Schlagwort-Archiv: Marksburg

Die Marksburg am Korallenriff: Tropischer Nachbau in Japan

Die Marksburg in Japan...
Die Marksburg in Japan…

Was macht ein Land, das jährlich tausende Touristen auf teure Burgen-Touren nach Europa entlässt, aber selbst keine „europäischen“ Märchenschlösser hat?

Tja…

Wahrscheinlich wurden die Millionen Burgen-Fotos, die japanische Touristen jährlich ins Mutterland mitbringen, einigen von Nippons Unternehmen einfach zu viel. Und die findigen Trendsetter entschlossen sich, so eine Burg nach Japan zu holen. Ihr Blick fiel auf die Marksburg am Mittelrhein, bekanntlich seit Kaisers Zeiten Sitz (und im Besitz) der Deutschen Burgenvereinigung.

Die Marksburg am Korallenriff: Tropischer Nachbau in Japan weiterlesen

Die Marksburg: Den Rhein im Blick


Marksburg
Die Marksburg – von weitem zu sehen

Zu einer alten Burg gehört ein langer Schlüssel. Den hat die nette Burgführerin in der Gesäßtasche, und der Fünfjährige, der ununterbrochen von der Ritterwoche im Kindergarten brabbelt, darf auch mal aufschließen. Wenigstens dabei ist er ruhig.

Der Rundgang durch die 1231 erstmals erwähnte Anlage geht durch das Schartentor (erbaut um 1300), dessen Besonderheit auf den ersten Blick auffällt: Es wurde im Lauf der Zeit deutlich verkleinert. Das ursprüngliche, recht große Tor geht auf die Angewohnheit der adeligen Bewohner zurück, hoch zu Ross bis in den inneren Hof zu reiten. Aus dem Feld wurde dazu extra eine Pferde-Treppe geschlagen.

Marksburg Tor
Das Tor zur Marksburg

Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen erwiesen sich die Riesentore allerdings als, nunja,  Einfallstore für die Kanonenkugeln der Feinde und wurden schleunigst verkleinert. Nachteil: Die hochwohlgeborenen Herschaften mussten daraufhin beim Einreiten auf ihre Köpfe achten.

Das besagte Schartentor ziert auch noch eine Pechnase. Diese sieht zwar aus wie eine mittelalterliche Toilette, war aber eher zum Herunterschütten weit unangenehmerer Substanzen auf ungebetenen Besuch gedacht.

Die Burg ist nur im Rahmen einer solchen Tour zu besichtigen, was sich aber durchaus lohnt.

Die Marksburg ist übrigens die einzige nie zerstörte Höhenburg am Rhein. Allerdings hat der Zahn der Zeit gründlich an ihr genagt. Besonders interessant ist der Blick auf die Kleine und Große Galerie mit ihren Kanonen.

Die Marksburg: Den Rhein im Blick weiterlesen