Schlagwort-Archiv: Sandstein

Burg Steinsberg: Achteckiger Bergfried wird saniert

Der Bergfried von Burg Steinsberg / Fotos: Burgerbe.de
Der Bergfried von Burg Steinsberg / Fotos: Burgerbe.de

Der Bergfried der Burg Steinsberg ist der einzige achteckige Bergfried nördlich der Alpen. Den einzigartigen Staufer-Bau zu sanieren dürfte 1,2 Millionen Euro kosten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 100.000 Euro.

Erschwert wird die seit Anfang 2017 laufende Sanierung durch den Baustoff: Empfindliche staufische Buckelquader aus Sandstein, deren Aussenseite im Lauf der Jahrhunderte porös geworden ist. Lädierte Steine müssen aufwendig neu modelliert werden.

Die Außenmauern der 1101 erstmals erwähnten Burg sind spiralförmig um die innere Burg angelegt.

Erst, wenn man drei Tore passiert hat, steht man vor dem Haupttor. Mauern und der 30 Meter hohe Bergfried sind bis heute erhalten und verleihen der Burg einen durchaus majestätischen Anblick.
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Welterbe Quedlinburg: Schlossberg muss saniert werden

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Panorama von Quedlinburg / Bild: Wikipedia/Thomas Wozniak/CC BY-SA 3.0

 

Quedlinburg: Dom und Schloss / Foto: Burgerbe.de
Quedlinburg: Dom und Schloss / Foto: Burgerbe.de

Nur eine handvoll größerer deutscher Städte hat den Bombenkrieg einigermaßen unbeschadet überstanden. Dazu zählen Bamberg, Görlitz – und Quedlinburg. Die Fachwerkstadt im Harz ist seit 1994 Weltkulturerbe und größtes Flächendenkmal in Deutschland.

Auf einem Felsen südlich des Marktes erheben sich Dom und Schloss. 1000 Jahre Geschichte haben hier ihre Spuren hinterlassen. Und die Aussicht von hier oben über die Dächer der Stadt ist auch phänomenal.

Quedlinburg – 922 erstmals urkundlich erwähnt – wurde im 10. Jahrhundert Königspfalz. Hier feierten die Ottonen das Osterfest. Der erste deutsche König Heinrich I. wurde 936 in einer Krypra unter dem heutigen Dom bestattet.

Um die Totenmessen abzuhalten, erfolgte die Gründung eines Damenstifts, der zu einem politischen und kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches wurde. Es bestand bis 1802.

Ziemlich geduldig, diese Damen.
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Indiens Rote Forts (2): Delhi Fort – Heimat des gestohlenen Kohinoor


delhi_fort1.jpgDen persischen Plünderern müssen die Augen übergegangen sein, als sie 1739 das erste Mal vor der funkelnden Preziose standen. Eingelassen in den Thron des Mogulkaisers in der mächtigen Festung Lal Quila („Rotes Fort“) in Alt-Delhi strahlte der Kohinoor.

Der „Berg des Lichts“, damals ein Stein von 186 Karat, war der berühmteste Diamant der Welt, um den sich schon rund 5000 Jahre lang Herrscher (und in der Sage) die Götter stritten.

Und den persischen Eroberern fiel er bei der Plünderung Delhis praktisch kampflos in die Hände.
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Indiens Rote Forts (1): Fort Agra – Das Taj Mahal im Blick

agrafort1.jpgGroßmogul Shah Jahan (1592-1666), der Erbauer des Taj Mahal ist schon eine tragische Figur.

Seinen großer Traum, ein gigantisches Doppelgrabmal an beiden Ufern des Yamuna zu errichten, konnte er sich nur zur Hälfte erfüllen.

Das weiße Taj Mahal, das den Staatshaushalt bereits ruiniert hatte, sollte noch ein Gegenstück aus schwarzem Marmor bekommen, von dem aber gerade die Fundamente gelegt wurden.

Dann stürzte Shah Jahans Sohn Aurangzeb den Vater und stellte ihn 1658 unter Hausarrest – im achteckigen Jasminturm des mächtigen Fort Agra, mit Blick auf das 2,5 Kilometer entfernte Taj Mahal, das Grabmal von Shah Jahans Frau Mumtaz Mahal. Qualvolle letzte Jahre für den einstigen Mogulkaiser.
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