Schlagwort-Archiv: Schloss gesprengt

Königsberger Schloss: Okkulter Schatz des Preußenkönigs gefunden?

Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei
Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei

In einer riesigen Staubwolke verschwanden 1968 die Reste des schwer vom Krieg gezeichneten Königsberger Schlosses (heute Kaliningrad). Der damalige Kreml-Chef Leonid Breschnew soll die Sprengung der einstigen Feste des Deutschen Ordens selbst angeordnet haben.

Versuche, den Platz anschließend mit einem protzigen Verwaltungsbau zu pflastern, brachten wegen des weichen Bodens nur die nächste Ruine hervor.

Beseitigt wurden aber nur die oberirdischen Zeugnisse der Ordensritter, Preußen-Herzöge und Könige. Trümmer und Erdreich verschütteten die Schlosskeller – die aber immer noch da sind.

2002 begannen russische Archäologen mit der Freilegung – finanziell unterstützt vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. 2005 machten sie einen rätselhaften Fund…
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Schloss Osterstein (Gera): Bald ist alles geschlossen


Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0
Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0

Schloss Osterstein bei Gera war eine der vielen deutschen Mini-Residenzen, in denen Fürstenfamilien mit allem nur möglichen Prunk Hof hielten. Auf Osterstein regierte die jüngere Linie des Hauses Reuss. Vom Selbstbewußtsein her konnten die Thüringer es problemlos mit Kaiser und Papst aufnehmen.

Das Schicksal des einst prächtigen Schlosses und seiner Überreste stimmt – bis heute – wehmütig. Der Bergfried, einziger erhaltener Teil der zu DDR-Zeiten gesprengten Schlossruine, ist seit 2010 zugesperrt.

Das Biergarten-Restaurant Schloss Osterstein, das bislang wenigstens am Wochenende für Leben sorgte, schließt zum 30. November 2015. Der für die Buga 2007 eigens hergerichtete Schlossgarten ist nur noch von außen zu bewundern.
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Schloss Harff: Gesprengt für den Tagebau


Im Schatten des gotischen Bergfrieds: Schloss Harff kurz vor der Sprengung / Foto: Sammlung Ludger Allhoff / gemeinfrei
Im Schatten des gotischen Bergfrieds: Schloss Harff kurz vor der Sprengung / Foto: Sammlung Ludger Allhoff / gemeinfrei

In der DDR störten Burgen und Schlösser aus ideologischen Gründen – und wurden reihenweise gesprengt. In Westdeutschland war der Hass auf die „Junker“ nicht so ausgeprägt – doch so manches alte Schloss stand trotzdem auf der Abschussliste, weil es dem Wirtschaftswunder im Weg war.

Ein solcher Fall war Schloss Harff mit seinem 15 Hektar großen englischen Landschaftsgarten in Bedburg. Da das Schloss dem sich immer weiter ausdehnenden Tagebau Frimmersdorf im Weg war, ließen die Rheinischen Braunkohlenwerke (später Firma Rheinbraun, heute Teil von RWE) es kurzerhand sprengen.
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Schloss Schwedt: Sprengung auf Ulbrichts Befehl


Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube
Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube

Wenn von einem von der SED gesprengten Schloss die Rede ist, geht es in der Regel um das Berliner Stadtschloss. Dabei gerät schnell aus dem Blickfeld, dass in der DDR reihenweise Schlösser und Gutshäuser aus ideologischen Gründen gesprengt und abgerissen wurden.

Ein Beispiel ist Schloss Schwedt an der Oder. Das Schloss in der Uckermark war Residenz der Familie Brandenburg-Schwedt, einer Nebenlinie der Hohenzollern. Kern des Schlosses war ein ab 1553 unter den Grafen von Hohnstein errichtetes Renaissanceschloss, das wiederum auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückging.
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Pavillon soll an von der DDR gesprengtes Schloss Rötha erinnern

Schloss Rötha um 1860 / Bild: Wikipedia/F. Heise
Schloss Rötha um 1860 / Bild: Wikipedia/F. Heise

Zur Erinnerung an das von der DDR im Jahr 1969 gesprengte Schloss Rötha bei Leipzig planen der Förderverein „Rötha – gestern – heute – morgen“ und die örtliche Sparkassenstiftung den Bau einer 1,5 Millionen Euro teuren Gedenkstätte.

Der zweistöckige Pavillon soll auch den Nachbau eines für den Geschichte der Völkerschlacht bedeutsamen Schlossraums, des Verbündetenzimmers, enthalten. Darüber berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Hintergrund: Schlösser und Herrensitze konnte die SED gar nicht leiden, waren sie doch Symbole der verhassten preußischen Junker – und damit nach Logik der Ideologen Brutstätten des letzten und aller folgenden Kriegen. Also weg damit, am liebsten betrieb die DDR solcherlei Geschichtspolitik mit TNT und Abrissbirne
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