Schlagwort-Archive: Schlösser in Westfalen

Klinik Schloss Haldem: Acht Millionen für Umbau


Schloss Haldem / Foto: Wikipedia / Ingo2802 / CC-BY-SA 3.0
Schloss Haldem / Foto: Wikipedia / Ingo2802 / CC-BY-SA 3.0

Wenn Schloss Haldem nahe Minden in die Schlagzeilen gerät, dann meist mit beunruhigenden Meldungen wie „drogenkranker Patient flüchtig“ oder „Patient nutzt Arztbesuch zur Flucht„.
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Schloss Brake: Wo Graf Simon in die Sterne schaute

Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de

Eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Westfalens ist… verschwunden. An der Stelle des Castrum der Edelherren zur Lippe in Lemgo steht jetzt das Wasserschloss Brake. Es beherbergt heute das Museum der Weserrenaissance – und war auch mal Sternwarte…

Die mittelalterliche Burg hatte ohnehin nur bis 1447 gehalten. In der sogenannten Soester Fehde wurde sie erobert und in Brand gesteckt. Das heutige Renaissanceschloss entstand 1584 bis 1589 durch einen Umbau im Auftrag von Reichsgraf Simon VI., Landesherr von Lippe-Detmold.

Von hier aus regierte dieser durchaus bemerkenswerte Fürst seine Grafschaft. Zumindest solange er nicht in Prag bei Kaiser Rudolf II. weilte, der ihn als seinen Gesandten mit allerlei kniffeligen Aufgaben durch die Welt schickte.

Außerdem nutzte der Kaiser den Lipper als Kunstagenten, um seine Gemäldesammlung aufzubauen. Beide hatten offenbar einen ähnlichen Kunstgeschmack.
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Das Spiegelbild von Schloss Neuhaus

Sich spiegelnde Fassade...
Die Fassade wird durch die Spiegelung quasi verdoppelt

Auf Schloss Neuhaus im heutigen Paderborn Schloß Neuhaus residierten einst die Bischöfe von Paderborn. Und die bauten ihren Sitz möglichst prächtig aus, um den Lutheranern und ihren eigenen, widerborstigen Untertanen die Macht des „Wahren Glaubens“ zu demonstrieren.

Und zu Renaissance- und Barockpalästen gehörten oft auch künstliche Wasserläufe, die die architektonische Wirkung der Gebäude quasi verdoppeln. Ich konnte mir das Schloss im Juni 2014 ansehen (hier mein Bericht).

An Schloss Neuhaus kann man das sehr schön sehen und fotografieren, vor allem wenn sich auch noch ein wolkenreicher westfälischer Himmel spektakulär über das Schloss spannt und sich im breiten, klaren Schlossgraben spiegelt.
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Schloss Neuhaus: Deutschlands schönste Realschule

Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben
Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben

Wer mittags das Gelände von Schloss Neuhaus in Paderborn betritt, wird erstmal mit massiven Pubertätsproblemen konfrontiert. Horden von hormongesteuerten Teenies laufen herum und geben Kommentare ab wie: „Marcel hat mich überhaupt nicht beachtet, dabei hab ich eine Stunde lang nur ihn angesehen. Er wird mich nie lieben! Wääääähhhhh…!“

Ich fand es ja toll, dass so viele Schüler gleichzeitig einen Ausflug zu so einem bedeutenden Schloss machen und schaute mich nach den begleitenden Pädagogen um, in der Hoffnung, vielleicht einen kostenlosen Vortrag zur Schlossgeschichte zu erhaschen.

Aber kein Lehrer kam in Sicht. Typisch, kaum auf Reisen, schon verdrücken sich die beamteten Erzieher ins nächste Café und verprassen meine Steuern mit Kirschsahne.

Dann suchte ich eben nach der Schloss-Neuhaus-Museumskasse. Hier war ja mal die NRW-Landesgartenschau, es muss also irgendwo ein Kassenhäuschen geben. Allerdings zunächst erfolglos.
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Schloss Holte: Ostfriesenschloss in Ostwestfalen

Schloss Holte in Ostwestfalen / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Holte in Ostwestfalen / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Holte spiegelt sich
Schloss Holte spiegelt sich

Nach manchen Schlössern sind gleich ganze Orte benannt: Schloss Holte ist zum Beispiel Namensgeber für die NRW-Kleinstadt Schloß Holte-Stukenbrock (26.000 Einwohner, überwiegend Ostwestfalen) und deren Ortsteil Schloß Holte.

Richtig gelesen: zwei Mal „Schloß“ mit scharfem „s“. Die Rechtschreibreform hat hier bei Eigennamen keine Chance.

Um Auswärtige vollends zu verwirren, liegt das gegen die westfälische Schwermut dottergelb gestrichene Wasserschlösschen aber gar nicht direkt im Ortsteil Schloß Holte, geschweige denn im Zentrum von Schloß Holte-Stuckenbrock, sondern etwas außerhalb im Holter Wald.

Macht aber nix, man kann es eh nicht besichtigen (Privatbesitz). Aber man darf gucken und kann um einen Teil des wassergefüllten, breiten Schlossgrabens herumgehen.
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