Schlagwort-Archive: Nordmänner

Burgenbau-Boom der Normannen in England


Normannische Zwingburg: Der White Tower in London / Foto: Burgerbe.de
Normannische Zwingburg: Der White Tower in London / Foto: Burgerbe.de

In den Jahren nach der Schlacht von Hastings 1066 standen die normannischen Eroberer Englands um ihren Herzog Wilhelm vor einer gewaltigen Aufgabe: Wie sollten sie mit circa 5000 Mann die zwei Millionen Angelsachsen dauerhaft beherrschen – und sich gegen Schotten, Waliser und beutehungrige Skandinavier halten?

Dem frisch zum König von England gekrönten Wilhelm war klar, egal wie viele Treueeide die soeben unterworfenen angelsächsischen Adeligen schworen: Er brauchte schnell ein Netz von befestigten Stützpunkten.

Daraufhin erlebte England einen regelrechten Burgenbau-Boom. In diesen Jahren entstanden in England etwa 500 Burgen. Foto oben: Dover Castle: erste Burg, die die Normannen einnahmen / Foto: Wikipedia/Jake Keup/CC-BY-SA 2.0.
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Schloss Schallaburg: Wikinger in Niederösterreich


Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Christian Jansky / CC-BY-SA 3.0
Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Christian Jansky / CC-BY-SA 3.0

Bild: Screenshot von der Schallaburg-Seite
Bild: Screenshot von der Schallaburg-Seite

Die Wikinger zogen plündernd von Russland, quer durch Europa bis Amerika. Doch ein Land haben sie auf ihrem Raubzug völlig übersehen: Österreich. Die Scharte sollte 2015 ausgewetzt werden, zumindest wissenstechnisch.

Auf Schloss Schallaburg in Niederösterreich wurde von März bs November 2015 „die bisher umfassendste Ausstellung über Wikinger in Österreich gezeigt“. Titel: „Wikinger!“.
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Wikinger auf Burg Olbrück im Brohltal


Wikinger-Gattinnen galten gemeinhin als ziemlich resolut. Auch Hägar der Schreckliche hat bekanntlich gehörigen Respekt vor Frau Helga. „Heidruns Mannen“ heißt den auch eine Nordmänner-Reenactment-Gruppe, die am ersten September-Wochenende auf Burg Olbrück (Brohltal, Rheinland-Pfalz) zu sehen waren.

Vor Ärger mit einer Küchengeräte schwingenden „Heidrun“ brauchte sich aber niemand zu fürchten: Die Hobby-Wikinger haben sich schlicht nach Odins Ziege benannt, die auf dem goldenen Dach von Walhalla wohnt und die Metversorgung der rauschebärtigen Kriegerhelden unterstützt…
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Frühe Burgen als Schutz vor den Nachbarn mit der Streitaxt

Die Axt von Mammen / Bild: Wikipedia/Stefan Bollmann / Foto oben: Bewaffnung eines fränkischen Fürsten der Merowingerzeit: Spatha, Sax, Franziska, Spangenhelm und Schildbuckel / gemeinfrei

Der Zusammenbruch des Römischen Reichs war eine ziemlich unangenehme Zeit. Plündernde Horden raub- und landgieriger Barbaren durchstreiften die verhältnismäßig wohlhabenden Gebiete Westeuropas, die Jahrhunderte lang unter der mehr oder weniger stabilen Pax Romana gelebt hatten.

Städte waren gezwungen, in Windeseile Mauern zu errichten und sich mit dem jeweiligen Warlord – suboptimale Tischmanieren hin oder her – zu arrangieren.

In Skandinavien sind in dieser Zeit (zwischen den Jahren 400 und 600) zwei Entwicklungen zu beobachten: Gehöfte auf Hügeln werden mit Steinwällen zu Ringwallanlagen befestigt und so zu frühmittelalterlichen Burg-Vorläufern – und die Streitaxt kommt in Mode.
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