Schlagwort-Archiv: Schlösser in Sachsen

Schloss Klippenstein zeigt Strohhut-Ausstellung

 John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei
John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei

Auf Schloss Klippenstein steht bis bis zum 3. Oktober 2018 der Stohhut im Mittelpunkt. Der Strohhut? Ja, es geht um das Top-Modeaccessoire der Hipster der Kaiserzeit. Wer etwas auf sich hielt, trug stets das neueste Model, gern umwickelt mit einem schicken farbigen Stoffband.

Zur Freude der mitteldeutschen Strohhut-Fabrikanten hielt das nachhaltige Produkt nie lange – Mode, Wind und natürlicher Verschleiß sorgten stets für neue Nachfrage. Im Kino machten Stars wie Buster Keaton die leichte Kopfbedeckung legendär.

Die Produktion von hundertausenden neuer Hüte durch Billiglohnkräfte und Kinderarbeit war denn auch ein gutes Geschäft. Diverse Villen in Dresdens Nobelviertel Weißer Hirsch kündeten vom Reichtum der Fabrikbesitzer.
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„Der Zauberlehrling“: Drehorte Görlitz und Neues Schloss Muskau

Neues Schloss Muskau: Im Film Sitz der Königin / Foto: Wikipedia / Hedwig Storch / CC-BY-SA 3.0
Neues Schloss Muskau: Im Film Sitz der Königin / Foto: Wikipedia / Hedwig Storch / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: ZDF / Steffen Junghans

Wenn schon kein Hogwarts-Modell unterm Baum liegt, kann man sich wenigstens ein bisschen Magie-TV ins Wohnzimmer holen: Das ZDF zeigte an Heiligabend 2017 um 16.30 Uhr „Der Zauberlehrling“, ziemlich frei nach J. W. v. Goethe. Eine deutsch-tschechische Märchenverfilmung mit Max Schimmelpfennig und Pauline Rénevier.

Drehorte waren im Frühjahr unter anderem die Görlitzer Altstadt und das Neue Schloss Muskau im Welterbe Fürst-Pückler-Park.

Und darum geht’s: Valentin (Max Schimmelpfennig) will eine Stelle als Zauberlehrling bei Meister Ambrosius (Christoph Bach) annehmen. Doch er scheitert unfairerweise im Bewerbertest.
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Schloss Großenhain: Einst Burg mit rauchendem Schornstein

1860: Über Schloss Großenhain raucht der Schlot einer Garnspinnerei / Foto: gemeinfrei
1860: Über Schloss Großenhain raucht der Schlot einer Garnspinnerei / Foto: gemeinfrei

Das Wahrzeichen des sächsischen Städtchens Großenhain war ab 1836 ein kräftig rauchender Schornstein, der aus dem Bergfried von Schloss Großenhain herausragte. Er spuckte die Abgase einer Dampfmaschine in die Luft, die die Webstühle der Garnspinnerei der Gebrüder Eckhardt antrieb.

Gut 130 Jahre lang blieb das einstige Landgrafenschloss eine Fabrik. Heute ist der Schlot verschwunden, und die Anlage präsentiert sich als Kulturschloss Großenhain – Ort von Opernaufführungen, Konzerten, Tagungen und Hochzeitsfeiern.

Im Tonnengewölbe lockt das Restaurant Schlosskeller zur Einkehr.
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Dresden will offenbar Schloss Übigau kaufen

2010 war noch Leben im Garten von Schloss Übigau an der Elbe / Foto: Wikipeida / Der Brauni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Anaximander / CC-BY-SA 3.0
2010 war noch Leben im Garten von Schloss Übigau an der Elbe / Foto: Wikipeida / Der Brauni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Anaximander / CC-BY-SA 3.0

Sachsens Landeshauptstadt plant offenbar, das leer stehende Schloss Übigau in Dresden-Übigau für bis zu 1,3 Millionen Euro zu erwerben, um es dann weiterzuverkaufen. Das meldet die Sächsische Zeitung unter Berufung auf eine „geheime Vorlage“ aus dem Rathaus.

Dresdnes Oberbürgermeister Dirk Hilbert wolle sich dazu demnächst mit der Heidelberger Eigentümerin Ingrid Schinz treffen.

Dem Barockschloss im Nordwesten von Dresden droht der Verfall: Im Oktober 2016 musste der beliebte Biergarten Sommerwirtschaft im Schloss schließen, da die Baugenehmigung ausgelaufen war und die Besitzerin keinen Antrag auf Verlängerung gestellt hatte.
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Schloss Pfaffroda für nur 60.000 Euro zu verkaufen

Schloss Pfaffroda im Jahr 1859 / Foto oben: 44Pinguine (Angela Monika Arnold, Berlin) / CC-BY-SA 3.0
Schloss Pfaffroda im Jahr 1859 / Foto oben: 44Pinguine (Angela Monika Arnold, Berlin) / CC-BY-SA 3.0

Die Zeiten, als die Treuhand Schlösser und Burgen der Ex-DDR für einen Euro verramschte, sind vorbei. In Sachsen muss man inzwischen schon 60.000 Euro hinlegen, um das Schloss eines ehemaligen Ritterguts zu bekommen.

Konkret geht es um Schloss Pfaffroda im Erzgebirgs-Örtchen Olbernhau. Der Haken am Schnäppchen: Unter dem schadhaften Dach des denkmalgeschützten Schlosses steckt Sanierungsbedarf von rund zwei Millionen Euro.

Deswegen wollen die Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge Immobilie auch schnell loswerden. Aber: „Auch das Konzept muss stimmig sein“, wie sie der Freien Presse mitteilen.
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