Schlagwort-Archiv: Schlossmuseen

Millionen-Kunstraub auf Schloss Fontainebleau


Schloss Fontainebleau bei Paris / Foto: Wikipedia / Carolus / CC-BY-SA 2.5
Schloss Fontainebleau bei Paris / Foto: Wikipedia / Carolus / CC-BY-SA 2.5

Just ein Teil der Schätze, mit denen das Museum auf seiner Homepage wirbt, wurde gestohlen / Bild: Screenshot Museumsseite
Krone und blauer Mini-Drache: Just ein Teil der Schätze, mit denen das Museum auf seiner Homepage wirbt, wurde gestohlen / Bild: Screenshot Chateau de Fontainebleau

Professionelle Diebe haben am Wochenende Exponate im Millionenwert aus dem hochgesicherten Chinesischen Museum von Schloss Fontainebleau bei Paris gestohlen. Zu den entwendeten Kunstschätzen zählt die Hauptsehenswürdigkeit des Museums: die pagodenartige, goldene Krone des Königs von Siam, ein Geschenk an Kaiserin Eugenie und Napoleon III. von 1861.

Der Einbruch um kurz vor 6 Uhr in der Früh dauerte nur sieben Minuten. Das meldet die Agentur afp.
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Schloss Brake: Wo Graf Simon in die Sterne schaute

Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de

Eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Westfalens ist… verschwunden. An der Stelle des Castrum der Edelherren zur Lippe steht jetzt das Wasserschloss Brake in Lemgo. Es beherbergt heute das Museum der Weserrenaissance.

Die Burg hatte ohnehin nur bis 1447 gehalten. In der sogenannten Soester Fehde wurde sie erobert und in Brand gesteckt. Das heutige Renaissanceschloss entstand 1584 bis 1589 durch einen Umbau im Auftrag von Reichsgraf Simon VI., Landesherr von Lippe-Detmold.

Von hier aus regierte dieser durchaus bemerkenswerte Fürst seine Grafschaft. Zumindest solange er nicht in Prag bei Kaiser Rudolf II. weilte, der ihn als seinen Gesandten mit allerlei kniffeligen Aufgaben betraute.

Außerdem nutzte der Kaiser den Lipper als Kunstagenten, um seine Gemäldesammlung aufzubauen. Beide hatten offenbar einen ähnlichen Kunstgeschmack…
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Louis de Funès-Museum auf Schloss Clermont geschlossen


Chateau de Clermont: Standort des Louis de Funes-Museums / Foto: Wikipedia / Jibi44 / CC-BY 2.5
Chateau Clermont: Standort des Louis de Funès-Museums / Foto: Wikipedia/Jibi44 / CC-BY 2.5

Louis de Funes in seiner Paraderolle als konsternierter Gendarm an der Cote d'Azur / Foto: Wikipedia / Rolf Gebhardt / CC BY 3.0
Louis de Funès in seiner Paraderolle als konsternierter Gendarm an der Cote d’Azur / Foto: Wikipedia / Rolf Gebhardt / CC BY 3.0

Louis de Funès ist mehr als 30 Jahre nach seinem Tod weiter einer der erfolgreichsten Komiker Westeuropas. Seine letzten Jahre verbrachte der grandiose Komiker mit den unvergesslichen Grimassen und dem charakteristischen Dialog: „Nein!“ – „Doch!“ – „Ooooh!“ auf einem Schloss: Chateau de Clermont an der Loire nahe Nantes.

Zwischen April 2014 und Oktober 2016 beherbergte das Anwesen neben Luxus-Appartements ein Louis-de-Funes-Museum.

Gründer waren Roselyne Duringer und ihr Mann Charles. Sie konnten rund 1000 Exponate aus den Filmen, Postkarten, Poster, Fotos, Zeitungsausschnitte und Fanartikel zusammensammeln. Es reichte, um jedes Lebensjahrzehnt des Schauspielers einzeln zu würdigen. Diverse Stücke waren Leihgaben der de-Funès-Söhne Patrick und Oliver.
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Die Rettung von Schloss Aulendorf in Schwaben


Strahlend Weiß: Schloss Aulendorf / Fotos: Burgerbe.de
Strahlend Weiß: Schloss Aulendorf. Dieser Teil entstand 1699-1702  / Fotos: Burgerbe.de

Dass es Schloss Aulendorf nördlich des Bodensees noch gibt, ist ein Glücksfall. Allerdings ein teurer. Anfang der 1980er Jahre war das Wahrzeichen des Städtchens Aulendorf – zum Teil nach dem Vorbild französischer Barockschlösser – stark verfallen.

Das Land Baden-Württemberg sprang als Retter ein und investierte von 1989 bis 2000 den Gegenwert von stolzen 32 Millionen Euro in die Sanierung der vom Land als „bedeutendes Baudenkmal“ klassifizierten Immobilie.  Heute beherbergt das Schloss Teile der Stadtverwaltung und ein Schloss-/Spielzeugmuseum.

Rückblick: Im 12. Jahrhundert entstand hier eine recht große Burg, zunächst welfisch, dann staufisch – Teile ihrer Ringmauern sind heute in den Bau integriert. 560 Jahre lang – von 1381 bis 1941 – ist die Anlage im Besitz der Grafen von Königsegg-Aulendorf.
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Schloss Ahrensburg: Sanierung ab 2015 geplant

Wasserschloss Ahrensburg: Brandschutz soll verbessert werden / Foto: Wikipedia / Podracer HH / CC BY-SA 2.5
Wasserschloss Ahrensburg: Brandschutz soll verbessert werden / Foto: Wikipedia / PodracerHH / CC BY-SA 2.5

1,175 Millionen Euro soll die für 2015 geplante abschließende Sanierung von Schloss Ahrensburg kosten – einem Wasserschloss 30 Kilometer nördlich von Hamburg. Die Stadt will 215.000 Euro beisteuern. Dieser Beitrag ist die Voraussetzung dafür, dass Bundes- und Landesfördermittel fließen. Das meldet das Hamburger Abendblatt.

Der Ahrensburger Stadtrat ist gut beraten, den Betrag jetzt schnell zu verabschieden. Noch sind die Aussichten gut, Landesfördermittel im Norden zu bekommen. Aber man weiß ja nie, wann Schleswig-Holstein Ländern wie Nordrhein-Westfalen folgt, die ihre Denkmalfördermittel massiv zusammenstreichen.

Nachdem bis 2012 sieben Räume saniert worden sind, soll nun die Verbesserung des Brandschutzes abgeschlossen werden. Damit wäre dann 2015 die Sanierung des Schlosses beendet.

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