Schlagwort-Archiv: Schlösser in Polen

Decken-Einsturz im Stettiner Schloss

Teile des Deckengewölbes im gesperrtem Nordteil des Stettiner Schlosses sind eingestürzt. Offenbar haben mehrere Pfeiler, die die Decke tragen, nachgegeben. Bei dem Einsturz wurde niemand verletzt. Das einstige Schloss der Herzöge von Pommern ist gesperrt. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar (Foto oben: Wikipedia / silu / CC-BY-SA 3.0 pl.)

Auf einem bei Twitter geposteten Foto ist zu sehen, das mehrere Quadratmeter der Decke und des darunter liegenden Fußbodens weggebrochen sind.
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Stettiner Schloss: Nordflügel ist saniert


Stettiner Schloss: Innenhof mit Arkadengang / Foto: Wikipedia / silu / CC-BY-SA 3.0 pl.
Stettiner Schloss: Innenhof mit Arkadengang / Foto: Wikipedia / silu / CC-BY-SA 3.0 pl. / Foto oben: Wikipedia / Ralf Roletschek / GFDL 1.2

Zwei Jahre lang war der Nordflügel des Stettiner Schlosses (heute: Zamek Książąt Pomorskich, „Schloss der Pommerschen Herzöge“) eine Baustelle. Nun ist er wieder für Besucher zugänglich. In die Krypta der Schlosskirche kehrten die Särge der Greifenfürsten und ihrer Gattinen zurück.

Vom Stettiner Schloss ist nach einem schweren Bombenangriff 1944 nicht mehr viel übrig geblieben. Dass das Schloss heute wieder wie die einstige Renaissance-Residenz aussieht, ist dem polnischen Wiederaufbau zwischen 1958 und 1980 zu verdanken.
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Graf Dohna und das Ende von Schloss Schlobitten

Schloss Schlobitten um 1860 / Bild: Sammlung Duncker / gemeinfrei
Schloss Schlobitten um 1860 / Bild: Sammlung Duncker / gemeinfrei / Foto oben: Schloss Schlobitten/Słobity: Brandruine seit 1945 / Foto: Wikipedia/Maciej Podstolski/

Als sich die Rote Armee im Winter 1944/45 durch Ostpreußen kämpfte, waren den Soldaten die Schlösser der „preußischen Junker“ ein besonderer Dorn im Auge.

Stalin vermutete deren Eigentümer als die eigentlichen Anstifter von Hitlers Überfall auf die Sowjetunion. Und jetzt hieß es Rache an den verhassten Familiensitzen der verhassten „Monokelträgern“ zu nehmen.
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Rogalin: Schloss des 100-jährigen Ex-Präsidenten Polens


Schloss Rogalin / Foto: Wikipedia / Jan Jerszyński / CC-BY-SA 3.0
Schloss Rogalin / Foto: Wikipedia / Jan Jerszyński / CC-BY-SA 3.0

Schloss Rogalin: Die Kapelle / Foto: Wikipedia / J.-H. Janßen / CC-BY-SA 3.0
Schloss Rogalin: Die Kapelle / Foto: Wikipedia / J.-H. Janßen / CC-BY-SA 3.0

Zu den eigenartigsten Gebilden des Kalten Kriegs gehörten Exilregierungen: Anerkannt von einer handvoll Staaten, ohne eigenes Land – aber im festen Glauben, bald schon wieder an die Macht zu kommen.

Edward Raczyński, Besitzer von Schloss Rogalin bei Posen, war ein Promi in dieser Exilantenszene. Von 1979 bis 1986 war der Graf Präsident der Republik Polen. Also Exilpräsident mit Sitz in London, denn das republikanische Polen war schon mit dem Hitler-Stalin-Pakt faktisch untergegangen.

Zum Ärger der „Volksrepublik“ Polen, machte die vor Nazis und Russen geflüchtete Exilregierung auch nach 1945 einfach weiter.
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Hitlers kaiserliches Schloss in Posen


Der Westflügel des Schlosses / Foto: Wikipedia / Radomil / CC BY 3.0 DE
Der Westflügel des Posener Schlosses / Foto: Wikipedia / Radomil / CC BY 3.0 DE

Burgen und Schlösser waren immer auch eine architektonische Inszenierung der Macht. Kein Wunder, dass Kaiser Wilhelm Zwo ebenso fasziniert von klotzig-„germanischen“ Burgen war wie später die Nazis.

Kaiser und Nazis gemeinsam war ein Faible für Burgen in eroberten Gebieten – als Symbol der deutschen Herrschaft. Aus diesem Gedanken heraus entstand zu Wilhelms Zeiten im annektierten Elsass die Haut-Koenigsbourg und im ehemals polnischen Posen (heute Poznan) zwischen 1905 und 1910 das neoromanische, kaiserliche Residenzschloss Posen.

30 Jahre später sollte der Nazi-Gauleiter Arthur Greiser hier residieren und immer ein Arbeitszimmer für Adolf Hitler bereithalten, der von hier aus prunkvoll über die eroberten Ostgebiete gebieten wollte.

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