projekt angekündigt: Den Wiederaufbau des Leuchtturms von Alexandria, immerhin eines der Sieben Weltwunder der Antike und Jahrunderte lang das höchste Gebäude der Welt.

Dummerweise ist der Standort des Turms längst wieder zugebaut: Dort steht die Kait-Bay-Festung, die zum Teil aus Steinen des alten Leuchtturms errichtet worden ist.

Laut Pressemitteilung der Regierung soll der Turm daher „etwas südwestlich“ des einstigen Standorts entstehen. Dort liegt allerdings das Aquarium von Alexandria.
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Schloss Doorwerth in Gelderland: Prächtig wieder aufgebaut

Schloss Doorwerth
Schloss Doorwerth auf seiner künstlichen Insel / Fotos: Burgerbe.de

Das Hochmittelalter war auch in den Niederlanden eine ziemlich raue Zeit: Wenn man sich gerade nicht mit Sturmfluten mit prägnanten Namen wie „Grote Mandränke“ herumschlug, führten die Adeligen untereinander Krieg oder räuberten die Bevölkerung aus.

In den Rheinauen der Provinz Gelderland steht eine Burg, die an diese ungemütlichen Jahrhunderte erinnert: Kasteel Doorwerth – eine der ältesten Burgen der Niederlande.

Die ersten Nachrichten von einem Wohnturm mit Wassergraben an dieser Stelle stammen aus dem Jahr 1260. Da wurde die Befestigung der Herren van Doren Weerd nach allerlei Beschwerden über Raubrittertum belagert, eingenommen und in Brand gesteckt.
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Schloss Hundisburg: Von der Brandruine zurück zum Barockjuwel

Schloss Hundisburg heute / Foto: Wikipedia / gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia / Wistula /CC-BY-SA 3.0
Schloss Hundisburg heute / Foto: Wikipedia / gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia / Wistula /CC-BY-SA 3.0

Den Zweiten Weltkrieg hat das ausgedehnte Barockschloss Hundisburg bei Haldensleben in Sachsen-Anhalt gut überstanden. Doch dann kamen Offiziere der Roten Armee auf die Idee, dort über den Winter Besatzungssoldaten einzuquartieren.

Am 28. November 1945 kommt es in der Truppenunterkunft zu einem Brand, der nicht mehr unter Kontrolle zu bringen war. Das Hauptgebäude brannte zu zwei Dritteln aus.

Die DDR betrachtet das Schloss als Volkseigentum und nimmt den Wiederaufbau in Angriff. Erfolglos. Jahrzehntelang verfällt die Ruine vor sich hin (woran auch der Denkmalschutz von 1973 nicht das Geringste ändert).
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