Schlagwort-Archiv: Skulpturen

Schloss Ahlden: Bieterkampf um nackten Herrenmenschen

Foto: Screenshot von der Seite http://schloss-ahlden.de / Foto oben: Axel Hindemith / CC-BY-SA 3.0
Foto: Screenshot von der Seite http://schloss-ahlden.de / Foto oben: Axel Hindemith / CC-BY-SA 3.0

Auf Schloss Ahlen ist am Samstag eine Bronzestatue von Arno Breker unter den Hammer gekommen. „Der Wager“ aus einer „rheinischen Privatsammlung“ wurde für 125.000 Euro angeboten. Ersteigert wurde der nackte Herrenmensch von einem Ubekannten für satte 168.000 Euro. Er soll nun in eine „norddeutsche Privatsammlung“ kommen.

Sammler von NS-Devotionalien und „Nazi-Kunst“ gibt es anscheindend genug.

Der Online-Auktionskatalog verzichtet auf jeglichen kritischen Kommentar. Statt dessen hebt er bei der Auktionsnummer 883 hervor, dass Breker „Skulpturen und Reliefs für die Neue Reichskanzlei und andere bedeutende öffentliche Gebäude“ geschaffen hat.
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Schloss Goseck: Verloren geglaubte Statue wieder aufgetaucht

Die Gosecker Schlosskirche / Foto: Wikipedia / Hoger / CC-BY-SA 3.0
Die Gosecker Schlosskirche / Foto: Wikipedia / Hoger / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Goseck / Wikipedia / Tnemtsoni / CC-BY-SA 3.0

Überraschendes Weihnachtsgeschenk auf Schloss Goseck in Sachsen-Anhalt: Wenige Tage vor dem Fest ist eine lange verlorene geglaubte Alabaster-Statue der Caritas (Nächstenliebe) wieder aufgetaucht.

Das zentnerschwere Kunstwerk zierte einst ein Grabmal in der Schlosskirche und war mehr als 30 Jahre lang verschollen. Nun lag sie plötzlich in zwei Teilen auf dem Schlossgelände – nur die rechte Hand fehlte. Darüber schreibt das Naumburger Tageblatt.

Wer sie dort abgelegt hat, wird nicht gesagt…
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Carbisdale Castle verkauft und ausgeschlachtet

Carbisdale Castle: Erst 1915 fertiggestellt / Foto  Burgerbe.de (1990) / / Foto oben: Flickr / di_greatoutdoors / CC-BY-SA 2.0
Carbisdale Castle: Deutscher Touristenbus parkt direkt vor der Tür (1990) / Foto Burgerbe.de  /  Foto oben: Flickr / di_greatoutdoors / CC-BY-SA 2.0

Eine Klassenfahrt nach Schottland: Hunderte Kilometer im Bus durch die wildromantischen Highlands – das war 1990 ein traumhaftes Erlebnis einer Düsseldorfer Abiturklasse.

Einer der Höhepunkte der Tour war die Übernachtung auf einem echten Hochlandschloss mit 365 Fenstern und mehreren Geistern: Carbisdale Castle.

Das neogotische Schloss am Kyle of Sutherland war seit 1945 Jugendherberge mit 189 Plätzen. Auch den Ansturm der neugierigen Deutschen und ihre nächtlichen Ausflüge auf der Suche nach Geistern, Geheimgängen und dem nächsten Pub haben die historischen Mauern gut verkraftet.

Gut, es gab ein bisschen Theater mit der Herbergsleitung über Abwasch-Dienste und einen beleidigten Beschwerdebrief der reiseleitenden Lehrer ans schottische Jugendherbergswerk, aber Schwamm drüber.

Eine Auffrischung der einprägsamen Eindrücke vor Ort ist heute leider nicht mehr möglich: 2011 wurde die Jugendherberge nach schweren Frostschäden geschlossen. Zuletzt zählte sie 20.000 Besucher pro Jahr.
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Schloss Neersen: Wieder Blauschafe beschädigt


Unbekannte rissen Blauschafe aus ihrer Verankerung und warfen sie in den Schlossteich / Foto: Polizei Viersen
Unbekannte rissen Blauschafe aus ihrer Verankerung und warfen sie in den Schlossteich / Foto: Polizei Viersen

Erneut ist die Blauschafherde im Park von Schloss Neersen von unbekannter Randalierern attackiert worden. Mehrere der Objekte von Künstler Rainer Bonk wurden beschädigt. Die Kripo ermittelt. Die Kripo sucht nun eine Gruppe Jugendlicher, möglicherweise eine Schulklasse, die den Park des niederrheinischen Wasserschlosses besucht hat.

Die Tat passierte am Dienstag, 1. Juli, zwischen 6 und 14.30 Uhr: Mehrere Sklupturen wurden aus der Verankerung gerissen, an mehreren wurden die Ohren herausgebrochen. Zwei Schafe landeten mit ihrem Fundament im Schlossteich.

Zuletzt haten unbekannte Chaoten im Sommer 2008 mehrere Schafe offenbar mit Baseballschlägern geköpft. Dank der Spendenaktion einer Anwohnerin konnte die Schafe wieder aufgestellt werden.
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„Entartete Kunst“ im Berliner Bombenschutt: Ausstellung in der Kaiserpfalz Paderborn


"'Entartete Kunst' im Bombenschutt": Das Plakat zur Ausstellung / Foto: LWL
„‚Entartete Kunst‘ im Bombenschutt“: Das Plakat zur Ausstellung / Foto: LWL

Die Berliner Bauarbeiter, die im November 2010 Gruben für die U-Bahn aushoben, waren ziemlich überrascht, als plötzlich Archäologen ihre Arbeit stoppten. Vor dem Roten Rathaus waren sie unter Kriegsschutt auf 16 zum Teil arg lädierte Skulpturen getoßen, die dort niemand erwartet hatte.

Es waren keine Zeugnisse aus slawischer oder brandenburgisch-preußischer Zeit, sondern Objekte so genannter Entarteter Kunst, die nach 1933 verschwunden waren und seitdem als verschollen galten.

Dem Fund widmet sich vom 4. April bis 15. Juni 2014 eine Sonderausstellung „Berliner Skulpturenfund“ im Museum der Kaiserpfalz Paderborn.

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