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Gustav Krupps abgeschottetes Alpenschloss Blühnbach

Schloss Blühnbach war jahrzehntelang im Besitz der Firma Krupp / Foto: Wikipedia / Thomas Cramer / CC BY 3.0 DE
Schloss Blühnbach war jahrzehntelang im Besitz der Firma Krupp / Foto: Wikipedia / Thomas Cramer / CC BY 3.0 DE / Luftbild: Wikipedia / Lplan / CC-BY-SA 4.0

Ein Großindustrieller ohne Schloss? Das war im deutschen Kaiserreich undenkbar. Stahlbaron August Thyssen residierte auf Schloss Landsberg bei Ratingen, und die Essener Krupp-Dynastie hatte ihre Villa Hügel.

Aber so ein echtes Schloss mit fürstlichem Charme ersetzte die Villa natürlich nicht. Da traf es sich gut, dass mitten im Ersten Weltkrieg Schloss Blühnbach in einem abgelegenen Alpental nahe Salzburg zum Verkauf stand – inklusive eines eingezäunten Jagdgebiets von 14.000 Hektar Wald in den Berchtesgadener Alpen. Ein Revier voller Hirsche.

Gustav Krupp und seine Frau Bertha kauften das Anwesen 1917, das von nun an eng mit der Krupp’schen Familiengeschichte verbunden sein sollte.
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Fort de Copacabana: Krupps Kanonen zielen auf Rio

Krupps Panzerkuppeln mit Blick auf Rio de Janeiro / Foto (und Foto oben): Burgerbe.de
Krupps Panzerkuppeln mit Blick auf Rio de Janeiro / Foto (und Foto oben): Burgerbe.de

Der kilometerlange Traumstrand der Copacabana freut seit jeher Touristen, Jogger und Taschendiebe. Für die brasilianischen Militärs sah der Küstenstreifen mit der direkt dahinter liegenden Metropole um 1900 eher wie eine Einladung an finstere Mächte aus, doch ohne große Umwege eine Invasion ins Herz des Landes zu starten.

Im mit allerlei größenwahnsinnigen Juntas gesegneten Südamerika war der Gedanke nicht ganz so paranoid, wie er zunächst klingt.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts dachten sich die schlauen Defensiv-Strategen, dass ein Fort vor der wichtigsten Stadt des Landes sicher nicht schaden kann (dessen Kanonen man notfalls auch Richtung Stadt drehen konnte…).

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Batterie Todt am Atlantikwall: Geschütze gegen England

Batterie Todt: Vorderseite des Geschützturms
Batterie Todt: Vorderseite des Geschützturms

Hätten die alliierten Invasionstruppen am D-Day 1944 an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals übergesetzt, würde man die erste Phase der Landung heute vermutlich die „Schlacht um die Batterie Todt“ nennen.

Die vier eingebunkerten 38 cm-Schiffsgeschütze der Batterie beherrschten seit Anfang 1942 die Engstelle des Kanals am Cap Gris Nez. Es war das gleiche Kaliber, das auch bei der Hauptbewaffnung des Schlachtschiffs Bismarck zum Einsatz kam.

Die anderen deutschen Batterien in der Region: Oldenburg, Prinz Heinrich, Großer Kürfürst und August, verfügten „nur“ über Kaliber bis 30,5 Zentimeter.
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