Schlagwort-Archiv: Schlösser im Harz

Denkmalstiftung fördert Großes Schloss Blankenburg

Grosses Schloss in Blankenburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Dr. Eckhard Wegner
Beide Fotos: Grosses Schloss in Blankenburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Dr. Eckhard Wegner

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich weiter an der Restaurierung des Großen Schlosses in Blankenburg im Harz. Für die Mauerreparaturen im Traufbereich des Daches stellt die Stiftung weitere 25.000 Euro zur Verfügung.

Das mehrflügelige Schloss liegt auf einem Bergkegel am nördlichen Harzrand. Es ist eine der größten Schlossanlagen in Sachsen-Anhalt – und das größte noch erhaltene Welfen-Schloss. Erstmals Erwähnung fand 1123 eine Burg in Blankenburg. Diese wurde 1182 zerstört und gleich wieder aufgebaut.

Im 16. Jahrhundert wurde die Veste erneuert und im 18. Jahrhundert umgebaut. Heute prägt das Erscheinungsbild der Anlage der barocke Umbau aus den Jahren 1704 bis 1718.
Denkmalstiftung fördert Großes Schloss Blankenburg weiterlesen

Schloss Stolberg im Harz soll endlich Hotel werden


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist auch Schlossherrin. Und das im Harz: 2002 übernahm die Stiftung das völlig heruntergekommene, geschichtsträchtige Schloss Stolberg, das auf dem Zwisselberg über dem Fachwerk-Städtchen Stolberg thront.

Stiftung, Spender, Land Sachsen-Anhalt und EU investierten massiv in die Sanierung, insgesamt flossen 22 Millionen Euro, darunter erhebliche Lotto-Mittel.

Nun möchte der künftige Schloss-Pächter Dr. Clemens Ritter von Kempski hier bis 2017 ein Vier-Sterne-Hotel mit rund 50 bis 60 Zimmern in einem bislang ungenutzten Teil des Schlosses einrichten. Voraussetzung: Die Sanierung geht planmäßig weiter.
Schloss Stolberg im Harz soll endlich Hotel werden weiterlesen

Denkmalschutzpreis für Schlossverein Blankenburg


Das Große Schloss Blankenburg dominiert die Altstadt des Ortes im Harz / Foto: Wikipedia / CC-BY-SA-2.0
Das Große Schloss Blankenburg dominiert die Altstadt des Ortes im Harz / Foto: Wikipedia / CC-BY-SA-2.0

Ein Deutscher Preis für Denkmalschutz geht 2014 nach Sachsen-Anhalt. Preisträger der höchsten Denkmalschutz-Auszeichnung ist der „Verein Rettung Schloss Blankenburg“ unter seinem Präsidenten Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel. Das teilt die Stadt Blankenburg mit.

Die Anlage nahe Wernigerode im Harz ist das größte noch erhaltene Welfen-Schloss. Sie ist aus mittelalterlichen Burgresten und Bauten aus der Renaissance hervorgegangen.

Man kann den Preis auch als ein Signal an den Welfen-Clan sehen: Der Urgroßvater des heutigen Welfenprinzen Ernst August von Hannover jr., der ebenfalls Ernst August von Hannover hieß, lebte bis zum Einmarsch der Roten Armee 1945 auf dem Großen Schloss der Harzstadt.

Das Inventar, das er dort zurückließ, kann nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsgesetz von den Erben zurückverlangt werden. Das gibt immer mal wieder Streit. Ein heißes Thema…
Denkmalschutzpreis für Schlossverein Blankenburg weiterlesen

Neues Leben für Schloss Heringen


Weißes Schmuckstück - Schloss Heringen heute. Foto: Wikipedia/GFHund
Weißes Schmuckstück – Schloss Heringen heute.
Foto: Wikipedia/GFHund/CC BY-SA 3.0

Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Wiederbelebung heruntergekommener Schlösser auf dem Gebiet der ehemaligen DDR: Schloss Heringen wird mit hohen öffentlichen Mitteln saniert.

„Es ist eines der ambitioniertesten Projekte in der Geschichte des Denkmalschutzes im Südharz“, schreibt die Thüringer Allgemeine.

Die mittelalterliche Burg der Grafen von Hohnstein war im 16. Jahrhundert aufwendig zu einem Renaissanceschloss umgebaut worden. Die Anlage besteht aus zwei nebeneinander stehenden Bauten, dem alten und dem neuen Schloss.

Am 3. September 1945 war die Zeit des Adels auf Schloss Heringen endgültig zu Ende: Die sowjetische Besatzungsmacht enteignete die Familie von Stolberg-Stolberg und übernahm das Schloss in Staatsbesitz.

Für viele Jahre unter der SED-Herrschaft zog eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ein. Das Schloss verfiel zusehends. Glücklicherweise gab es schon zu DDR-Zeiten (1984) erste Sanierungen unter der Regie des Bürgermeisters.

So sah Schloss Heringen 2005 aus, vor Beginn der Fassaden-Sanierung /Foto: Wikipedia/GFHund
So sah Schloss Heringen 2005 aus, vor Beginn der Fassaden-Sanierung /Foto: Wikipedia/GFHund/CC BY-SA 3.0

Mittlerweile ist Schloss Heringen optisch kaum wiederzurkennen. Aus dem bräunlichen Klotz der Honecker-Ära ist ein strahlend weißes Schmuckstück geworden. 2012 flossen 800.000 Euro an öffentlichen Mitteln in die Sanierung, 2013 sollen es noch 250.000 Euro sein. Bei den Arbeiten im 1155 erstmals erwähnten Gemäuer gab es einige Überraschungen, zum Beispiel die Entdeckung von Wandbildern in Parkettsaal und Südostturm. In den Turm wurde auch gleich ein Fahrstuhl eingebaut.

Nach Ende der Arbeiten soll sich im Schloss auf drei Etagen ein Heimatmuseum (mit nachgebautem „Tante-Emma-Laden) erstrecken. Nächstes Ereignis war die Eröffnung der Schlossbibliothek im April 2013.

Mehr zum Thema „Schloss Heringen erwacht wieder“ in einem Artikel der Thürniger Allgemeinen. Das „Kulturdenmal von nationaler Bedeutung“ verfügt auch über eine eigene Homepage unter der Adresse www.schloss-heringen.de