Schlagwort-Archiv: Käfer

Schloss Rosenstein: Angst vor dem Museumskäfer

Ein Museumskäfer ("Anthrenus museorum") / gemeinfrei
Ein Museumskäfer („Anthrenus museorum“) / gemeinfrei

Schlechte Nachrichten von Schloss Rosenstein in Stuttgart: Dort soll nämlich der gefräßige Museumskäfer sein Unwesen treiben und reihenweise Exponate anknabbern.

Museumskäfer…!?

Was soll das bitteschön sein?

Der Name deutete für mich zunächst auf eine besonders kulturaffine Unterart der bekannten Steinlaus („Petrophaga lorioti“) hin, die besonders gern am 1. April durch die Gazetten geistert (und sicher liebend gern die Elogen der Edelfedern im Feuilleton leise rülpsend zu Biokompost verarbeiten würde).

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Holzkäfer im Parkett von Jagdschloss Falkenlust


Schloss Falkenlust: Welterbestätte in Brühl / Foto: Stefan Didam / CC BY 3.0 DE
Schloss Falkenlust: Welterbestätte mit Dachterrasse in Brühl  Foto: Wikipedia / Stefan Didam / CC BY 3.0 DE

Altes und schön trockenes Holz ist für so manchen Käfer eine Delikatesse. Dummerweise wimmelt es in Burgen und Schlössern nur so von alten Dielen-Fußböden und dicken Stützbalken. Gerade berichtet die Rhein-Erft Rundschau, dass Restauratoren im Parkett eines Schlafzimmers der Welterbestätte Jagdschloss Falkenlust Löcher entdeckt haben, die vom gescheckten Nagekäfer stammen.

Eine Horror-Nachricht für Denkmalpfleger: Der fünf bis sieben Millimeter lange Schädling ist nicht direkt auf das Holz scharf, sondern ernährt sich von einem Pilz, der sich in altem Holz bildet. Dabei knabbert er sich allerdings mit ebenso großem Appetit durch die Bretter wie Käfer, die sich eben auf Holz spezialisiert haben… und hinterlässt eine regelrechte Tunnellandschaft.

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Verpackte Burg Bischofstein: Hausbock ist ausgeräuchert


Burg Bischofstein: Der obere Burghof
Burg Bischofstein: Der obere Burghof

Burg Bischofstein sah während der Sommermonate 2013 aus wie ein Kunstprojekt von Christo: Plastikplanen schlossen die Gebäude luftdicht ein. Drinnen herrschten wochenlang Backofen-Temperaturen.

All das passierte, um den Hausbock-Käfer und seine gefräßigen Larven zu bekämpfen, die es sich in den dicken, alten Holzbalken allzu gemütlich gemacht hatten und seit Jahren an der organischen Substanz der Burg knabberten.

Jetzt meldet der Besitzer der Burg, der Förderverein des Krefelder Fichte-Gymnasiums: Die 430.000 Euro teure Aktion war erfolgreich – Der Holzbock ist besiegt! Der Schädlingsbefall wurde per Heißluft-Einsatz beseitigt.

Als Zeichen der Verbundenheit zwischen Krefeld und den beteiligten Mosel-Kommunen soll nun wird künftig auf dem Bergfried der Burg eine Fahne wehen, mit den Wappen von Münstermaifeld, Hatzenport, Burgen und eben Krefeld.
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Gemeinsam für Burg Bischofstein

Burg Bischofstein an der Mosel
Burg Bischofstein an der Mosel

Generationen von Schülern des Krefelder Fichte-Gymnasiums durften sich schon als Burgherren fühlen. Seit 1954 gehört dem Förderverein der Schule die Burg Bischofstein an der Mosel. Die Krefelder betreiben dort ein Schullandheim (mit 44 Betten in sieben Zimmern).

Ehemalige haben ehrenamtlich tausende Arbeitsstunden in den Erhalt des Gemäuers aus dem 13. Jahrhundert gesteckt und emsig Spenden gesammelt. Doch nun wartet eine Aufgabe, die Förder- und Ehemaligenverein nicht allein bewältigen können: In den alten Balken nistet der Hausbock-Käfer. Zu seiner Bekämpfung sind 430.000 Euro nötig.

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