Schlagwort-Archiv: Schlösser in Sachsen

Schloss Blankenhain: DDR-Flugzeug parkt im Hof

Schloss Blankenhain lockt mit einer Z37
Schloss Blankenhain lockt mit einer Z37 / Fotos: Burgerbe

Im Hof von Schloss Blankenhain parkt ein Flugzeug vom Typ Z37, genannt „gelbe Hummel“, ein Agrarflugzeug der einstigen DDR. Ein 200 km/h schneller, 1-a-Fluchthelfer. Wie die Maschine dahin kommt? Das hat eine längere Vorgeschichte…

Die Existenz von Rittergütern war 1945 für die einmarschierende Rote Armee eine Provokation, die schleunigst beseitigt werden musste.

Schließlich hatte man jahrelang mit dem Bild des imperialistischen, preußischen Junkers (Monokel- und Reithosenträger mit Vorliebe für Mägde und Treibjagden) Propaganda gemacht.

Diese Junker waren nach sowjetischer Lehrmeinung auch für den deutschen Angriff auf die Sowjetunion verantwortlich. Im Herbst 1945 rollte eine Enteignungswelle durch die sowjetische Besatzungszone, die Bodenreform.

Im sächsischen Crimmitschau traf es das Rittergut Blankenhain mit dem gleichnamigen Barockschloss.
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Schloss Colditz: Kriegsgefangene bauten heimlich Segelflieger

Schloss Colditz diente im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere / Fotos: Burgerbe.de ( Foto oben: Wikipedia / SKOMP46866 / CC-BY-SA 3.0

Als US-Truppen am 16. April 1945 das Offizierslager Schloss Colditz befreien, zeigen ihnen die überglücklichen Insassen ihr größtes Geheimnis: Versteckt in einer schwer zugänglichen Dachkammer des „Oflag IV-C“ liegt der fertige Bausatz eines Segelflugzeugs aus Dielen, Regalbrettern und Bettbezügen mit einer Spannweite von stolzen 9,75 Metern und einem Gewicht von 109 Kilogramm.

Seit Januar 1944 hatten 64 Gefangene unter strikter Geheimhaltung daran gearbeitet, zuletzt vier Stunden täglich. Allein 40 von ihnen dienten als Aufpasser. Auf die Idee waren britische Offiziere gekommen.

Am Tag X hätten die Flüchtlinge den Gleiter auf dem Dach des Kirchenhauses zusammengesetzt. Ihr Plan sah vor, aus Tischen eine etwa 18 Meter lange Rollbahn zu improvisieren. Seine Startgeschwindigkeit von 50 km/h sollte der Segler durch eine Art Katapult bekommen, das mit Hilfe einer an Seilen hängenden, voll beladenen Metall-Badewanne in Gang gesetzt worden wäre.
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Der vergrabene Wettinerschatz von Schloss Moritzburg


Schloss Moritzburg / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Moritzburg / Fotos: Burgerbe.de

Misstrauisch und schwer bepackt gingen Prinz Ernst Heinrich von Sachsen, seine Söhne Dedo und Gero und der Revierförster am frostigen 10. Februar 1945 in ihren Wald bei Schloss Moritzburg.

Hastig hoben sie Gruben aus. Immer wieder schaute man sich um, ob auch keine Zeugen die Buddelei bemerkten. 43 Kisten verschwanden im Boden.

Als die Rote Armee dann im April auf dem Gelände von Schloss Moritzburg einzog, lagen nur knapp einen Meter unter den Stiefeln der Soldaten märchenhafte Schätze.
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