Schlagwort-Archive: Renaissance

Wewelsburg: Mit Sitzsäcken gegen Neonazis

Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan
Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan

Wie geht man mit einem Burgsaal um, in dem die SS ihre baulichen Spuren in Form einer schwarzen Sonne hinterlassen hat? Klar, dass das hakenkreuzähnliche Symbol im Boden des „Obergruppenführersaals“ Neonazis von Nah und Fern magisch zur Wewelsburg bei Paderborn zieht.

Da schreckt auch die davor liegende Zwangsarbeiter-Ausstellung nicht ab, die vom stramm rechten Nachwuchs aus ganz Europa am liebsten links liegen gelassen wird.
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Berliner Stadtschloss wird seit 2013 wieder aufgebaut


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Das Stadtschloss im späten 18. Jahrhundert. Bild aus Wikipedia, Urheberrecht abgelaufen / Foto oben: Burgerbe.de

Das Berliner Stadtschloss entsteht erneut, und zwar nach den stark historisierenden Plänen des Architekten Franco Stella (65). Der Italiener gewann den Architektur-Wettbewerb mit 15:0 Stimmen.

Der Palast der Republik ist schon lange verschwunden. Artikel dazu finden sich u.a. bei Welt Online (bei Springer ist man pflichtgemäß begeistert), Spiegel-Online (neutral) oder auch mit kritischen Stimmen: n-tv.

Drei der vier Fassaden sollen möglichst originalgetreu wieder aufgebaut werden. Auch die Kuppel kommt zurück. Das Innere wird jedoch nicht rekonstruiert. Der ganze Komnplex formiert als Humboldt-Forum. Er soll knapp vier Jahren dann die außereuropäischen Sammlungen Berlins sowie die Zentral- und Landesbibliothek beherbergen.

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Schloss Ettlingen: Die Witwe des Türkenlouis liebte es prächtig


Ettlingen: Proben für die Schlossfestspiele

Viele Städte sind mächtig stolz auf ihre Schloss- und Burgfestspiele. Das können sie auch sein, denn aus kleinen Laienspiel-Aufführungen sind mit den Jahren Groß-Events mit Profi-Schauspielern und zehntausenden Besuchern geworden, z.B. bei den Schlossfestspielen in Neersen.

Ich war nun am Wochenende im schönen badischen Ettlingen bei Karlsruhe, und da gibt es ein sehr schön restauriertes Markgräfliches Schloss (mit schmucker Barockfassade) und – erraten – Schlossfestspiele.

Auf dem Programm stehen das Musical „The scarlet Pimpernel“ und der bei Schlossfestivals, um die Kultur-Quote zu erfüllen, offenbar gänzlich unverzichtbare Shakespeare: In diesem Fall „Viel Lärm um nichts“. Was ich von den Proben im Schlosshof mitbekommen habe, klang schon recht viel versprechend.
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Schloss Montabaur: Ausgebaut vom bestechlichen Erzbischof

Schloss Montabaur: Heute ein Tagungshotel

Die A3 zwischen Köln und Frankfurt hat so einige prägnante Landmarken zu bieten. Etwa das Siebengebirge oder den Limburger Dom. Sicherlich hängen bleibt das Auge auch an Schloss Montabaur. Das erhebt sich unübersehbar auf einem Berg nicht weit vom grotesk überdimensionierten ICE-Bahnhof des Ortes*). Tagsüber sticht das Gebäude mit den schönen Kuppeln durch seine gelbe Farbe hervor. Nachts ist das an der Autobahnseite angestrahlte Schloss sogar noch auffälliger.

Das Schloss steht auf den Fundamenten der Burg Humbacense, die die Erzbischöfe von Trier hier schon im 10. Jahrhundert errichteten (erste Erwähnung 957). Die Burg hielt nicht lange. Bekannt ist, dass Erzbischof Dietrich von Wied die zerstörte Anlage 1217 wieder aufbauen ließ.
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Wasserburg Heldrungen: Bürgermeister blockierte Sanierung

Schloss Heldrungen

(Aktualisierung im  Mai 2013: Es gibt eine neue Entwicklung. Siehe „Wasserburg Heldrungen: Die Sanierung läuft. Der Nordflügel ist fertig„. Der folgende Text bezieht sich auf den – unschönen – Sachstand von 2008)

Sollten sich Kommunen an der – zugegebenermaßen – teuren Sanierung von Burgen beteiligen, auch wenn sie nicht deren Eigentümer sind? Diese Frage wird aktuell im thüringischen Heldrungen (Kyffhäuserkreis) heiß diskutiert.

Leider hat der Streit dazu geführt, dass die für sechs Millionen Euro geplante Sanierung der historisch bedeutsamen Wasserburg Heldrungen erstmal auf Eis liegt. Das berichtet der MDR auf seiner Internetseite.

Das Problem: Die Burg gehört dem Land Thüringen. Erpächter ist das Jugendherbergswerk, das dort eine Jugendherberge mit 52 Betten betreibt. Was die Verantwortung für die Erhaltung angeht, ist die Stadt somit rein rechtlich „fein raus“.
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