Schlagwort-Archive: Kanonen

Schloss Neuenburg: Polizei sucht Kanonendiebe


Screenshot von der Seite der Mitteldeutschen Zeitung

Der Altmetallklau macht auch vor historischen Burganlagen nicht halt. In der Nacht zum vergangenen Montag haben Unbekannte eine Kanone vor Schloss Neuenburg bei Freyburg (im Süden von Sachsen-Anhalt) gestohlen. Das meldet die Mitteldeutsche Zeitung.

Das gusseiserne Rohr stammte noch aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg und war mit einem Stahlträgern verdübelt – es befand sich schon seit 30 Jahren an seinem Standort vor dem Westtor des Schlosses.

Die Kriminellen müssen also mit schwerem Gerät vorgegangen sein, um das Rohr überhaupt von seiner Verankerung trennen zu können. Das Schloss verliert damit ein beliebtes Foto-Motiv. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Diebstahl bei den Altmetallhändler der Region herumspricht – und sie die Diebe den Behörden melden, wenn sie versuchen sollten, das Rohr zu Geld zu machen. Der Direktor des Burgmuseums ist jetzt jedenfalls zu Recht ziemlich sauer.
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Burg Eisenhardt: Kanonentürme schützten Sachsens Grenze

Eine Burg ohne Kanonen sah bereits im späten 15. Jahrhundert ziemlich alt aus. Aber wohin mit der Artillerie? Wehrgänge und Dächer erwiesen sich da als ziemlich unpraktisch. Also ging man zum Bau von Batterien und Kanonentürmen über. Besonders

gut kann man diese Bauweise an Burg Eisenhardt im Fläming sehen, einem „einzigartigen Symbol früher sächsischer Festungsbaukunst“ (Thomas Schmöhl*)

Der Bergrücken bei Belzig war wohl schon im 5. Jahrhundert vor Christus befestigt. 997 verlieh Kaiser Otto III. das „burgwardium belizi“ dem Erzstift Magdeburg.

Die Burggrafen waren streitbare Herren. Baderich I. mischte 1157 bei der Eroberung Brandenburg von den Slawen mit. Sein Sohn mit der Nummer II. kämpfte als Kreuzfahrer im Heiligen Land. Er überlebte und schenkte 1243 einem Kloster allerlei Reliquien aus Palästina.
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250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld: Pulverdampf-Spektakel an der Dorenburg


Wenn so ein preußisches Linienregiment feuert, kracht es höllisch. Das ist aber noch gar nichts gegen die Artillerie. Der Schalldruck der Kanonen sorgt bei den Zuschauern noch in 30 Meter Entfernung für Klingeln in den Ohren. Zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld (ich hatte sie mal in einem Beitrag über Burg Linn erwähnt) kamen Darsteller diverser Regimenter ins Freilichtmuseum Dorenburg an der gleichnamigen Wasserburg bei Grefrath zu Heerlager und Manöver.
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Schloss Wittenberg: Kanonen auf Luthers Kirchturm

Der Turm der Schlosskirche überragt Wittenberg / Fotos: Burgerbe.de
Der Turm der Schlosskirche überragt Wittenberg / Fotos: Burgerbe.de

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“, textete Martin Luther 1527. Die erste Zeile dieser kraftvollen „Marseillaise der Reformation“ (O-Ton Heinrich Heine) prangt heute in mannshohen Lettern am 88 Meter hohen Turm der Wittenberger Schlosskirche.

Ursprünglich stand hier eine 1187 erstmals erwähnte Burganlage. Sie bestand allerdings nicht allzu lange. Sachsens erster Kurfürst Rudolf I. ließ hier bereits 1340 ein Schloss errichten.

Aber auch dieses genügte den gehobenen Ansprüchen der mächtigen (und durch den Erzabbau äußerst wohlhabenden) Kurfürsten bald nicht mehr.
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Rocroi: Der Festungsstern der Champagne


Festungswerke mit dicken Mauern gehörten im Zeitalter der Industrialisierung der Vergangenheit an. Für die Verteidigung gegen weit reichende, im hohen Bogen schießende Artillerie erwiesen sie sich als sinnlos. Außerdem raubten sie am Rand der Städte reichlich Land und schnürten die expandierenden Kommunen mit ihren Ringen aus spitz zulaufenden Bastionen regelrecht ein.
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