Schlagwort-Archiv: Wasserburgen im Rheinland

Burg Bergerhausen: Drehort für Soko Köln und Cobra 11


Burg Bergerhausen in Kerpen / Fotos: Burgerbe.de
Burg Bergerhausen in Kerpen. Die Kapelle rechts stammt von 1860 / Fotos: Burgerbe.de

Wo ein Erzbischof ein Ländchen regierte, da gab es auch immer viele Burgen. Das ist eigentlich ganz logisch, denn die Kirchenfürsten waren häufig ein kriegerisches Volk und in ständige Händel mit ihren störrischen Nachbarn verwickelt.

Und zur Verwaltung und Verteidigung eines geistlichen Territoriums waren ganze Herrscharen treuer Gefolgsmänner nötig, die im Mittelalter Anrecht auf ein respektables Lehensgut hatten.

Einer dieser Rittersitze „zur Belohnung für treue Dienste“ des Erzbistums Köln war die Burg Bergerhausen in Kerpen, entstanden im 13. Jahrhundert als Heim der Ritter von Bergerhausen.
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Landesburg Lechenich: Eine Ruine wächst zu


Privatbesitz - kein Zutritt: Tor zur Landesburg Lechenich
Privatbesitz – kein Zutritt: Tor zur Landesburg Lechenich in Erftstadt / Fotos: Burgerbe.de

Der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg hatte seine Kölner Schäfchen in der Schlacht von Worringen 1288 von einer ziemlich unangenehmen Seite erlebt. Die Bürgermiliz der Domstadt kämpfte berserkerhaft auf Seiten seiner (auch noch siegreichen) Gegner.

Die Lust von Westerburg und seiner Nachfolger, in solch einer aufsässigen Stadt zu residieren, tendierte logischerweise gegen Null.

In den Folgejahren wurden im Kölner Umland Burgen als gut zu verteidigenden Bischofs-Residenzen ausgebaut. Etwa die Godesburg und ab 1306 die Landesburg Lechenich im heutigen Erftstadt. Letztere ist heute eine imposante Ruine in einem zugewachsenen Park. Durchaus etwas für Freunde von „Lost Places“.

Wer die Reste von Burg Lechenich sehen will, erlebt erstmal eine Enttäuschung. Gut 100 Meter vom Marktplatz sichert ein versperrtes Tor an der Lechenicher Schlossstraße den Zugang zur Vorburg: Privatbesitz. Und von den Burgtürmen ist auch nichts zu sehen.
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Weiße Burg Friesheim: Wasserburg zu verkaufen

Eine wirklich historische Immobilie...
Die Weiße Burg Friemersheim: Eine wirklich historische Immobilie… / Fotos: Burgerbe.de

Na, wenn das mal kein Schnäppchen ist: Die Weiße Burg Friesheim in Erftstadt bei Köln steht für 590.000 Euro (vor drei Monaten waren es noch 749.000 Euro) bei Imoscout.

Und wie macht man als Makler dem potenziellen Käufer die Denkmalimmobilie schmackhaft (die ja immerhin über den Nachteil verfügt, als Wasserburg immer feuchte Außenwände zu haben)?

Naja, in diesem Fall läuft das eher ziemlich unromantisch-sachlich: „Es handelt sich um ein ehemals herrschaftliches Anwesen aus dem 9. Jahrhundert mit einer umfangreichen Historie“.

Für den Preis bekommt man übrigens ein 33.000 Quadratmeter großes Grundstück (ein Drittel davon Teich/Wassergraben) mit zwei Inseln: Auf einer steht die Burg, die andere dient als Abstellfläche.
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Schloss Gymnich ohne Kelly-Family: Stiftung will Sanierung fördern


Schloss Gymnich: Für die Sanierung ist reichlich Geld nötig / Foto: Wikipedia / Thoma(talk) / CC BY-SA 3.0
Schloss Gymnich: Für die Sanierung ist reichlich Geld nötig / Foto: Wikipedia / Thoma(talk) / CC BY-SA 3.0

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will die Sanierung der Fassade und des Dachs von Schloss Gymnich mit 130.000 Euro fördern. Das teilte die Stiftung in einer Übersicht ihrer für 2014 geplanten Projekte mit.

Glücksspirale und „Lotto“-Verwaltung als Geldgeber der Stiftung müssen noch zustimmen. Das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung und einstige Heim der kinderreichen Kelly-Family gehört seit Juli 2012 Katharina und Gerd Overlack.

In seiner Zeit als Gästehaus waren Queen Elizabeth, Königin Silvia, König Juan Carlos I. oder Präsident Reagan zu Gast auf Schloss Gymnich. Die Geschichte der Wasserburg reicht bis 1354 zurück. Heinrich I. von Gymnich errichtete in dieser Zeit die erste Burg am westlichen Rand von Gymnich, heute ein Stadtteil von Erftstadt.

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Burg Vondern: Oberhausen vor dem Bergbau

Herrenhaus von Burg Vobdern
Blick vom Burghof auf das Herrenhaus von Burg Vondern / Fotos: Burgerbe.de

Bei Oberhausen denkt man heute in erster Linie an die schon etwas in die Jahre gekommene Plastikkonsumwelt namens „Neue Mitte“, den an der Autobahn A42 aufragenden düsteren Gasometer mit Blick auf den Rhein-Herne-Kanal  und vielleicht noch an den ohrwurmartigen Song der Missfits über das schmuddlige Stück Ruhrpott.

Aber eine mittelalterliche Wasserburg in einem schönen grünen Park?
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