Schlagwort-Archiv: Schlösser in Schwaben

Hohes Schloss Bad Grönenbach: Fuggers finstere Felsenburg

Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de
Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de

Düster, trutzig, kalt: Das Hohe Schloss Bad Grönenbach macht – zumindest an einem wolkenverhangenen Tag – den Eindruck, es stecke voller gruseliger Geschichten.

Für die Sonderschüler, die ab 1939 hier paukten und die Geistig Behinderten, die ab 1979 hier eingesperrt waren, war es sicher kein Zuckerschlecken.

Auch die Geschichte dieser bayerisch-schwäbischen Felsenburg ist voller kriegerischer Momente: Der älteste Teil stammt von 1280 (zuvor wird es hier bereits eine Fliehburg gegeben haben).

200 Jahre lang hatten hier die von Rothensteins das Sagen, gefolgt von den von Pappenheim. Damals war die Burg mit weniger Fenstern ausgestattet – und umso wehrhafter.

Die Schlossherrn waren bei der Bauernschaft wohl einigermaßen verhasst. Doch ein Versuch, aufständischer Bauern, die von einem rund zehn Meter tiefen Graben umgebene Anlage 1525 zu stürmen, endete in einer erfolglosen Belagerung und einigen Schäden.
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Schloss Höchstädt: Wo die Nazis Beutekunst bunkerten

Innenhof von Schloss Höchstädt / Fotos: Burgerbe.de
Innenhof von Schloss Höchstädt / Fotos: Burgerbe.de

Herzog Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614) hatte große Ansprüche. Der Herrscher eines Flickenteppich-Landes rund um Neuburg an der Donau wollte gern auch Herzog von Jülich-Kleve-Berg werden.

Damit wäre der Protestant ein einflussreicher Regent im Reich geworden (und hätte vermutlich einen Konfessionskrieg ausgelöst).

Um seinem Selbstbewußtsein ein Denkmal zu setzen, vergab Philipp Ludwig Bauaufträge. In Höchstädt an der Donau ließ er von 1589 bis 1603 eine alte Burg zu einem immer noch sehr burgartigen Spätrenaissanceschloss umgestalten: Schloss Höchstädt.
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Zwangsversteigerung: Schweizer kaufen Schloss Uhenfels für 1,55 Mio

Bad Urach an der Schwäbischer Alb / Foto: gemeinfrei
Bad Urach an der Schwäbischen Alb / Foto: gemeinfrei / Ein Foto von Schloss Uhenfels findet man z.B. hier.

Für 1,55 Millionen Euro hat die schweizerische Hocka Immo AG das Schloss Uhenfels in der Schwäbischen Alb ersteigert. Der Verkehrswert der Denkmalimmobilie aus den 1870er Jahren hoch über Bad Urach-Seeburg war zuvor auf zwei Millionen Euro geschätzt worden.

Vorbesitzer war der Windkraft-Pionier Willi Balz, der nach eigenen Angaben bereits fünf Millionen Euro in die Sanierung des Hauses gesteckt hat. Das meldet die Südwest-Presse.
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Schloss Dillingen: Ärger um Gedenkstein zur Hexenverfolgung


Schloss Dillingen / Foto: Burgerbe.de
Schloss Dillingen / Foto: Burgerbe.de

Vor 270 Jahren wurde vor Schloss Dillingen die Bürgerin Barbara Zielhauser als Hexe erdrosselt. Der damalige Augsburger Fürstbischof Joseph von Hessen-Darmstadt sah es mit Wonne.

Auch seine Nachfolger sahen keinen Grund, das Verbrechen irgendwie zu thematisieren. Das ging so bis weit in die 1990er Jahre.

Als 1994 ein Gedenkstein an den Justizmord von Schloss Dillingen erinnern sollte, war der Widerstand des Bischöflichen Ordinariats erstmal groß.
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Leichenfund bei Schloss Reisensburg

Schloss Reisensburg & Foto: gemeinfrei
Schloss Reisensburg & Foto: gemeinfrei

Bei Mäharbeiten am Schloss Reisensburg (an der Donau im schwäbischen Günzburg) haben Arbeiter eine schaurige Entdeckung gemacht: Am Freitag (10. April 2015) stießen sie im hohen Gras auf die sterblichen Überreste einer Frau.

Das meldet die Augsburger Allgemeine unter Bezug auf das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.
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