Schlagwort-Archiv: Rechtsstreit

Schloss Burgk: Adels-Erben bekommen 712 Museumsstücke und 3,3 Millionen Euro


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Schloss Burgk an der Saale: Wehranlage mit Rotem Turm / Foto: Zacke82 / CC-BY-SA-3.0 / Foto oben: Wikipedia / Geisler Martin / CC-BY-SA-3.0

Die Feilscherei um die Museumsbestände von Schloss Burgk an der Saale hat ein Ende: Die Erbengemeinschaft „Fürst und Fürstin zu Stolberg-Roßla“ erhält etwa ein Viertel des Bestands des Schlossmuseums: 712 Stücke im Wert von 890.000 Euro.

Hinzu komme eine Zahlung des Landes und Landkreises in Höhe von 3,3 Millionen (siehe dazu meinen Artikel: „Räumen Adels-Nachfahren Schloss Burgk aus?„). Der Kreistag muss am 23. November noch seine Zustimmung geben.

Das hat der Landrat des Saale-Orla-Kreises bekannt gegeben.
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Schloss Osterstein (Gera): Bald ist alles geschlossen


Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0
Der erhaltene Bergfried von Schloss Osterstein / Foto: Wikipedia / Steffen Löwe / CC-BY-SA 3.0

Schloss Osterstein bei Gera war eine der vielen deutschen Mini-Residenzen, in denen Fürstenfamilien mit allem nur möglichen Prunk Hof hielten. Auf Osterstein regierte die jüngere Linie des Hauses Reuss. Vom Selbstbewußtsein her konnten die Thüringer es problemlos mit Kaiser und Papst aufnehmen.

Das Schicksal des einst prächtigen Schlosses und seiner Überreste stimmt – bis heute – wehmütig. Der Bergfried, einziger erhaltener Teil der zu DDR-Zeiten gesprengten Schlossruine, ist seit 2010 zugesperrt.

Das Biergarten-Restaurant Schloss Osterstein, das bislang wenigstens am Wochenende für Leben sorgte, schließt zum 30. November 2015. Der für die Buga 2007 eigens hergerichtete Schlossgarten ist nur noch von außen zu bewundern.
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Wieder Streit um Schloss Kossenblatt


Schloss Kossenblatt / Foto: Wikipedia / Clemensfranz / CC-BY-SA-3.0
Schloss Kossenblatt / Foto: Wikipedia / Clemensfranz / CC-BY-SA-3.0

Düstere Geschichten ranken sich um Schloss Kossenblatt südöstlich von Berlin, um das es auch heute mal wieder Streit gibt.

Theodor Fontane erzählt, der Schlossbesitzer Generalfeldmarschall Hans Albrecht von Barfus, ein massiger brandenburgisch-preußischer Haudegen der Türkenkriege, habe wegen seiner Kriegsverletzung nur sitzend schlafen konnte.

Doch seine fast 40 Jahre jüngere Frau Eleonore, eine geborene Gräfin Dönhoff, habe seinen Tod durch Beseitigung der Kissen beschleunigt. Die Gräfin war es, die den Bau des dreiflügeligen Schlosses 1705 bis 1712 schließlich fertigstellen ließ.

An ihrem Todestag soll sie der Sage nach das gesamte Mobiliar auf einem Scheiterhaufen im Schlosshof auftürmen und verbrennen lassen haben, damit es nicht ihrem Sohn in die Hände fiele.

Jahrzehnte später soll ein Barfus-Nachkomme bei einem Gewitter den Geist der Greisin im Rollstuhl auf dem Hof vor lodernden Flammen gesehen haben… (der alte Fontane liebte solche Geschichten)

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Süddeutsche Zeitung: Privatkrieg um Schloss Syburg

Das Wasserschloss Syburg / Foto: Wikipedia / AndreL-Fotoartist / CC-BY-SA 4.0
Das Wasserschloss Syburg / Foto: Wikipedia / AndreL-Fotoartist / CC-BY-SA 4.0

Heute steht mal eine lange Burgengeschichte in der Süddeutschen Zeitung – ein Thema fernab von Berliner Schlossbau-Kritik und Neuschwanstein-Schwärmerei. Doch, das gibt’s: Es geht um die alte Wasserburg Schloss Syburg, laut Zeitung  Schauplatz eines „wahnwitzigen Privatkriegs in der fränkischen Provinz“.

Und so ist die Lage: Der inzwischen hochbetagte Schlossherr, der die Anlage 1977 gekauft hat, liegt seit 1980 mit der Gemeinde Bergen in ständigen rechtlichen Auseinandersetzungen. Er wirft der Kommune vor „illegal unbehandelte und behandelte Abwässer“ in seinen Schlossweiher zu leiten.

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Umbau von Schloss Friedberg gestoppt: Rechtsstreit in Bayern

Das Wittelsbacher Schloss Friedberg / Foto: Wikipedia/Franzfoto
Das Wittelsbacher Schloss Friedberg / Foto: Wikipedia/Franzfoto/CC BY-SA 3.0

Der geplante Umbau des Wittelsbacher-Schlosses Friedberg zum „Bürgerschloss“ liegt auf Eis. Nach Klage eines Nachbarn hat das Verwaltungsgericht Augsburg die von der Stadt Friedberg an sich selbst erteilte Baugenehmigung für rechtswidrig erklärt. Ein herber Schlag für die örtliche Politik. Darüber berichtet die Augsburger Allgemeine.

Hintergrund ist ein Streit um die Intensität der künftigen Nutzung der Burg. Die Stadt plante, die Burg für 125.000 Euro vom Freistaat Bayern zu kaufen und für 20 Millionen Euro zu sanieren und umzubauen, um sie auch für Events nutzen zu können.
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