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Festung La Rochelle: Die Klippenspringer vom Hafenturm




 La Rochelle: Das Hafenportal aus den Türmen Tour de la Chaine und Tour St.-Nicolas / Foto: Wikipedia / Jochen Jahnke / CC BY 3.0 DE
Einstige Festung La Rochelle: Das Hafenportal aus den Türmen Tour de la Chaine (links) und Tour St.-Nicolas / Foto: Wikipedia / Jochen Jahnke / CC BY 3.0

Zwei alte Festungstürme sichern die Hafeneinfahrt von La Rochelle an der Atlantikküste: Der Tour St.-Nicolas und der Tour de la Chaine. Beide aus dem 14. Jahrhundert.

Wie der Name des Letzteren schon verrät, konnte im Spätmittelalter eine schwere Eisenkette zwischen den Türmen gespannt werden, was jedes Segelschiff an der Rein- oder Rausfahrt hinderte und sicher manche böse Überraschung verhindert hat…

Heute geht es nicht mehr so kriegerisch zu. Spektakuläre Bilder liefern eher die Klippenspringer-Meisterschaften, die hier 2011 und 2013 vor zehntausenden Zuschauern ausgetragen wurden. Die Sprungbrett-Akrobaten stürzten sich aus 27 Meter Höhe vom Tour St. Nicolas mit wirbelnden Salti und Schrauben ins dunkelgrüne Wasser des Hafenbeckens.
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Die drei Musketiere: Drehorte in Bayerns Burgenland

Die drei Musketiere in einem mittelalterlichen Innenhof. Er gehört zur Alten Hofhaltung Bamberg / Foto: Screenshot Youtube
Die drei Musketiere in einem mittelalterlichen Innenhof. Er gehört zur Alten Hofhaltung Bamberg /  Screenshot Youtube

Zu einem zünftigen Mantel- und Degenfilm gehören auch die richtigen Kulissen: Am besten trutzige Mittelalter-Burgen und Rokoko-Schlösser mit Versailles-Charme. „Die Drei Musketiere“ (2011) mit Orlando Bloom bestätigen diese Regel natürlich. Das Filmchen wurde unlängst auf Pro7 wiederholt.

Der in Bayern gedrehte Streifen sollte die logistisch bislang aufwendigste Produktion im Freistaat werden.

Gefilmt wurde vor allem da, wo Bayern noch Burgenland ist: In Franken (Raum Bamberg, Würzburg) und an der tschechischen Grenze in Burghausen. 2500 Komparsen durften mitmachen. Die vierfache Menge hatte sich allerdings beworden.

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Chateau de Pierrefonds – Vorbild fürs Disneyworld-Castle

Chateau de Pierrefonds: Ganz schön repräsentativ / Fotos: Burgerbe.de
Chateau de Pierrefonds: Ganz schön repräsentativ / Fotos: Burgerbe.de

Auch Napoleon war ein Burgenliebhaber. Zumindest hatte Bonaparte ein Herz für Ruinen (er hat ja in seiner langen Laufbahn selbst genug davon produziert).

Jedenfalls kaufte der Korse 1810 die traurigen Überreste des einstigen Chateau de Pierrefonds bei Compiègne. Ein Schnäppchen, seine kaiserliche Majestät mussten weniger als 3000 Franc hinblättern.

Was der Eroberer auch immer mit seiner Erwerbung anstellen wollte, der missglückte Russland-Einmarsch und Waterloo kamen dazwischen. Für die Entstehung der Vorzeigeburg, die Touristen heute sehen, war dann auch sein Neffe verantwortlich.

Eine durch die Familie Nivelon errichtete Burg gab es auf dem Hügel bereits im 12. Jahrhundert. Ludwig, Herzog von Orleans, ließ die Anlage 1393 bis zu seinem unfreiwilligen Tod 1407 repräsentativ und wehrhaft ausbauen.
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