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Nosferatu-Drehort: Graf Orlok auf der Arwaburg


Thomas Hutter am Tor der Orlok-Burg / Screenshot Youtube
Thomas Hutter am Tor der Orlok-Burg / Screenshot Youtube / Bild oben: Wikipedia / Dave Teves / CC-BY-SA 4.0

Graf Orlok wohnt standesgemäß. Der glatzköpfige Klauenmann aus dem Horrorfilmklassiker Nosferatu (1922), Wegbereiter für ein ganzes Genre bis hin zu heutigen Blutsaugerschnulzen a la „True Blood“, haust auf einer gruseligen Burg.

Regisseur Friedrich-Wilhelm Murnau betrat bei den Dreharbeiten für den epochemachenden Stummfilm Neuland: Er ließ die verfallende Burgkulisse nicht bequem in Berlin nachbauen, sondern fuhr mit der gesamten Schauspielertruppe nach Dolný Kubín in die abgelegene westliche Tatra.

Das Filmteam mitsamt Orlok-Darsteller Max Schreck fand sich also im Sommer 1921 vor einer mehr als hundert Meter über dem Flüsschen Orava aufragenden Felsklippe wieder, gekrönt von der Arwaburg/Burg Orava. 800 Treppenstufen führen hinauf zu einer der schönsten Burgen der Slowakei. Heute kann man sie besichtigen.
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Im Kino: The Floating Castle – Festung der Samurai


Das Filmplakat zu "Floating Castle - Festung der Samuarai"
Das Filmplakat zu „The Floating Castle – Festung der Samuarai“

Filme mit Burgen: Das sind entweder Vampirfilme (erkennbar am Satz: „Igooooor, unsere ‚Gäste‘ sind da. Öffne das ToRRRRR! Hähähä…“ -„Jawooohl, Herr Graf“) oder bombastische Mittelalter-Epen wie „Königreich der Himmel“.

Ähnliches gibt es jetzt auch als Nippon-Version: „The Floating Castle – Festung der Samurai“ ist gerade für 11,99 Euro auf DVD erschienen (Link zu Amazon).
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Drehort: Schloss Vitzenburg wird Bibi-Blocksberg-Schloss

Bibi, Tina und die anderen Reiter kommen vor dem großen Rennen im Hof von Schloss Vitzenburg zusammen / Bild: Screenshot Youtube
Bibi, Tina und die anderen Reiter im Hof von Schloss Vitzenburg / Bild: Screenshot Youtube

Burgen als Filmkulisse: Das geht immer. Bis Ende August 2013 dreht Detlev Buck (Männerpension, Die Vermessung der Welt) gerade auf Schloss Vitzenburg an der Unstrut magische Mädchenfantasien – das Leben als ewiger rosafarbener Ponyhof:
Für 4,6 Millionen Euro entsteht der Hexenfilm „Bibi und Tina“ über die Abenteuer, die Hörspielkassettenhexe Bibi Blocksberg mit ihrer Freundin Tina erlebt.

Das Neorenaissanceschloss wird für die Bibi-Dreharbeiten zum „Schloss Falkenstein“. Pferde kommen natürlich auch vor, denn Tinas Mutter betreibt praktischerweise einen Reiterhof.
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Harry-Potter-Drehorte: Wo liegt Schloss Hogwarts?

Die große Halle des Christ Church Collegue in Oxford - Vorbild für die große Halle in Hogwarts / Foto: Wikipedia/chensiyuan
Die große Halle des Christ Church College in Oxford – Vorbild für die große Halle in Hogwarts / Foto: Wikipedia/chensiyuan CC-BY-SA-3.0 / Foto oben: Wikipedia / Karen Roe / CC-BY-SA 2.0
Die Harry-Potter-Filme zeigen viele Orte, die es auch in der realen Welt gibt, zum Beispiel den Glenfinnan-Viadukt in Schottland oder den Bahnhof King’s Cross in London. Letzterem fehlt nur das Gleis 9 3/4.

Aber wo liegt Schloss Hogwarts, die garantiert muggelfreie Schule für Zauberei und Hexerei?

Folgt man dem Weg des Hogwarts-Express von London nach Norden, vorbei am verspukten Schloss Edinburgh, wäre das neogotische Zauberschloss an einem der Lochs in den nordöstlichen Highlands zu verorten. Wie man hört in der Nähe der Stadt Drufftown.

Dummerweise gibt es in der Gegend kein passendes, von vielen Türmchen gesäumtes Gemäuer mit entsprechender, vielhundertjähriger Burgtradition, das als Filmkulisse dienen könnte.

Jedenfalls nicht im Schottland unserer Muggelwelt. Und auch nicht in Polen, obwohl man es auf einer schlesischen Burg bei einem großen Liverollenspiel nachempfinden kann.
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„Wirtshaus im Spessart“: Lilo Pulver auf Schloss Mespelbrunn



Schloss Mespelbrunn / Foto: Burgerbe.de
Schloss Mespelbrunn im Spessart / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: gemeinfrei

Lilo Pulver als kecke Franziska Comtesse von und zu Sandau hat sicherlich mehr für den Tourismus im Spessart getan als alle behördlichen Hochglanz-Broschüren und Werbefilmchen zusammen.

Nachdem die schweizer Schauspielerin im Kinostreifen „Das Wirtshaus im Spessart“ (1958) vor der malerischen Kulisse von Schloss Mespelbrunn Räuber und örtliches Militär genarrt hatte, schnellten die Besucherzahlen des abgelegenen Wasserschlosses nach oben.

Klar, dass bald mit „Das Spukschloss im Spessart“ (1960) eine Fortsetzung folgte. Dafür war Mespelbrunn allerdings nicht gespenstisch genug: gedreht wurde das „Grusical“ auf Schloss Oelber in Niedersachsen.

Heute, nach der X-ten Wiederholung liegt die Zahl der Besucher auf Schloss Mespelbrunn weiter bei etwa 90.000 bis 100.000 pro Jahr. Songs aus dem Film wurden beliebte Hits.

Bei mir ist Wolfgang Neuss‘ und Wolgang Müllers Duo „Ach könnte das schön sein“ als gelegentlicher Ohrwurm hängen geblieben.

Und die Erinnerung an die musikalische Räuberpistole wird durch die jährlichen Festspiele Mespelbrunn wachgehalten. Laienschauspieler führen im Sommer vor dem Schloss ihre eigene Version des Wirtschaftswunder-Kinokrachers auf. „Wirtshaus im Spessart“: Lilo Pulver auf Schloss Mespelbrunn weiterlesen