Schlagwort-Archiv: Rekonstruktion

3D-Modell zeigt Heidelberger Schloss vor der Zerstörung

Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)
Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)

Das Heidelberger Schloss hoch über dem Neckar ist wohl Deutschlands malerischte Ruine. Aber wie sah der herrschaftliche Bau vor der Sprengung durch französische Truppen im Jahr 1693 genau aus?

Davon künden heute nur noch einige alte Bilder – und eine ausgedehnte Ruinenlandschaft.

Der angehende Architektur-Professor Dr. Julian Hanschke vom Institut für Kunst- und Baugeschichte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat sich jetzt per Computer an eine dreidimensionale Rekonstruktion des Schlosskomplexes der mächtigen Pfalzgrafen bei Rhein gewagt.
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Schloss Kannawurf: Grabung nach Renaissance-Garten


Schloss Kannawurf im Landkreis Sömmerda / Foto: Wikipedia / Michael Sander / CC BY 3.0 DE
Schloss Kannawurf im Landkreis Sömmerda / Foto: Wikipedia / Michael Sander / CC BY 3.0 DE

Schlossherren der Renaissance und des Barock waren oft auch Gartenfreunde. Schließlich bringt großzügiger, symetrischer Schmuck aus Blumen, Wegen und Wasserläufen so ein prächtig-verspieltes Gebäude erst richtig zur Geltung.

Und wenn es gerade keine dringenden Regierungsgeschäfte zu erledigen gibt, kann man mit der Liebsten nach Herzenslust lustwandeln. Heute sind gelegentlich Archäologen solchen Gärten auf der Spur…

So ist das jetzt auch bei einer Grabung auf dem Gelände von Schloss Kannawurf in Thüringen, dessen Renaissance-Garten bis 2016 wieder erstehen soll. Dazu muss man aber erstmal wissen, wie er überhaupt ausgesehen hat.
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Aus Ruinen werden wieder Burgen: Der Computer macht’s möglich


Wenn man mitten in der Ruinenwüste einer ehemaligen Burg steht, ist es für den Laien praktisch unmöglich, sich vorzustellen, wie die Anlage zu ihren Hochzeiten ausgesehen hat. Das ist sehr schade. Bis zur Erfindung von Zeitreisen müssen wir uns mit Rekonstruktionen begnügen – sei es mit gezeichneten wie denen von Wolfgang Braun – oder mit Computermodellen. Und die werden dank immer besserer CAD-Software und leistungsstärkerer Prozessoren immer eindrucksvoller.
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Okayama Castle: Japans einst goldene Krähenburg


Okayama Castle
Okayama Castle

Viele Japaner finden deutsche Burgen faszinierend. Die rheinische Marksburg wurde, nachdem sich Kauf und Verschiffung als unmöglich erwiesen, in Nippon sogar nachgebaut. Diese Lust am alten Gemäuer könnte damit zu tun haben, dass in ihrem Mutterland nur wenige Burgen überdauert haben.

Das wiederum liegt an der bevorzugten japanischen Burgenbauweise: Fundament und Grundmauern aus Stein, der Rest aus Holz.

So entstehen natürlich auch stolze, repräsentative Landmarken – die sich nur dummerweise bereits beim kleinsten Brand in einen traurigen Haufen kokelndes Gebälk und Asche verwandeln können.
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Eine Holzburg wie im Mittelalter: Zu Besuch bei der Herner Motte


Motte Herne
Die Herner Motte

Als Höhepunkt der Ausstellung „Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen“ hat das LWL-Museum für Archäologie in Herne Geschichte begehbar gemacht. Auf einer Wiese neben dem Museum erhebt sich seit Ende März „die erste Motte des 21. Jahrhunderts“ (Eigenwerbung im Museums-Film*). Immerhin das mit Abstand ansehnlichste Gebäude im von 70er/80er-Jahre-Tristesse geprägten Kern der Revierstadt.

Wenn man die ersten vier Bereiche der ansehnlichen Ausstellung über den Mord am Kölner Erzbischof Engelbert durchlaufen hat (Minuspunkt: Dort herrscht leider fast überall Fotografierverbot), wartet die Besteigung der 25 Meter hohen Turmhügelburg.
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