Schlagwort-Archiv: Schlösser im Ruhrgebiet

Die schönsten Burgen und Schlösser im Ruhrgebiet

Die Gebäude stehen auf Eichenholzpfählen / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0
Schloss Bedelschwingh / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Borbeck

Schlösser und Burgen im Ruhrgebiet…? Gibt’s da nicht nur stillgelegte Zechen und eingestaubte Industriemuseen? Doch, Schlösser und Burgen sind im Revier durchaus reichlich zu finden. Und man kann den Besuch natürlich auch mit einem Trip zu einem der vielen Industriedenkmäler verbinden.

Das Ruhrgebiet als Einheit („Metropole Ruhr“, wie Marketing-Fuzzis es heute gern nennen) hat es nie gegeben.

Im Mittelalter lag hier ein Flickenteppich aus Grafschaften, Herzogtümern und Städten, die besonders von der Ost-West-Handelsstraße Hellweg profitierten. Die freie Reichsstadt Dortmund verlor erst 1803 ihre Unabhängigkeit. Und jeder Herrscher wollte natürlich auch einen repräsentativen Sitz haben.
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Schloss Borbeck: Wo Essens Fürstäbtissinnen herrschten

Schloss Borbeck in Essen / Foto: Burgerbe.de
Schloss Borbeck in Essen-Borbeck (links die ehemaligen Wirtschaftsgebäude)/ Fotos: Burgerbe.de
Das Barockschloss der Fürstäbtissinnen von Essen
Das Barockschloss der Fürstäbtissinnen von Essen

Das mittelalterliche Stift Essen war ein wunderliches Gebilde: Es wurde jahrhundertelang von Frauen beherrscht. Die Fürstäbtissinnen von Essen hatten das Sagen über rund 120 Quadratkilometer zwischen Emscher und Ruhr. 3000 Bauernhöfe zahlten ihnen Abgaben.

Residenz der mächtigen und äußerst wohlhabenden Äbtissinnen mit eigenem Sitz im Reichstag war 500 Jahre lang Schloss Borbeck im heutigen Essen-Borbeck. Seit etwa dem Jahr 1300 regierten die geistlichen Damen von Borbeck aus.

In der Burg, dem Vorgängerbau des heutigen Schlosses, fanden sie in Kriegszeiten Zuflucht. Die Äbtissinnen hatten das Recht, eigene Münzen zu prägen, die Borbecker Gulden und Groschen. Das passierte ab 1400 auf Burg Borbeck (das Schlossrestaurant im Keller heißt deshalb heute „Zur Münze“).
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Gartenflair-Messe auf Schloss Bodelschwingh


Wasserschloss Haus Bodelschwingh in Dortmund / Foto: Wikipedia / Beckstet
Wasserschloss Haus Bodelschwingh in Dortmund / Foto: Wikipedia / Beckstet / CC-BY-SA 3.0

Kombinierte „Garten-, Heim- und Modemessen“ sind für mich der kulminierte Albtraum einer Wochenendbeschäftigung. Unnützer, überteuerter Kram für die gärtnernde Bevölkerung im Rentenalter, verteilt an einer unendlichen Reihe von Ständen.

Dazwischen grottenhässliche Lodenmode aus dem Oberbayern der Fünfziger Jahre in Kombination mit einem Gipsfigurenkabinett „künstlerischer“ Gartenfiguren und selbstgestrickter Wollware in psychedelischen Farben und Mustern.

Pure Folter für jeden überzeugten Verächter des in der Zielgruppe omnipräsenten Magazins Landlust.
Die „Erlebnismesse Gartenflair“ soll da natürlich ganz anders sein.
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Feuer auf Schloss Herten: Schloss-Café brennt aus


Schloss Herten in Recklinghausen / Foto: Wikipedia / Arnold Paul / CC-BY-3.0
Schloss Herten im Kreis Recklinghausen / Foto: Wikipedia / Arnold Paul / CC-BY-3.0

Im Café von Schloss Herten ist in der Nacht zu Mittwoch (4. Juni) um kurz nach Mitternacht ein Feuer ausgebrochen. Ein automatischer Brandmelder alarmierte die Feuerwehr.

Die konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Räume des historischen Wasserschlosses im Kreis Recklinghausen verhindern. Der Schaden soll bei etwa 80.000 Euro liegen.

Die Ursache des im Thekenbereich entstandenen Brandes ist noch unklar. Vermutlich handelte es sich um einen technischen Defekt. Das Schlosscafé brannte aus.

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Schloss Landsberg: August Thyssens Burg an der Ruhr

Ein Stahlbaron muss standesgemäß wohnen. Nah bei seinen Zechen und Hüttenwerken zwar, aber natürlich haushoch über den Ameisenheeren der Arbeiter. Im Ruhrgebiet kann man das gut sehen: Was den Krupps ihre Essener Villa Hügel (und ihr Sommersitz Schloss Blühnbach) war, war für August Thyssen Schloss Landsberg.

Graf Adolf V. von der Mark hatte Ende des 13. Jahrhunderts einen Höhenzug am südlichen Ruhrufer mit einer Burg befestigen lassen, um die Ruhrbrücke bei Kettwig zu schützen (eine wichtige Zolleinnahmequelle). Die Düsseldorfer sind dem weitsichtigen Grafen bis heute dankbar, weil er ihrem Dorf 1288 Stadtrechte verlieh.
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