Schlagwort-Archiv: Jubiläum

Das Mops-Denkmal von Schloss Winnental

Ziel der Mops-Reise: Schloss Winnental in Winnenden / Foto: Wikipedia / Alexander Stein / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Mops-Denkmal / © 2017 Stuttgart-Marketing GmbH
Ziel der Mops-Reise: Schloss Winnental in Winnenden / Foto: Wikipedia / Alexander Stein / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Mops-Denkmal / © 2017 Stuttgart-Marketing GmbH

Im Sommer 1717 belagerten kaiserliche Truppen unter den Prinzen Eugen Belgrad, das man dem osmanischen Reich unbedingt entreissen wollte. Mit dabei im „Türkenkrieg“: Herzog Karl Alexander von Württemberg als Feldmarschall und sein treuer Begleiter, ein Mops.

Dummerweise sahen sich die Kaiserlichen nicht nur den Truppen in Belgrad, sondern auch einer osmanischen Entsatzarmee gegenüber. Höhepunkt der Kämpfe war ein Nachtangriff auf Belgrad.

Der führte zu einem ziemlichen Durcheinander und am Ende zum Sieg der kaiserlich-österreichischen Truppen. Dabei soll der herzogliche Hofmops seinem Herrchen „in Kriegsgeschrei und Pulverdampf“ irgendwie abhanden gekommen sein.
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Schloss Beichlingen 1014: Die Entführung der Burgherrin Reinhilde


Schloss Beichlingen / Foto: gemeinfrei
Schloss Beichlingen / Foto: gemeinfrei

Der Innenhof von Schloss Beichlingen / Foto: Wikipedia / Peter Schmelzle / CC-BY-SA 3.0
Der Innenhof von Schloss Beichlingen / Foto: Wikipedia / Peter Schmelzle / CC-BY-SA 3.0

Bischof Thietmar von Merseburg (975-1018) war ein fleißiger Geschichtsschreiber. Was die Ottonen so alles an Glorreichem und Trivialem trieben, ließ er von acht Schreibern zu Pergament bringen – und korrigierte notfalls auch selbst mit spitzer Feder in den Texten herum*).

Für den November 1014 berichtete Thietmar ausführlich vom Raub der Beichlinger Burgherrin Reinhilde durch Markgraf Werner von Walbeck („sie ließ sich nur unter Weinen und Klagen entführen“). Der Kaiser zeigte sich darüber äußerst erbost, was blutige Folgen hatte.

Damit taucht die Burg im thüringischen Beichlingen erstmals in der Geschichtsschreibung auf (den ganzen Text findet man auf der Schloss-Homepage).
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Deutsche Burgenstraße feiert „55-jähriges Jubiläum“

burgenstrasenseite
Screenshot der Burgenstraßen-Seite

Ich finde es ja immer etwas albern, wenn Clubs und Verbände krampfhaft einen Anlass zum Feiern suchen und dann auf den Rat von Werbeagenturen hören und auf obskure Jubiläen verfallen. Der Verein Burgenstraße ist in diesem Jahr auch so ein Fall.

Die Burgenstraße begeht 2009 ihr 55-jähriges Bestehen und nennt das ganz ernsthaft ein Jubiläum. Dann hoffe ich aber, dass demnächst auch das 56-, 57- und 58-jährige Jubiläum groß gefeiert wird.
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Briefmarke feiert „1000 Jahre Burg Tangermünde“

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Quelle: Post AG - Gemeinfrei

Mit einem Streit fing alles an. Zwei Adelige gerieten sich im Jahr 1009 vor den Befestigungsanlagen der „civitas Tongeremuthi“ derart in die Haare, dass Bischof Thietmar von Merseburg die Auseinandersetzung in seiner Chronik festhielt. Das war gleichzeitig die erste schriftliche Erwähnung der um 925 zur Überwachung der Tangermündung in die Elbe gebauten Burg. Die Post feiert dieses „Jubiläum“ jetzt mit einer 90-Cent-Briefmarke (Enwurf: Jochen Bertholdt, Rostock). Burgen sind beim Gelben Riesen ja sowieso ein beliebtes Motiv.
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