Schlagwort-Archive: Jan unterwegs

Hammamet: Piratennest an der Barbarenküste


Die Stadtmauer von Hammamet

Bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts war eine Schiffsreise auf dem Mittelmeer mit dem stets präsenten Risiko verbunden, dieselbe auf den Sklavenmärkten von Algier, Tunis oder Tripolis zu beenden. In den nordafrikanischen Häfen lauerten dutzende leichte Piraten-Galeeren, bereit, die voll beladenen Handelsschiffe auf den Seewegen zwischen den christlichen Mittelmeer-Anrainern abzufangen.
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Quasr Ibn Ma’an: Dungeon-Burg über Tadmor

Die Säulenallee der Welterbestätte Palmyra, rechts daneben die Burg / Fotos: Burgerbe.de
Die Säulenallee der Welterbestätte Palmyra, rechts daneben die Burg / Fotos: Burgerbe.de

Was machte man im Mittelalter in der Wüste mit dem einzigen Hügel weit und breit, der auch noch von Höhlen durchzogen ist? Na, man baute eine Burg darauf. Zum Schutz der syrischen Siedlung Tadmor (das antike Palmyra) und der Grenze des Fürstentums Homs entstand um 1230 die Burg Quasr Ibn Ma’an.

Bauherr war wohl der Fürst von Homs, Sirkuh II. Nach der Machtübernahme der Mameluken um 1260 verstärkten diese die kleine Festung weiter.
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Katharer-Burgen in den Pyrenäen: Die steinernen „Söhne von Carcassonne“


Queribus bot den letzten Katharern Schutz / Foto: Burgerbe
Queribus bot den letzten Katharern Schutz / Foto: Burgerbe

Auf Burg Peyrepertuse
Auf Burg Peyrepertuse

Burgen, die wie Vogelnester an steilen Felswänden kleben – Festungen, in die sich verfolgte Katharer flüchteten, während die gepanzerten Belagerer am Hang mit Kennermiene das Holz für die Scheiterhaufen zusammensuchten – die Überreste dieser Gemäuer wollte ich mir mal aus der Nähe ansehen. Glücklicherweise bietet der Billigflieger Ryanair fast täglich Flüge nach Carcassonne an. Allerdings starten diese erst ab dem Flughafen Charleroi („Brüssel-Sud“) in Belgien.

Also erstmal ca. 215 Kilometer hingefahren, Auto ins Parkhaus gestellt (15 Eur/Tag) und rein in den Flieger, wo jeder Service extra kostet. Naja. Pension und Mietwagen hatte ich von Deutschland aus reserviert. Netterweise wartete am Flughafen in Carcassonne bereits der Zubringerbus in die nahe Innenstadt (5 Eur, ca. 15 Minuten). Das klappte also schonmal gut.
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250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld: Pulverdampf-Spektakel an der Dorenburg


Wenn so ein preußisches Linienregiment feuert, kracht es höllisch. Das ist aber noch gar nichts gegen die Artillerie. Der Schalldruck der Kanonen sorgt bei den Zuschauern noch in 30 Meter Entfernung für Klingeln in den Ohren. Zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld (ich hatte sie mal in einem Beitrag über Burg Linn erwähnt) kamen Darsteller diverser Regimenter ins Freilichtmuseum Dorenburg an der gleichnamigen Wasserburg bei Grefrath zu Heerlager und Manöver.
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Drei freie Tage: Burgen-Tour von Südwest nach Südost

Jan, Elbe, Albrechtsburg

Har, freie Tage und gutes Wetter für eine kleine Foto-Safari „Best of Deutschlands Burgen“. Klingt nach einer guten Idee, oder?

Tag 1 – 26. Mai 2008

Los ging es am Montag von Stuttgart aus nach Burg Hohenzollern bei Hechingen. Eine Burg voller Preußen-Nippes, einschließlich viiieler Schnupftabaks-Dosen vom Alten Fritz und allerlei Zigaretten-Etuis von Wilhelm Zwo, die dieser an Günstlinge verschenken ließ.

Ob das etwas damit zu tun hatte, dass der Kehlkopfkrebs-Tod seines stark rauchenden Vaters Friedrich ihm 1888 auf den Thron half? Ich weiß es nicht.

Auch das Kleid mit der wahnsinnig langen Schleppe, mit dem die preußische Königin Luise 1806 beim Treffen mit Napoleon den Korsen zu besseren Friedensbedingungen bewegen wollte, ist hier im Museum zu finden.

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