Schlagwort-Archiv: Mosel Burgen

Burg Metternich an der Mosel – von den Franzosen enteignet

Staatskanzler Fürst Metternicht - zeitweise Burgenbesitzer an der Mosel / Bild: Wikipedia/gemeinfrei
Staatskanzler Fürst Metternich – zeitweise Burgenbesitzer an der Mosel / Bild: Wikipedia/gemeinfrei / Foto oben: Burg Metternich / Foto: Burgerbe.de

Während der österreichische Staatskanzler Klemens Wenzel Lothar von Metternich auf dem Wiener Kongress an der Nachkriegsordnung Europas feilte, dürfte er gelegentlich wehmütig an die Mosel gedacht – und sich dabei ordentlich über die Franzosen geärgert haben.

Über dem Moseldorf Beilstein hatte seine Familie 160 Jahre lang eine veritable Burg besessen. Ein großzügiger Bau (80 x 50 Meter groß), beste Aussicht und Lage, mildes Klima und gute Schiffsanbindung mit 25 Meter hohem Zwinger. Und dann die Nähe zu den örtlichen Winzern…
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Bundesstraße schneidet mitten durch Schloss Gondorf

Fahrt duch Schloss Gondorf auf der Bundesstraße 410 / Foto: Burgerbe.de
Fahrt duch Schloss Gondorf auf der Bundesstraße 410 / Foto: Burgerbe.de

Denkmäler sind immer mal wieder dem Straßenbau im Weg. Die alten Germanen scheinen ihre Gräber sogar gezielt an Standorten künftiger Autobahnen platziert haben (z.B. an der A71).

Gewöhnlich gewinnt beim Auftauchen von Hindernissen mit historischem Hintergrund der Weiterbau der Infrastruktur. Manchmal findet man aber auch einen Kompromiss.

An der Mosel steht ein eigenwilliges Beispiel: Das Schloss Gondorf, Stammburg der Familie von der Leyen, in Kobern-Gondorf. Die einzige Wasserburg des Mosellands stand 1971 genau auf der Route der geplanten Bundesstraße 416, die parallel zum Fluss laufen sollte.

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Bischöfliche Zwingburg am Moselufer: Die Alte Burg in Koblenz


Alte Burg Koblenz
Die Alte Burg am Koblenzer Moselufer

Manche Stadtarchive liegen wirklich traumhaft. Besonders gut hat es das Koblenzer Archiv getroffen. Das liegt im restaurierten Burghaus der Alten Burg der Stadt – mit Blick auf die Mosel, die hier auf den letzten hundert Metern ihres Laufs gemächlich-breit dem Rhein entgegenplätschert.

Die Moselfront des Gebäudes ruht auf Resten der sechs Meter hohen Stadtmauer aus dem 4. Jahrhundert. Sie schützte das römische Confluentes auch nach dem Fall des Limes. Ein römischer Rundturm wurde an dieser Stelle im 12. Jahrhundert als Baumaterial-Quelle für ein erstes romanisches Gebäude für die Ministerialen-Familie von der Arken genutzt.
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Burg Thurant, die Doppel-Veste der Erzbischöfe

Der Bergfried von Burg Thurant / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Wikipedia / Steffen Schmitz (Carschten) / CC-BY-SA 3.0
Der Bergfried von Burg Thurant / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Wikipedia / Steffen Schmitz (Carschten) / CC-BY-SA 3.0

Man kann bequem mit dem Auto hoch. Man kann aber auch unten in Alken parken und durch die Weinberge zu Burg Thurant kraxeln. So kriegt man zumindest mehr Moseltal-Landschaft mit.

Bauherr der ovalen Anlage war um das Jahr 1200 der Welfe Pfalzgraf Heinrich „der Lange“. Er benannte sie nach Burg Thuron im heutigen Libanon, die er im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte. 1214 vergab Kaiser Friedrich II. die Anlage als Reichslehen an die Wittelsbacher.

Das war ein Problem. Denn Ort und Burg lagen in den Territorien des Trierer Erzbischofs, die nicht weit entfernt an die seines Kölner Amtsbruders grenzten. Ergo beanspruchten auch beide geistliche Fürsten die Burg.
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