Schlagwort-Archiv: Renaissanceschloss

Schloss Nesselröden: Turm wird saniert

Schloss Nesselröden: Das Fachwerk am Turm wird saniert. Foto (und Foto oben): gemeinfrei
Schloss Nesselröden: Das Fachwerk am Turm wird saniert. Foto (und Foto oben): gemeinfrei

30.000 Euro steckt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in die Sanierung des Turms von Schloss Nesselröden. Das Schloss bildet mit seinen Nebengebäuden eine der bedeutendsten Renaissance-Schlossanlagen an der unteren Werra in Hessen.

Konkret wird die Instandsetzung des Turmfachwerks am Herrenhaus des Schlosses unterstützt.

Das Dorf Nesselröden gehört zu Herleshausen nahe der hessisch-thüringischen Grenze (früher sagte man „Zonenrandgebiet“ und sparte hier Steuern).

Das von einem Park und einer Gutsanlage umgebene Schloss prägt den Ort. Bauherren waren zwischen 1592 und 1594 die Treusch von Buttlar.
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Zauberschloss Schönfeld: Bauherr starb nach Folter

Das Wasserschloss Schönfeld / Foto: Wikipedia / Pallasathena / CC-BY-SA 3.0
Das Wasserschloss Schönfeld / Foto: Wikipedia / Pallasathena / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0

Was tun mit einem frisch sanierten Schloss in Sachsen, für das sich niemand interessiert? In Dresden kam man vor gut zehn Jahren auf die Idee, eines der wenigen erhaltenen Renaissanceschlösser des Landes zum Zauberschloss zu machen.

Seit 2005 ist der Zauberkünstler A.S. Schröter regelmäßig mit seinen magischen Shows vor Ort. Jungfrauen werden hier zersägt, Tauben verschwinden – und das Publikum wundert sich.

Hinter die Kulissen der Zauberei kann man im Zauberkunstmuseum im Schloss blicken. Dort werden Requisiten bekannter Zauberer ausgestellt; die Tricks werden natürlich nicht gleich verraten… Zauberergeheimnis halt.
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Brand auf Schloss Lindach: Sechs Verletzte


Schloss Lindach in Schwäbisch-Gmünd / Foto: Wikipedia / Dealerofsalvation / GFDL
Schloss Lindach in Schwäbisch-Gmünd / Foto: Wikipedia / Dealerofsalvation / GFDL

Schrecken in der Weihnachtsnacht: In der Nacht zum Ersten Weihnachtsfeiertag ist es zu einem Zimmerbrand auf dem zu Verkauf stehenden Renaissance-Schloss Lindach (Schwäbisch-Gmünd) gekommen. Sechs Menschen, darunter eine Schwangere, wurden durch Rauchgase leicht verletzt.

Der Schaden wird auf circa 20.000 Euro geschätzt. Das meldet die Polizei Aalen. Der Brand wurde um 2.20 Uhr gemeldet. Das Feuer war in einem Giebelzimmer des Schlosses ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich elf Menschen in dem Gebäude.

Ein Bewohner hatte das Feuer bemerkt und sofort brennendes Bettzeug aus dem Zimmer ins Freie geworfen. Von den elf Anwesenden konnten sich neun selbst in Sicherheit bringen. Zwei Personen wurden von der Feuerwehr aus dem Schloss gerettet.
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Wasserschloss Menzingen: Ruine seit April 1945


Das Schloss Menzingen nahe Karlsruhe galt als das Wasserschloss des Kraichgaus. Hier konnte man noch vor 80 Jahren genau sehen, wie ein Renaissanceschloss aussah, das auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg errichtet worden war.

Später haben die Herren von Mentzingen nur noch wenig daran herumgebaut, so dass die Architektur des 16. Jahrhunderts fast vollständig erhalten blieb.

Das änderte sich am 2. April 1945. US-Jagdbomber unterstützten den Vormarsch der amerikanischen und französischen Truppen im deutschen Südwesten. Ein eher unwichtiger Kriegsschauplatz. Dabei nahmen die Piloten im Vorfeld der Front alles aufs Korn, was ihnen irgendwie bedeutsam erschien. Schloss Menzingen lag für die Air Force wie auf dem Präsentierteller.
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Schloss Neuhaus: Deutschlands schönste Realschule

Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben
Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben

Wer mittags das Gelände von Schloss Neuhaus in Paderborn betritt, wird erstmal mit massiven Pubertätsproblemen konfrontiert. Horden von hormongesteuerten Teenies laufen herum und geben Kommentare ab wie: „Marcel hat mich überhaupt nicht beachtet, dabei hab ich eine Stunde lang nur ihn angesehen. Er wird mich nie lieben! Wääääähhhhh…!“

Ich fand es ja toll, dass so viele Schüler gleichzeitig einen Ausflug zu so einem bedeutenden Schloss machen und schaute mich nach den begleitenden Pädagogen um, in der Hoffnung, vielleicht einen kostenlosen Vortrag zur Schlossgeschichte zu erhaschen.

Aber kein Lehrer kam in Sicht. Typisch, kaum auf Reisen, schon verdrücken sich die beamteten Erzieher ins nächste Café und verprassen meine Steuern mit Kirschsahne.

Dann suchte ich eben nach der Schloss-Neuhaus-Museumskasse. Hier war ja mal die NRW-Landesgartenschau, es muss also irgendwo ein Kassenhäuschen geben. Allerdings zunächst erfolglos.
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