Schlagwort-Archiv: Stiftung Denkmalschutz

Großer Wendelstein: Schloss Torgau öffnet Spiegelstube


Grotesken-Fries Lucas Cranach d.Ä. um 1537 in der Spiegelstube
Groteskenfries in der Spiegelstube von Schloss Hartenfels in Torgau © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mittring / Foto oben: Der Innenhof von Schloss Torgau. Großer Wendelstein im Zentrum / gemeinfrei

Presserummel auf Schloss Torgau: Nach umfassender Sanierung einer Wandmalerei aus der Werkstatt von Lukas Cranach wurde die bislang geschlossene Spiegelstube nun für Schlossbesucher geöffnet. Die Kammer ist ein Raum über dem Großer Wendelstein genannten Treppenhaus.

Der Wendelstein ist eine freitragende spiralförmige Treppe ohne Mittelsäule – für die Entstehungszeit 1533 bis 36 eine architektonische Glanzleistung (Vorbild war der 50 Jahre zuvor errichtete Treppenturm der Albrechtsburg in Meißen).

Überspannt wird dieses Treppenhaus von einem zarten Gewölbe, dessen Gewicht auf sechs schlanken Pfeilern ruht.
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Schloss Birstein: Seit 500 Jahren Residenz der von Isenburg


Schloss Birstein / Fotos: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann
Schloss Birstein / Fotos: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Doppelte Freude bei Alexander Prinz von Isenburg-Birstein: Die Familie residiert 2017 seit 500 Jahren auf Schloss Birstein im Main-Kinzig-Kreis.

Und damit den Adeligen nicht das Dach auf den Kopf fällt, gibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jetzt mehr als 230.000 Euro für die Dachinstandsetzung über dem Kernbau aus.

Schloss Birstein liegt am südlichen Fuß des Vogelsbergs und wurde erstmals 1279 als „castrum birsenstein“ erwähnt.
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Die Hornburg: Geburtsort eines deutschen Papstes

Bergfried der Hornburg. Die Stiftung Denkmalschutz unterstützt Sanierungsarbeiten / Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert
Bergfried der Hornburg. Die Stiftung Denkmalschutz unterstützt Sanierungsarbeiten / Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert / Foto oben: Doris Antony / CC-BY-SA 3.0

Zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gehört nun auch die Hornburg nahe Salzgitter. Die Anlage hat eine tausendjährige und für die niedersächsische Provinz ausgesprochen internationale Geschichte – und sie war wohl Geburtsort von Papst Clemens II.

Rückblick: Im Jahr 1005 wird auf der Burg kräftig gefeiert. Sie war damals eine erst wenige Jahre alte Grenzburg des Bistums Halberstadt.

Und der Burgherr, Graf Konrad von Marsleben und Horneburg, freute sich über die Geburt eines gesunden Sohnes. Der Onkel des kleinen Suitger war der mächtige Erzbischof von Magdeburg.
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Schloss Korff: 200.000 Euro Zuschuss für Sanierung

Schloss Ketteler /  Foto:gemeinfrei / Das Bild oben zeigt Schloss Korff / gemeinfrei
Schloss Ketteler, zweites Haus der Doppelschlossanlage / Foto: gemeinfrei / Das Bild oben zeigt Schloss Korff / gemeinfrei

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) übergibt jetzt einen symbolischen Fördervertrag über 200.000 Euro an Myriam Freiherrin von Korff für die Restaurierung der Ostfassade und des Erdgeschosses von Schloss Korff.

Schloss Korff ist Teil der Doppelschlossanlage Haus Harkotten in Sassenberg-Füchtorf im Münsterland und normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Ausnahme ist die Zeit des Gartenfestival Schloss Harkotten jedes Jahr im September.

Die beiden Schlösser liegen in einer Moor- und Heidelandschaft auf Inseln mit Parks, Wiesen, Wäldern und Wirtschaftsbauten. Der Ursprung der Schlösser Harkotten liegt in einer von Ritter Heinrich III. von Korff (ein Lehnsmann des Erzbischofs von Münster) wohl im 13. Jahrhundert erbauten zweiflügeligen Burg.
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MDR: Sanierungsgelder nur für Spielshow-Gewinner

Der Eingang zu Schloss Blankenburg / Foto: Public Domain
Auch die Schlossstadt Blankenburg schickt ein Team ins Rennen / Foto: Public Domain / Foto oben: Blick über die Felder auf Schloss Hohenerxleben / Foto: Wikipedia / Meleagros / CC-BY-SA 3.0

Reihenweise brauchen Schlösser in Mitteldeutschland dringend Geld für Sanierungen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet hier häufig vorbildliche Hilfe.

Doch nun will die Stiftung 400.000 Euro Fördergeld erstmals nur an Schlösser ausschütten, die bei einem „Spaß-Wettkampf“ vor laufenden Kameras vordere Plätze belegen. Die Idee dazu stammt vom MDR Fernsehen.

Eigentlich ist der Zug der Castingshows schon längst abgefahren. Donald Trump sucht keine Gehilfen mehr, die sich öffentlich zum Affen machen, und von den magersüchtigen Schreckgestalten bei „Germanys next Top-Model“ hört man auch eher wenig.
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