Schlagwort-Archive: Lost Places

Château de la Mothe Chandeniers: Verfall nach Großbrand

Das Loiretal ist derart vollgestopft mit großen Chateaux und kleinen Adelssitzen, dass man Wochen brauchen würde, um sich alles anzusehen.

So kann es vorkommen, dass man zwischen den diversen Hauptsehenswürdigkeiten achtlos an architektonischen Schmuckstücken vorbeifährt.

So habe ich beim Herumfahren zwischen Tours, Chinon und Saumur eine der eindrucksvollsten „Lost-Places„-Ruinen des Tals übersehen, weil ich nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt: Das Chateau Mothe Chandeniers bei Les Trois-Moutiers.
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Honecker-Bunker 5001 in Wandlitz soll Museum werden

Die Betriebszentrale des Wandlitzer Bunkers / Foto: Wikipedia / BEG /  CC BY 3.0 DE
Die Betriebszentrale des Wandlitzer Bunkers / Foto: Wikipedia / BEG / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Wäre der Kalte Krieg ein heißer geworden: Für die DDR-Machtelite und ihre Familien wäre gesorgt gewesen. Unter dem „Funktionärs-Ghetto“ Wandlitz, wo die Minister dicht an dicht wohnten und die Gattinnen einander streng beäugten, lag ein riesiger, gut getarnter Regierungsbunker, das Objekt 5001 (Deckname „Perle“).

Der zwischen 1978 und 1983 im Landkreis Barnim gebaute, dreistöckige Bunkerkomplex ist mit 7500 Quadratmetern und 170 Räumen einer der größten und aufwendigsten Bunker der DDR. „Weltniveau“ hätten die Erbauer das wahrscheinlich genannt.

Er sollte im Kriegsfall als „Hauptführungsstelle des Nationalen Verteidigungsrates der DDR“ dienen und etwa 350 Personen Zuflucht bieten.

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Schloss Senden: Wie ein Münsterländer Wasserschloss verfällt


Schloss Senden in Senden im Kreis Coesfeld
Schloss Senden in der Gemeinde Senden im Kreis Coesfeld

Verlassene Schlösser, die noch im Verfall von der einstigen Pracht ihrer lange verflossenen fürstlichen Bewohner künden, erwartet man eigentlich eher auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Im geschichtsbewussten, wohlhabenden Münsterland sollte eigentlich kein Platz für verrammelte historische Säle, blinde Scheiben und vor sich hin rottende Bausubstanz aus der Feudalzeit sein.
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Lost Places: Alte Samtweberei in Krefeld

Alte Samtweberei: Hier ratterten einst die Texteilmaschinen
Alte Samtweberei: Hier ratterten einst die Textilmaschinen / Fotos: Burgerbe.de

Die Gegend ist, nunja, vielfältig: Arbeitslosigkeit, Trostlosigkeit, Perspektivlosigkeit sind im Krefelder Südwesten, dem sogenannten Seidenweberviertel, deutlich sichtbarer als im schicken Düsseldorf. Den Bürgersteig entlang schlurfende, brabbelnde Gestalten mit Bierflasche in der Hand sind ein alltägliches Bild. Gutes Geld mit Samt verdient hier niemand mehr.

Selbst für Krefelder Verhältnisse ist der Migrantenanteil hoch: Araber, Kurden, Türken der zweiten und dritten Einwanderergeneration und Russlanddeutsche haben sich oft in ganzen Familienverbänden in den Wohnungen der einstigen Textilfacharbeiter angesiedelt. Gleichzeitig wohnt hier auch noch deutsch-bürgerliche Klientel (man arrangiert sich, die Krefelder sind einiges gewohnt).
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Lost Places: Zwei Interessenten für Schloss Tannenfeld?


Schloss Tannenfeld / Foto: Wikipedia/Lucas Friese/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Schloss Tannenfeld / Foto: Wikipedia / Lucas Friese / Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0

Seit zehn Jahren sucht der Landkreis Altenburg nach einem Investor für das verfallende Schloss Tannenfeld, drei benachbarte Villen und einen 14,8 Hektar großen Park.

Nun sollen sich gleich zwei potentielle Käufer gemeldet haben, berichtet die Ostthüringer Zeitung. Der Landkreis mache aus der Sache bislang jedoch noch ein Geheimnis.

Der Kaufpreis für die einstige Psychiatrie-Fachklinik wäre ein Schnäppchen: Offenbar geht es um lediglich 270.000 Euro für die gesamte, denkmalgeschützte Anlage.

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