Schlagwort-Archive: Schlösser in Franken

Schloss Birkenfeld: 50.000 Euro für Sanierungen


Der Eingangsbereich von Schloss Birkenfeld in Unterfranken / Foto: Wikipedia / Dark Avenger / CC-BY-SA 3.0
Der Eingangsbereich von Schloss Birkenfeld in Unterfranken / Foto: Wikipedia / Dark Avenger / CC-BY-SA 3.0

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die geplante Restaurierung mehrerer Wirtschaftsgebäude von Schloss Birkenfeld (Markt Maroldsweisach, Unterfranken) mit 50.000 Euro. Dafür wird es auch höchste Eisenbahn: Einige der Gebäude aus dem 18. Jahrhundert gelten inzwischen als einsturzgefährdet.

Das dreiflügelige Corps de Logis wurde als ländliche Villa konzipiert und zusammen mit einem Landwirtschaftshof einheitlich geplant. Der Entwurf stammt von Hofbaudirektor Karl Friedrich von Zocha.

Errichtet wurde die im Ermetztal (Landkreis Haßberge) gelegene Anlage zwischen 1738 und 1752. Bauherr war Johann Philipp Friedrich von Hutten zu Frankenberg. 1841 gelangte das Schloss an Graf Franz zu Ortenburg-Tambach; 1996 kauften die heutigen Eigentümer, die Familie zu Ortenburg.
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„Die drei Federn“: Drehort Schloss Mitwitz

Woran merkt man, dass das Jahr bald zu Ende geht? Ein untrügliches Zeichen ist, dass auf irgendeiner Burg TV-Teams für die Öffentlich-Rechtlichen herumhuschen, um das letzte Sommerlicht fürs nächste TV-Weihnachtsmärchen zu nutzen.

2014 passierte das auf Wasserschloss Mitwitz in Oberfranken (laut Eigenwerbung „eines der bedeutendsten Wasserschlösser Bayerns“). Auf dem privaten Anwesen wurde für das ARD-Märchen „Die drei Federn“ gedreht.

Die Hauptrollen spielen Sky DuMont und Michael Schönborn. Die Regie hat Su Turhan. Das meldet der Bayerische Rundfunk, der den Film auch produziert. Mehr zu Burgen und Schlössern in Bayern gibt’s übrigens hier im Blog.


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Schloss Seehof: Bamberger Bischöfe mochten Bacchus

Figur des Orpheus im Schlossweiher von Schloss Seehof nach der Restaurierung / Foto: BSV / Klaus Häfner
Figur des Orpheus im Schlossweiher von Schloss Seehof nach der Restaurierung / Foto: BSV / Klaus Häfner

Fürstbischöfe mögen es luxuriös und geben für ihre Residenzen ein Heidengeld aus. Das war auch früher schon so. Die Bamberger Oberhirten ließen es sich auf Schloss Seehof (fertiggestellt 1696) im Rokoko-Ambiente gut gehen.

Im Garten wollten die Bischöfe dann auch nicht an die Lehre von Armut und Nächstenliebe erinnert werden, sondern schwelgten lieber in Anspielungen Feste auf Völlerei. Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim (1757-1779) ließ dazu Weiherfiguren von Orpheus, Bacchus und anseren antiken Göttergestalten aufstellen.

Nach fünfjähriger Restaurierung zieren die von Bildhauer Adam Ferdinand Tietz geschaffenen Figurengruppen aus Sandstein, nun wieder die Inseln im Schlossweiher von Seehof. Die zuletzt vor 30 Jahren überholten Figuren gelten als die letzten Zeugen der originalen Rokoko-Ausstattung.
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Schloss Erlangen: Beim Brand von 1814 gefror das Löschwasser

Ein beißender Frost von bis zu -25 Grad hatte sich im Januar 1814 über Franken gelegt. Heute würden wir das „Russenpeitsche“ und „Jahrhundertkälte“ nennen und auf den Klimawandel verweisen. Im miserabel isolierten Markgräflichen Schloss Erlangen – es diente als Witwensitz – wurde derweil vor 200 Jahren gefroren und dagegen kräftig angeheizt.

Kubikmeterweiser wanderten Holzscheite in die Öfen. Aus den zehn Schornsteinen stieg unaufhörlich dichter Rauch.

Der tagelange Dauerbetrieb der überhitzten Schlote war sicherheitstechnisch keine gute Idee: Im Dachboden geriet schließlich am Mittag des 14. Januar 1814 Gerümpel in Brand.

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