Schlagwort-Archiv: verschwundenes Schloss

Varel: Auf dem Schlossplatz wird gebuddelt

Schloss Varel im Modell: So soll es ausgesehen haben / Bild: Public Domain
Schloss Varel im Modell: So soll es ausgesehen haben. Heute steht nur noch die Kirche  / Bild: Public Domain

An das einstige Residenzschloss in Varel erinnern nur noch die Schlosskirche und der Name „Schlossplatz“. Das Gebäude selbst war bis 1870 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Platz mit Kriegerdenkmal ersetzt worden.

Nun soll der Platz umgestaltet werden. Das hat zu einer Grabung nach den Grundmauern des Schlosses geführt, die sind nämlich immer noch da. Und zwischen den Fundamenten könnten sich noch einige Relikte höfischen Lebens finden.

Denn Schloss Varel entstand zwischen 1656 und 1659 als Residenz für Anton von Aldenburg aus dem einstigen Witwensitz der Oldenburger Gräfinnen. Der uneheliche Sohn des Herzogs von Oldenburg war von seinem Vater unter ziemlichem Aufwand beim Kaiser legitimiert worden und trat hier schließlich dessen Erbe an.
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Schloss Harff: Gesprengt für den Tagebau


Im Schatten des gotischen Bergfrieds: Schloss Harff kurz vor der Sprengung / Foto: Sammlung Ludger Allhoff / gemeinfrei
Im Schatten des gotischen Bergfrieds: Schloss Harff kurz vor der Sprengung / Foto: Sammlung Ludger Allhoff / gemeinfrei

In der DDR störten Burgen und Schlösser aus ideologischen Gründen – und wurden reihenweise gesprengt. In Westdeutschland war der Hass auf die „Junker“ nicht so ausgeprägt – doch so manches alte Schloss stand trotzdem auf der Abschussliste, weil es dem Wirtschaftswunder im Weg war.

Ein solcher Fall war Schloss Harff mit seinem 15 Hektar großen englischen Landschaftsgarten in Bedburg. Da das Schloss dem sich immer weiter ausdehnenden Tagebau Frimmersdorf im Weg war, ließen die Rheinischen Braunkohlenwerke (später Firma Rheinbraun, heute Teil von RWE) es kurzerhand sprengen.
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13-Jährige entdeckt vergessenes Schloss Scheidingen


Die Kürzung würde auch Archäologische Grabungen betreffen. Foto: Wikipedia/Axel Hindemith
Archäologische Grabung: Häufig machen erst Funde von Laien die Geschichtsforscher aufmerksam /  Foto: Wikipedia / Axel Hindemith / CC BY 3.0 DE

So klingen Geschichten aus einem kitschigen Jugendroman: Ein Mädchen hört Erzählungen von einem vergessenen Schloss in ihrer Nähe und macht sich auf die einsame Suche. Natürlich begleitet von ungläubigen Blicken Erwachsener und dem Spott Gleichaltriger, die ihre Misserfolge genüsslich herumtratschen.

Und dann passiert, womit niemand gerechnet hat (außer natürlich die treuen Leser der Geschichte): Sie stößt auf die versunkenen Reste früherer Pracht und findet mindestens einen Schatz – und die zunächst ahnungslosen Archäologen kommen und staunen.

Verrückterweise ist genau so etwas jetzt in einem kleinen Ort bei Soest in NRW passiert. Davon berichtet der Soester Anzeiger.

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