Schlagwort-Archiv: Niederlande

Bunker am Strand: Das Atlantikwall-Museum in Hoek van Holland

Eine deutsche Flak 36 (acht-acht) vor dem Atlantikwall-Museum / Fotos; Burgerbe.de
Eine deutsche Flak 36 („Acht-Acht“) vor dem Atlantikwall-Museum / Fotos: Burgerbe.de

Am 10. Mai 1940 startete der deutsche Überfall auf die Niederlande – bereits am 15. kapitulierte Oberbefehlshaber General Henri Winkelman. Es folgten 4,5 Jahre deutschte Besatzung.

Eine der wichtigsten Maßnahmen der neuen Herren war die Sicherung ihrer Beute durch ein ausgetüfteltes System der Küstenverteidigung. Der „Atlantikwall“ reichte auch bis in die Nordsee.

Davon erzählt das Atlantikwallmuseum in einem ehemaligen Wehrmachtsbunker in Hoek van Holland, gut zu Fuß vom Badestrand aus zu erreichen.
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Schloss Drakensteyn: Ex-Königin Beatrix‘ neue Heimat

Modell von Schloss Drakensteyn / Foto: Wikipedia/SieBot
Modell von Schloss Drakensteyn / Foto: Wikipedia/SieBot/CC-BY-SA-3.0

Es wabert in der Yellowpress: Ex-Königin Beatrix, immer noch Prinzessin der Niederlande, räumt ihre Residenz, Palais Huis ten Bosch bei Den Haag.

Von dort zieht sich die 76-Jährige samt persönlicher Flagge, Bediensteten und was man als Royal sonst so braucht, auf ihren Alterssitz zurück: Schloss Drakensteyn (auch Drakenstein und Drakestein) „in den Wäldern bei Utrecht“. Das hat doch einen schönen Klang. Ob’s in den sicher sehr dichten holländischen Forsten noch Drachen hat?
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Bourtange: Sternfestung der aufständischen Holländer

Zugbrücke vor dem Haupttor der Festung Bourtange
Amsterdam? Nein, Bourtange. Die Zugbrücke vor dem Haupttor der Festung

Wenn Holländer eine Festung bauen, was überragt dann wohl die Mauern? Na klar, der evangelische Kirchturm und die unvermeidliche Windmühle. So ist es natürlich auch bei der sternförmig angelegten Vesting Bourtange, einer der erstaunlichsten Wehrbauten der Niederlande.

Die fünfzackige Befestigung mit ihrem komplizierten System an Wassergräben und Zugbrücken ist nämlich genau so erhalten (beziehungsweise rekonstruiert worden), wie sie um 1742 ausgesehen hat – und auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Wilhelm von Oranien plante auf Schloss Dillenburg

Der Wilhelmsturm über den Kasematten von Schloss Dillenburg (Foto: Meins / Bild oben: Wilhelm von Oranien in jungen Jahren / gemeinfrei)[/caption]
Der Wilhelmsturm über den Kasematten von Schloss Dillenburg (Foto: Meins / Bild oben: Wilhelm von Oranien in jungen Jahren / gemeinfrei)
[/caption]Dass die Vereinigten Provinzen der Niederlande gegen die übermächtigen Habsburger schließlich ihre Unabhängigkeit erkämpften, hat viel mit einem eher wortkargen Fürsten aus dem hessischen Dillenburg zu tun. Wilhelm von Oranien (1533-1584) kam im Dillenburger Schloss zur Welt.

Der elfjährige Wilhelm von Nassau-Dillenburg wurde durch den Kriegstod eines Onkels zu dessen Erben – und somit zu einem der reichsten Adeligen der Niederlande. Kaiser Karl V. holte ihn aus dem engen Dill-Tal an seinen Hof nach Brüssel, zwecks Indoktrinierung Erziehung.
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Kasteel Ammersoyen: Vom Pfarrer beim Würfeln gewonnen

Das Kasteel Ammersoyen
Das Kasteel Ammersoyen

Burgen waren nicht nur Verteidigungsbollwerke, sondern im Kriegs- und Krisenfall auch sicherer Fluchtpunkt der umliegenden Bevölkerung. Burg Ammersoyen (niederländische Provinz Gelderland) war dies im Mittelalter ebenso wie noch in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Bei einer katastrophalen Sturmflut öffnete der Besitzer, der Baron de Woëlmont, die Tore für seine Nachbarn. Hunderte drängten sich in den Sälen. Die Großzügigkeit des Barons war für die Adeligen seiner Zeit durchaus nicht typisch. König Wilhelm III., Urgroßvater von Königin Beatrix, kam anschließend jedenfalls persönlich auf die Burg, um sich zu bedanken.

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