Schlagwort-Archiv: Kaiser Wilhelm II.

Wer will Banker-Schloss Waldthausen kaufen?

Schloss Waldthausen in Budenheim soll verkauft werden, hier die Gartenseite / Foto: Rudolf Stricker / Foto oben: Wikipedia / Camrade obscura / CC-BY-SA 3.0
Schloss Waldthausen in Budenheim soll verkauft werden, hier die Gartenseite / Foto: Rudolf Stricker / Foto oben: Wikipedia / Camrade obscura / CC-BY-SA 3.0

Die Zeiten, als Banken und Sparkassen dem Banker-Nachwuchs auf Schlössern den letzten Schliff gaben, neigen sich dem Ende zu. Nun steht auch Schloss Waldthausen nahe Mainz zum Verkauf.

Hier logiert die Akademie des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz. Zum 1. Januar 2020 soll mit dem luxuriösen Lernambiente nun Schluss sein.

Das meldet die Allgemeine Zeitung. Der Sparkassenverband hatte das Schloss 1982 in Erbpacht von der Stadt Mainz erworben und es für seine Zwecke saniert und umgebaut. Mainz hatte dort eigentlich ein Freizeitzentrum einrichten wollen.
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Neues Palais: Die Kaiserdämmerung Wilhelms II.

Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein
© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Wikipedia / The weaver / CC-BY-SA 3.0 (Montage Kaiser Wilhelm von mir)

Am 29. Oktober 1918 hielt Kaiser Wilhelm II. die Fassade ein letztes Mal aufrecht. Im Apollosaal des Neuen Palais in Potsdam aß er mit Kaiserin Auguste und Sohn Prinz Oskar. Natürlich mit edlem Besteck von feinstem Porzellan und ohne jeglich Gedanken an die Rationierung.

Einen gesunden Appetit dürften Majestät nicht gehabt haben: Die Nachrichten von den Fronten waren niederschmetternd, in Wilhelmshafen rüstet die Flotte zur letzten Schlacht, und die Franzosen forderten ein Ende der Monarchie als Voraussetzung für einen Waffenstillstand.

In Kürze würde er Deutschland endgültig verlassen, um zunächst ins belgische Spa zu reisen, zum Großen Hauptquartier der Armee.

Im Neuen Palais kann man sich hundert Jahre nach den Ereignissen in der Ausstellung „Kaiserdämmerung“ in die turbulenten Tage der untergehenden Monarchie und der ausbrechenden Revolution zurückversetzen.
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„Kaisersturz“ – ZDF dreht Doku über Abgang von Kaiser Wilhelm II.

Auch im Neuen Palais Potsdam wurde für "Kaisersturz" gedreht / Foto: Wikipedia / Manfred Heyde / CC-BY-SA 3.7 / Foto oben: Das Kaiserpaar bei in der ZDF-Doku / Foto: obs/ZDF/Christoph Assmann
Auch im Neuen Palais Potsdam wurde für „Kaisersturz“ gedreht / Foto: Wikipedia / Manfred Heyde / CC-BY-SA 3.7 / Foto oben: Das Kaiserpaar bei in der ZDF-Doku / Foto: obs/ZDF/Christoph Assmann

Die deutsche Revolution im Herbst 1918 und die Flucht von Kaiser Wilhelm II. jähren sich 2018 zum 100. Mal. Grund genug für das ZDF dieser Umbruchzeit und dem glanzvollen Leben des letzten deutschen Kaisers ein 1,5-stündiges Doku-Drama zu widmen. Titel: „Kaisersturz“.

Gedreht wird bis Ende Oktober an Originalschauplätzen, sofern sie noch existieren. Etwa im neuen Palais in Potsdam oder auf Schloss Wilhelmshöhe in Kassel. Wann der Kaiser-Film gezeigt wird, steht noch nicht fest.

Die kaiserliche Hauptrolle spielt Sylvester Groth (bekannt als Kommissar Jochen Drexler aus „Polizeiruf 110″-Folgen der Jahre 2013 bis 2015).
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Schloss Charlottenburg: Preußen-Prinzessinnen in Uniform


Postkarte "Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg", Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise / gemeinfrei
Postkarte „Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg“, Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise von Preußen / gemeinfrei

Auf Schloss Charlottenburg ging heute die Ausstellung „FRAUENSACHE. Wie Brandenburg Preußen wurde“ der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zuende. Damit erinnerte die Stiftung an die Herrschaftsübernahme durch die Hohenzollern in Brandenburg vor 600 Jahren.

Im Mittelpunkt stand der Anteil der weiblichen Mitglieder der Dynastie in Kultur, Politik und Gesellschaft im Kurfürstentum, im preußischen Staat und im Kaiserreich.

Zu den Aufgaben der Prinzessinnen, Königinnen und Kaiserinnen gehörte auch, hohe militärische Posten zu bekleiden.

In der Berliner Ausstellung wurde dieser Aspekt unter anderem durch die Präsentation der aufwändig gefertigten Uniform von Victoria Luise (1892–1980), Tochter von Kaiser Wilhelm II., thematisiert.
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Schloss Plön: Fielmann statt Kaiser-Söhne


Majestätisch: Schloss Plön  Foto: Wikipedia / Holger Ellgaard / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Bunte Nordlichter  CC-BY-SA 2.0
Majestätisch: Schloss Plön Foto: Wikipedia / Holger Ellgaard / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Bunte Nordlichter CC-BY-SA 2.0

1632, mitten im Dreißigjährigen Krieg, startete der Herzog des gerade durch Erbteilung neu entstandenen Mini-Landes Schleswig-Holstein-Plön ein ambitioniertes Bauprojekt.

Da sein Territorium keinen richtigen Herrschaftssitz hatte und er dringend seine Brüder in deren Handtuchgroßen Staaten beeindrucken wollte, zog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Plön am Plöner See ein riesiges Schloss hoch.
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