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Schloss Ammersoyen: Vom Pfarrer beim Würfeln gewonnen

Das Kasteel Ammersoyen
Das Kasteel Ammersoyen

Burgen waren nicht nur Verteidigungsbollwerke, sondern im Kriegs- und Krisenfall auch sicherer Fluchtpunkt der umliegenden Bevölkerung. Burg Ammersoyen (niederländische Provinz Gelderland) war dies im Mittelalter ebenso wie noch in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Bei einer katastrophalen Sturmflut öffnete der Besitzer, der Baron de Woëlmont, die Tore für seine Nachbarn. Hunderte drängten sich in den Sälen. Die Großzügigkeit des Barons war für die Adeligen seiner Zeit durchaus nicht typisch. König Wilhelm III., Urgroßvater von Königin Beatrix, kam anschließend jedenfalls persönlich auf die Burg, um sich zu bedanken.

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Wo die Kreuzfahrer scheiterten: Die Zitadelle von Aleppo


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Majestätisch erhebt sich die größte mittelalterlich-islamische Burganlage des Orients immer noch aus den Ruinen der einst quirligen Altstadt von Aleppo, dem antiken Halab, Schnittstelle von Weihrauch- und Seidenstraße. Durch einen staubigen Graben und den 50 Meter hohen Burghügel mit seinen seltsam die schräg ansteigenden Wänden hält die mächtige Anlage einen gehörigen Abstand zum Sterben in Syriens zweitgrößter Stadt.

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Zurück aus Syrien

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Burgerbe-Autor Jan vor Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers

Voll mit Eindrücken komme ich gerade von einer acht-Tages-Tour durch Syrien zurück. Vier Filme und ein Gigabyte Digital-Fotos und Videos sind das Ergebnis.

In Kürze folgt ein reich bebilderter Berichte zum Krak des Chevaliers (Bild). Beiträge über die mächtige Zitadelle von Aleppo und die Festung Qalaat Jabar über dem vor einigen Jahren angelegten Assad-Stausee sind bereits online.

Die Zitadelle von Damaskus hätte ich auch gerne besucht. Sie ist seit einigen Jahren wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen. Braucht halt alles seine Zeit.

In der Hauptstadt kann man sich aber zumindest das Grab von Sultan Saladin an der Omajaden-Moschee anschauen und im Gewimmel der Souks abtauchen…

Nachtrag 2013: Ich bin froh diese Reise 2008 gemacht zu haben. Inzwischen ist der Weg durch den syrischen Bürgerkrieg versperrt. Viele historisch wertvolle Städten wurden in die Kämpfe hineingezogen, bombardiert und/oder geplündert. Siehe dazu auch: „Schlacht im Weltkulturerbe Aleppo

2007: Die berstenden Mauern von Burg Altena

Update: Dieser Artikel gibt den Stand von 2007 wieder. Inzwischen sind die Mauern saniert, und Burg Altena hat mit ihrem Erlebnisaufzug einen ganz neuen Besuchermagneten.

Malerisch sieht anders aus. Der Innenhof von Burg Altena im Sauerland ist seit Ende September 2007 aufgerissen, Besucher laufen knirschenden Schrittes durchs Kiesbett. Diverse Baustellenschilder und Absterrungen stehen herum. An den Burgmauern wird unübersehbar vor Steinschlag gewarnt.

Schuld ist das vermaledeite Regenwasser im Zusammenspiel mit Efeu und Frost. Das Efeu sorgt für Spalten im Mauerwerk. An einem Regentag sickern rund 12.000 Liter durch die Mauern. Und der Regen wäscht den Mörtel aus. Kann sich erstmal Wasser in den Mauern ansammeln, kommt es zu massiven Frostschäden.

2001 brach bereits ein tonnenschwerer Brocken aus den Außenmauern. Diese haben begonnen, sich an einigen Stellen bedrohlich nach außen zu wölben. Teile des Mauerwerks sind einsturzgefährdet.

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