Schlagwort-Archiv: Katharer

Forteresse de Mornas an der Autoroute du Soleil

Chateau Mornas von der Autobahn aus gesehen / Fotos: Burgerbe.de
Chateau Mornas von der Autobahn aus gesehen / Fotos: Burgerbe.de
Oben die Festung, unten Häuser
Oben die Festung, unten Häuser

Wer auf der „Autoroute du Soleil“ das Rhonetal entlang Richtung Mittelmeer fährt, bekommt einiges zu sehen. Kurz vor der Amphitheater-Stadt Orange bleibt die Blick quasi automatisch an einer imposanten Bergfestung kleben, die aus einem Kalksteingebirge herausgewachsen zu sein scheint. Ein Schild an der Strecke verrät: Forteresse de Mornas.

Der strategische Wert einer 137 Meter hoch gelegenen Festung mit Blick auf Rhône und Uferstraße ist logisch. Schon die Römer siedelten in der Gegend. Im Mittelalter wurde der Felsen wohl im 12. Jahrhundert befestigt.
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Chateau Quéribus: Letzte Zuflucht der Katharer in den Pyrenäen



Die Katharer waren hartnäckig. Obwohl beim Albigenser-Kreuzzug ihr Machtzentrum Carcassonne 1209 in die Hände der Katholiken gefallen war, krallten sich die „Ketzer“ in mehreren scheinbar uneinnehmbaren Felsenburgen der Pyrenäen fest. Der letzte größere Stützpunkt, der fiel, war 1255 Burg Quéribus (Bild oben).

Erstmals 1020 in einem Testament erwähnt, war die von einem dreifachen Mauergürtel geschützte Burg in den ersten Jahrhunderten Grenzfeste Aragons gegen das französische Languedoc.

Erst 1239 verkaufte Aragon die von Katharern besetzte Feste an Frankreichs König Ludwig IX. Sollten sich doch die Franzosen mit den verbarrikadierten Ketzern herumärgern…
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Burg Carcassonne: Man rechnete immer mit Verrat

Die restaurierte Burg von Carcassonne. Rechts neben dem Tor steht der so genannte Obergaden-Turm
Die restaurierte Burg von Carcassonne. Rechts neben dem Tor steht der so genannte Obergaden-Turm

Vor der Völkerwanderung hatte man nicht mal im beschaulichen Südwestfrankreich seine Ruhe. Davon zeugen heute noch hektisch errichtete römische Mauern und Türme in Carcassonne (wundervoll restauriertes Weltkulturerbe und Must-See für Freunde historischer Burgen, die auch gern gut essen).

30 bis 40 Jahre vor der Zeitenwende gründeten die Römer die Handelsstadt auf einer Anhöhe am Flüsschen Aude als Colonia Julia Carcaso. Zunächst blieb sie gänzlich ohne Mauern, die Macht des Imperium Romanum wirkte abschreckend genug.

Als im dritten Jahrhundert nach Christus Vorboten der Völkerwanderung in Form von Barbarenhorden auch durchs Vorland der Pyrenäen zogen, musste schnell eine Stadtbefestigung her. In Carcassonne wurden sie um das Jahr 200 hochgezogen.

Die Römer bauten trotz der Eile so dauerhaft, dass ihre Türme, Tore und die Ringmauer die Grundlage der mittelalterlichen Befestigungen bildeten und zum Teil heute noch zu sehen sind.
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Katharer-Burgen in den Pyrenäen: Die steinernen „Söhne von Carcassonne“


Queribus bot den letzten Katharern Schutz / Foto: Burgerbe
Queribus bot den letzten Katharern Schutz / Foto: Burgerbe

Auf Burg Peyrepertuse

Burgen, die wie Vogelnester an steilen Felswänden kleben – Festungen, in die sich verfolgte Katharer flüchteten, während die gepanzerten Belagerer am Hang mit Kennermiene das Holz für die Scheiterhaufen zusammensuchten – die Überreste dieser Gemäuer wollte ich mir mal aus der Nähe ansehen. Glücklicherweise bietet der Billigflieger Ryanair fast täglich Flüge nach Carcassonne an. Allerdings starten diese erst ab dem Flughafen Charleroi („Brüssel-Sud“) in Belgien.

Also erstmal ca. 215 Kilometer hingefahren, Auto ins Parkhaus gestellt (15 Eur/Tag) und rein in den Flieger, wo jeder Service extra kostet. Naja. Pension und Mietwagen hatte ich von Deutschland aus reserviert. Netterweise wartete am Flughafen in Carcassonne bereits der Zubringerbus in die nahe Innenstadt (5 Eur, ca. 15 Minuten). Das klappte also schonmal gut.
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Katharer-Burgen des Languedoc bei YouTube


Hin und wieder lohnt auch die Burgensuche bei YouTube. Hier habe ich gerade ein sechs-Minuten-Video (eigentlich eine Fotostrecke) von Arne Kusserow gefunden. Es zeigt Burgen im Languedoc, im Südwesten Frankreichs, rund um Carcassonne mit seinem wiederaufgebauten doppelten Mauerring.

Auch der sagenumwobene Montsegur, die letzte Zuflucht der verfolgten Katharer, ist zu sehen. Die sehr gut passende Musik stammt von Christian Salés. Die Fotos sind aus dem Sommer 2007.

(Sorry: Das hier ursprünglich verlinkte Video ist leider aus Youtube verschwunden. Als Ersatz kommt hier die Doku „Geheimnisvolles Okzitanien – Eine Zeitreise durch das Land der Katharer“)

Mittlerweile war ich übrigens auch da. Siehe Spurensuche im Land der Katharer.