Schlagwort-Archiv: Schlösser in der DDR

Die schönsten Burgen und Schlösser in Thüringen

Innenhof von Schloss Sondershausen / Foto: Burgerbe.de
Innenhof von Schloss Sondershausen / Foto: Burgerbe.de

Wenn es in Deutschland ein „Schlösser- und Burgenland“ gibt, dann liegt das in Thüringen. Hier konnte sich in Mittelalter und Früher Neuzeit nie ein einzelner Herrscher durchsetzen, auch nicht der Landgraf von Thüringen.

Immer war das Territorium aufgespalten. Mächtige Familien sicherten ihre Macht mit Burgen. Hinzu kamen der Erzbischof von Mainz als Herr der Stadt Erfurt und die mächtigen Wettiner aus Sachsen.

Einheimische Grafen wie die von Schwarzburg, Orlamünde und Henneberg schauten von ihren Burgen aus ins weite, „grüne Herz Deutschlands“.
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Schloss Tinz wird Berufsakademie (und wieder Wasserschloss)

Gewollter Stilbruch: Die  Gebäude der Berufsakademie wurden direkt neben dem Schloss errichtet. / Foto: Wikipedia / Stffen Löwe / CC-BY-SA 4.0
Gewollter Stilbruch: Die Gebäude der Berufsakademie wurden direkt neben dem Schloss errichtet. / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 4.0

Sanierung und Umbau von Schloss Tinz in Gera stehen vor dem Abschluss: Das Barockschloss der Grafen von Reuß-Gera im italienischen Stil wird Aushängeschild des Campus der Berufsakademie Gera.

Land Thüringen und EU lassen sich den denkmalgerechten Umbau und die Herrichtung der Außenanlagen 6,4 Millionen Euro kosten.

Der Festsaal des Schlosses wurde wieder in voller Höhe freigelegt. Dort wird die Bibiliothek der Akademie einziehen, die zurzeit noch die Aula blockiert.
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Zauberschloss Schönfeld: Bauherr starb nach Folter

Das Wasserschloss Schönfeld / Foto: Wikipedia / Pallasathena / CC-BY-SA 3.0
Das Wasserschloss Schönfeld / Foto: Wikipedia / Pallasathena / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0

Was tun mit einem frisch sanierten Schloss in Sachsen, für das sich niemand interessiert? In Dresden kam man vor gut zehn Jahren auf die Idee, eines der wenigen erhaltenen Renaissanceschlösser des Landes zum Zauberschloss zu machen.

Seit 2005 ist der Zauberkünstler A.S. Schröter regelmäßig mit seinen magischen Shows vor Ort. Jungfrauen werden hier zersägt, Tauben verschwinden – und das Publikum wundert sich.

Hinter die Kulissen der Zauberei kann man im Zauberkunstmuseum im Schloss blicken. Dort werden Requisiten bekannter Zauberer ausgestellt; die Tricks werden natürlich nicht gleich verraten… Zauberergeheimnis halt.
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Schloss Forderglauchau: Dachbau dank Hubschrauber


Schloss Forderglauchau / Foto: Wikipedia / Micharl Sander / CC-BY-SA 3.0
Schloss Forderglauchau / Foto: Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0

Die DDR hatte Burgen, Schlössern und Gutshäusern aus ideologischen Gründen den Kampf angesagt. Die Geburtsstötten der verhassten „preußischen Junker“ sollten abgerissen werden – oder zumindest durch langsamen Verfall vom realsozialistischen Erdboden verschwinden, um nie wieder monokeltragende Stechschritt-Imperialisten mit Eroberungsdrang gen Osten hervorzubringen.

Dass historische Anlagen doch erhalten wurden, hat vielerorts mit Privatinitiative zu tun. Ein schön-schräges Beispiel stellt Stefan Stolp in der Freien Presse vor: Schloss Forderglauchau
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Schloss Ludwigsburg: Witwensitz für 1000 Gulden


Schloss Ludwigsburg: Auch ein Förderverein kümmert sich / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Ludwigsburg: Auch ein Förderverein kümmert sich / Fotos: Burgerbe.de

Der Glanz der alten Zeiten blättert ab, ist aber noch sichtbar...
Der Glanz der alten Zeiten blättert ab, ist aber noch sichtbar…

Die Ehe von Pommern-Herzog Ernst Ludwig muss harmonisch gewesen sein. Oder er wollte seine Gattin mit neuen Aufgaben ablenken.

Jedenfalls schenkte der Herzog seiner Frau Sophia Hedwig im Jahr 1586 den Weiler Darsim zwischen Greifswald und Wolgast nebst 1000 Gulden, um dort ein standesgemäßes Schloss zu bauen, das später zeitweise ihr Witwensitz werden sollte.

Die dankbare Herzogin baute ein durchaus repräsentatives Schlösschen in den Weiler – und benannte das Dorf nach dem Tode ihres spendablen Gatten zum Andenken an diesen gleich in Ludwigsburg um. So heißt der Ort noch heute.

Schloss und Gut wechselten in den folgenden Jahrhunderten noch einige Male die Besitzerfamilie. Das Gebäude wuchs dabei um eine Etage und erhielt einen Festsaal im ersten Stock.
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