Schlagwort-Archiv: Romantische Straße

Burg Harburg in Schwaben: Festsaal restauriert


Der Fürstenbau von Burg Harburg / Foto: Wikipedia / Mafi. B. / CC-BY-SA 3.0
Der Fürstenbau von Burg Harburg / Foto: Wikipedia / Mafi.B. / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: gemeinfrei

Ohne Stiftungsgelder geht’s nicht: Im März 2015 hat die Kulturstiftung Fürst zu Oettingen-Wallerstein auf Schloss Harburg (Landkreis Donau-Ries) den frisch renovierte Festsaal eingeweiht.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) meldet, dass sie 2010/2013 für die Instandsetzung 100.000 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Burg Harburg (heute auch Schloss Harburg genannt) kann auf 700 Jahre Geschichte zurückblicken.

Die Anlage mit mächtiger Wehrmauer, Türmen, Palas und diversen Wirtschaftsgebäuden ruht ziemlich malerisch auf einem Felsen hoch über der Stadt, der sie den Namen gab. Von hier aus ließen sich der Eingang zum Ries überwachen und reisenden Händlern Steuern abknöpfen.
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Festung Landsberg: Uli Hoeneß saß in historischem Gefängnis

„Festungshaft“ – das klingt nach Wasser und Brot und an kalte Zellenmauern geschmiedete Gefangene in klirrenden Ketten. Ist aber alles ein Missverständnis.

Davor braucht Uli Hoeneß in der Festung Landsberg am Lech jedenfalls keine Angst zu haben, wenn er seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung absitzt.

Die Festungshaft war nämlich in Preußen und Bayern eine Ehrenstrafe. Ein Arbeiter, der etwas anstellte, wurde zu ganz normalem Gefängnis verknackt: Mit Arbeitszwang und allen Schikanen. Einfache Soldaten, die etwas Gravierendes gegen ihre Pickelhauben-Vorgesetzten anstellten, mussten bis 1871 mit Festungsstrafe rechnen.

Das hieß: Einsitzen in engen Zellen der königlichen Festungen unter militärischer Aufsicht. Und schuften mit humorlosen Bewachern im Rücken.

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Festung Marienberg: In Würzburg scheiterten Bauern und Preußen

Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien"berg"
Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien“berg“

Die Festung Marienberg thront über Würzburg und erinnert an die weltliche Macht der Fürstbischöfe. Diese Macht hätten die Untertanen gerne beschnitten. Doch der aussichtsreichste Versuch städtischer Bürger, die Fürstbischöfe in die Schranken zu weisen, endete 1525 im kompletten Desaster.

Der Würzburger Stadtrat unter Bürgermeister Tilmann Riemenschneider hatte sich mit einem Heer aufständischer fränkischer Bauern verbündet. Bischof Konrad II. von Thüngen floh nach Heidelberg. Die Burgbesatzung hielt weiter zu ihm und verschanzte sich.

Doch selbst für den etwa 15.000 Mann starken Bauernhaufen erwies sich die mit knapp 400 Mann besetzte Festung „Unserfrauenberg“ als uneinnehmbar. Mehrere Versuche scheiterten. Die Burg wurde im Mai 1525 mehrfach von der Stadt aus beschossen.

Die Belagerten unter dem Ritter Sebastian von Rotenhan erwiderten das Feuer und errichteten vor den Mauern eine zusätzliche Palisadenbefestigung.
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