Schlagwort-Archiv: Schlösser in Thüringen

Bürger aus Gera kaufen Schloss Osterstein

Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0
Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0

Mehrere Bürger aus Gera haben das Areal des kriegszerstörten und gesprengten Schloss Osterstein gekauft und wollen das das Gebiet nun entwickeln. Das bestätigt die bisherige Eigentümerin, die Geraer Wohnungsbaugesellschaft GWB „Elstertal“. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Bergfried – einziger Überrest des Schlosses – bleibt allerdings Eigentum der Stadt Gera. Schloss Osterstein ist die ehemalige Residenz der jüngeren Linie des Fürstenhauses Reuß, die hier selbstbewusst einen Mini-Staat regierte.

Die Nachricht vom Verkauf stimmt optimistisch, da die GWG nichts rechtes mit den Resten des einst prächtigen Schlosses anzufangen wusste und die Bürger sicherheitshalber lieber draußen hielt. Der wieder aufgebaute Bergfried ist seit 2010 zugesperrt.
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Bad Köstritz kauft Schloss Crossen für 360.500 Euro

Eines der beiden symmetrischen Kavaliershäuser / Foto (wie auch Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC BY-SA 3.0
Eines der beiden symmetrischen Kavaliershäuser von Schloss Crossen / Foto (wie auch Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0

Die Stadt Bad Köstritz hat Schloss Crossen in Thüringen gegen den Rat der Kommunalaufsicht von seinen irischen Eigentümern gekauft. 360.500 Euro legt die Kommune für das leer stehende Barockschloss auf den Tisch, das in der klammen Nachbargemeinde Crossen im Saale-Holzland-Kreis liegt. Das meldet der MDR. Der Sanierungsaufwand der Denkmalimmobilie wird auf zehn bis 15 Millionen Euro geschätzt.

Ein mutiger Schritt also – und eine sinnvolle Verwendung der Gewerbesteuer der Köstritzer Schwarzbrauerei. Bad Köstritz kauft Schloss Crossen für 360.500 Euro weiterlesen

Schloss Crossen wird am 4. März versteigert: Gebote ab 289.000 Euro

Eines der beiden symmetrischen Kavaliershäuser / Foto (wie auch Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC BY-SA 3.0
Eines der beiden symmetrischen Kavaliershäuser von Schloss Crossen / Foto (wie auch Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0

Die irischen Eigentümer von Schloss Crossen wollen Kassen machen. 2007 hatten sie das Schloss bei Zeitz für lediglich 205.000 Euro von der landeseigenen LEG Thüringen gekauft – und sich seitdem nicht mehr um das Baudenkmal gekümmert.

Inzwischen gibt es im Schloss ein massives Problem mit Feuchtigkeit in den Wänden, was die Iren aber nicht interessiert.

Nun wollen die Eigentümer Schloss Crossen am 4. März unter den Hammer bringen. Mindestens 289.000 Euro soll die Anlage kosten. Das Land Thüringen hat einen Kauf aus Landesmitteln bereits ausgeschlossen.
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Schloss Brandenstein: Ärger um Äußerungen bei Schlossführung

Das Schloss soll zum Gästehaus werden / Foto: Wikipedia / Ansgar Koreng / CC-BY-SA 3.0
Schloss Brandenstein in Thüringen / Foto: Wikipedia / Ansgar Koreng / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: gemeinfrei

Das Barockschloss Brandenstein ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Sanierung eines heruntergekommenen Denkmals. Doch jetzt gibt es plötzlich Ärger um Außerungen des Schlossherrn bei einer Führung.

Bei der Ostthüringer Zeitung hat sich ein Leser gemeldet, der eine Schlossführung auf Brandenstein „fluchtartig verlassen“ haben will, weil Schlossherr Holger Kahl dabei Thesen verbreitet habe, die jenen der sogenannten Reichsbürger doch recht ähnlich gewesen seien.
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Schloss Reinhardsbrunn: Thüringen beschließt Enteignung

Die Kapelle von Schloss Reinhardsbrunn / Foto: Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0
Die Kapelle von Schloss Reinhardsbrunn / Foto (und auch Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0

Die thüringische Landesregierung legt sich mit Russland an. Das Kabinett hat die seit langem diskutierte Enteignung des „Problemschlosses“ Reinhardsbrunn beschlossen. Die verfallende Denkmalimmobilie gehört einem in London lebenden Russen. Eine Reaktion aus Moskau liegt noch nicht vor. Beide Länder haben glücklicherweise keine gemeinsame Grenze.

Die Thüringer Denkmalbehörden werfen dem Eigentümer vor, die historische Schlossanlage seit Jahren verkommen zu lassen. Land und Kreis Gotha sahen sich zu Notsicherungen gezwungen.

Der Eigentümer ist verpflichtet, die dafür anfallenden Kosten zu übernehmen. Von 60.000 aufgewendeten Euro erstattete er allerdings laut Thüringer Allgemeine lediglich 33.000.
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