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Graffitis kleiner Prinzen auf Schloss Rochlitz entdeckt


Ein prinzliches Graffiti / Screenshot: Facebook
Ein prinzliches Graffiti / Screenshot: Facebook

Bei der Restaurierung des (ziemlich beeindruckenden) sächsischen Schlosses Rochlitz sind Wandzeichnungen entdeckt worden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert haben Burgbewohner „Comics“ in den Putz dreier Fensternischen geritzt. Das meldet der Mitteldeutsche Rundfunk.

Zu sehen sind unter anderem die ziemlich ungelenke Zeichnung eines (nackten) Königs, eines Berittenen und von Kanonen. Im Schloss wurden zu dieser Zeit Prinzen der Wettiner unterwiesen.

Beim MDR ist man – vielleicht nach den Erfahrungen mit Prinz Harry? – überzeugt, dass nur junge Blaublüter für die Graffitis in Frage kommen. In diesem Fall wären  die Ritzereien ein deutschlandweit einmaliger historischer Unfug, der sich sicher bestens als Besuchermagnet vermarkten lässt.
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1,5 Millionen für die Schwarzküche von Burg Mildenstein

Burg Mildenstein / Fotos: Burgerbe.de
Burg Mildenstein / Fotos: Burgerbe.de

Der Freistaat Sachsen stellt in den kommenden zwei Jahren 1,5 Millionen Euro für die weitere Restaurierung von Burg Mildenstein zur Verfügung. In erster Linie soll die sogenannte Schwarzküche, die größte Küche der mittelsächsischen Burg, wieder erstehen. Das meldet die Sächische Zeitung.

Bei der Restaurierung war die Lage des alten Rauchabzugs zutage getreten. Die Feuerstelle soll nun wieder funktionsfähig gemacht werden – wenn der Brandsachverständige Grünes Licht gibt, könnte dort später auch wieder ritterlich gekocht werden. Im sogenannten Herrenhaus soll außerdem der inzwischen vierte Rittersaal der Burg entstehen, dominiert von einem offenen Kamin.
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Schloss Colditz: Kriegsgefangene bauten heimlich Segelflieger

Schloss Colditz diente im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere

Als US-Truppen am 16. April 1945 das Offizierslager Schloss Colditz befreien, zeigen ihnen die überglücklichen Insassen ihr größtes Geheimnis: Versteckt in einer schwer zugänglichen Dachkammer des „Oflag IV-C“ liegt der fertige Bausatz eines Segelflugzeugs aus Dielen, Regalbrettern und Bettbezügen mit einer Spannweite von stolzen 9,75 Metern und einem Gewicht von 109 Kilogramm.

Seit Januar 1944 hatten 64 Gefangene unter strikter Geheimhaltung daran gearbeitet, zuletzt vier Stunden täglich. Allein 40 von ihnen dienten als Aufpasser. Auf die Idee waren britische Offiziere gekommen.

Am Tag X hätten die Flüchtlinge den Gleiter auf dem Dach des Kirchenhauses zusammengesetzt. Ihr Plan sah vor, aus Tischen eine etwa 18 Meter lange Rollbahn zu improvisieren. Seine Startgeschwindigkeit von 50 km/h sollte der Segler durch eine Art Katapult bekommen, das mit Hilfe einer an Seilen hängenden, voll beladenen Metall-Badewanne in Gang gesetzt worden wäre.
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