Schlagwort-Archiv: Weltkulturerbe

Schloss Corvey wurde Unesco-Welterbestätte

Der Westflügel von Schloss Corvey / Foto: Wikipedia / Aeggy / CC BY 3.0
Der Westflügel von Schloss Corvey mit der Abteikirche / Foto: Wikipedia / Aeggy / CC BY 3.0

Deutschland hat eine neue Welterbestätte: Die Unesco hat am Samstag dem Schloss und ehemaligen Kloster Corvey in Höxter (Weserbergland) bei ihrer Sitzung in Katar den begehrten Welterbestatus zuerkannt.

Die 39. Welterbestätte in Deutschland wird unter dem Namen „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ in die Welterbeliste aufgenommen.

Der bringt neue Hinweisschilder, reichlich Touristen und – rein rechtlich – den Schutz bei Kriegshandlungen (was z.B. in Syrien aber nicht funktioniert). Und wenn Investoren auf die Idee kommen, trendige Hochhäuser oder hässliche Brücken neben den Komplex zu setzen, ist Ärger mit der Unesco programmiert – bis hin zur mögliche Aberkennung des Titels wie beim Dresdner Elbtal.

Soweit dürfte es im verschlafenen Höxter aber wohl doch nicht kommen…
Schloss Corvey wurde Unesco-Welterbestätte weiterlesen

Schloss Wilhelmshöhe und Löwenburg sind Welterbe

Die Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe ist jetzt  Unesco-Welterbestätte / Foto: Wikipedia/Jens Haines / Lizenz:  CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported
Die Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe ist jetzt Unesco-Welterbestätte / Foto: Wikipedia/Jens Haines / Lizenz: CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel und damit auch Schloss Wilhelmshöhe, die nachgebaute Ruine Löwenburg und das so genannte Riesenschloss werden Weltkulturerbe. Das hat die Welterbe-Komitee der Unesco in Pnomh Pen beschlossen.

Die ab 1691 unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel gebaute Anlage sei ein „hervorragendes Beispiel aus der Ära des europäischen Absolutismus“, hieß es zur Begründung.

Am meisten beeindruckte die Jury die 8,25 Meter hohe Herkules-Statue aus den Jahren 1701 bis 1717 nach Entwürfen des Italieners Giovanni Francesco Guerniero – bautechnisch gesehen eine Vorläuferin der Freiheitsstatue. Ihr Sockel steht auf einem massigen Oktogon, dem so genannten Riesenschloss. Das 71 Meter hohe Ensemble mit dem Herkules an der Spitze ist das Wahrzeichen von Kassel.

Schloss Wilhelmshöhe und Löwenburg sind Welterbe weiterlesen

Die Wartburg bröckelt: 3,8 Millionen Euro sollen helfen


Wartburg mit eingerüstetem Bergfried
Wartburg mit eingerüstetem Bergfried

Erinnerungsfotos von der Wartburg haben im Moment einen Schönheitsfehler: Gerüste und Planen am Bergfried stören die Burgenromantik-Idylle. Gerade ist der Bergfried (bzw. der Nachbau von 1857) eingerüstet. Nur das charakteristische goldfarbene Kreuz lugt oben heraus. Aber auch an anderen Stellen des Weltkulturerbes (seit 1999) wird noch bis Ende 2013 gewerkelt.

Grund ist letztlich die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009 und das durch sie angestoßene Konjunkturprogramm. Aus den Mitteln landen 3,8 Millionen Euro (je zur Hälfte von Bund und Land) bei Thüringens Vorzeige-Burg.
Die Wartburg bröckelt: 3,8 Millionen Euro sollen helfen weiterlesen

Festung Ehrenbreitstein: In Kanonenschussweite zum Deutschen Eck


Kurtine (Verbindungsbauwerk) auf der Festung Ehrenbreitstein / Foto: Burgerbe.de
Kurtine (Verbindungsbauwerk) auf der Festung Ehrenbreitstein / Foto: Burgerbe.de

Ein gut zu verteidigendes Plateau, hoch über der Mosel-Mündung in den Rhein – diese Lage wussten die Ur-Rheinland-Pfälzer schon vor tausenden Jahren zu schätzen. Bekannt ist, dass der Ehrenbreitstein schon 4000 v. Chr. besiedelt war.

Bereits in der Bronzezeit, um 1000 v. Chr., wurde der einzige Zugang zu der hohen Ebene mit Holzpalisaden gegen das Eindringen Unbefugter gesichert. Auch die Römer hinterließen hier oben, in Sichtweite ihres Kastells Confluentes (im heutigen Stadtzentrum von Koblenz) Munition.

Festung Ehrenbreitstein: In Kanonenschussweite zum Deutschen Eck weiterlesen

Burg Carcassonne: Man rechnete immer mit Verrat

Die restaurierte Burg von Carcassonne. Rechts neben dem Tor steht der so genannte Obergaden-Turm
Die restaurierte Burg von Carcassonne. Rechts neben dem Tor steht der so genannte Obergaden-Turm

Vor der Völkerwanderung hatte man nicht mal im beschaulichen Südwestfrankreich seine Ruhe. Davon zeugen heute noch hektisch errichtete römische Mauern und Türme in Carcassonne (wundervoll restauriertes Weltkulturerbe und Must-See für Freunde historischer Burgen, die auch gern gut essen).

30 bis 40 Jahre vor der Zeitenwende gründeten die Römer die Handelsstadt auf einer Anhöhe am Flüsschen Aude als Colonia Julia Carcaso. Zunächst blieb sie gänzlich ohne Mauern, die Macht des Imperium Romanum wirkte abschreckend genug.

Als im dritten Jahrhundert nach Christus Vorboten der Völkerwanderung in Form von Barbarenhorden auch durchs Vorland der Pyrenäen zogen, musste schnell eine Stadtbefestigung her. In Carcassonne wurden sie um das Jahr 200 hochgezogen.

Die Römer bauten trotz der Eile so dauerhaft, dass ihre Türme, Tore und die Ringmauer die Grundlage der mittelalterlichen Befestigungen bildeten und zum Teil heute noch zu sehen sind.
Burg Carcassonne: Man rechnete immer mit Verrat weiterlesen