Schlagwort-Archiv: Industrialisierung

Bayern gibt 105.000 Euro für Schloss Theuern

Schloss Theuern wird heute als Industriemuseum genutzt / Foto (auch Foto oben): Wikipedia / Mastthias Süß / CC-BY-SA 3.0
Schloss Theuern wird heute als Industriemuseum genutzt / Foto (auch Foto oben): Wikipedia / Mastthias Süß / CC-BY-SA 3.0

Der Freistaat Bayern macht 105.000 Euro locker, um die Sanierung von Schloss Theuern im Landkreis Amberg-Sulzbach voranzubringen.

Das Schloss im Besitz des Landkreises beherbergt das Ostbayerische Bergbau- und Industriemuseum. Das Museum ist zurzeit geschlossen und öffnet am 2. April wieder.

Das spätbarocke Schloss steht im Örtchen Kümmersbruck. Das Geld stammt aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege. Dieser wird vom Bayerischen Kultusministerium verwaltet und vom Freistaat und den Kommunen getragen.
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Landesburg Zülpich: Festung wurde zur Schnapsfabrik


Ein an die Burg angebautes Gebäude der Schnapsfabrik von 1870 steht noch / Fotos: Burgerbe.de
Ein an die Burg angebautes Gebäude der Schnapsfabrik von 1870 steht noch / Fotos: Burgerbe.de

Der Rheinländer ist beim Umgang mit der Vergangenheit pragmatisch: Was sich noch irgendwie gebrauchen lässt, wird weiterverwendet.  Das gilt auch für historische Gebäuden, wobei da  heute der Denkmalschutz Grenzen setzt.

Im Jahr 1849 war das noch nicht der Fall. Niemand kam dem Spirituosen-Fabrikanten Heinrich Xaver Sieger mit irgendwelchen Vorschriften ins Gehege, als der seine Branntweinfabrik in die Ruine der einstigen Kurkölnischen Landesburg im Herzen von Zülpich verlegte, die seine Frau mit in die Ehe gebracht hatte.
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Dortmund verkauft Hörder Burg


Die Hörder Burg / Foto: Wikipedia  Eurext / CC BY-SA 3.0
Die Hörder Burg / Foto: Wikipedia Eurext / CC BY-SA 3.0

Die Hörder Burg in Dortmund sieht von weitem aus wie ein Bauwerk aus hellen Legosteinen. Verzierte Giebel, Türmchen, alles spricht in einer aufgeräumten Puppenstuben-Ästhetik. Und sie soll verkauft werden. So eine Zuckerbäcker-Architektur zieht erfahrungsgemäß drei Gruppen von Geldgebern an:

1) Millionäre, die etwas „Hübsches für die Gattin“ suchen, um diese abzulenken.

2) „Gesundheitskonzerne“, die Schönheitskliniken für gelangweilte Millionärs-Gattinnen (und junge Damen,  die dies schnell werden möchten), einrichten wollen

3) Sparkassendirektoren ohne jegliche Anflüge von Bescheidenheit, die einen „standesgemäßen“ Amtssitz suchen und nur durch strikte Denkmalschutzauflagen daran gehindert werden können, den Thronsaal zum Chefbüro zu machen.

Im Fall Hörde soll am Ende Gruppe Nummer drei ins Spiel kommen.
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Die Industrialisierung: Als Burgen zu Fabriken wurden


Mittelalter und industrielle Revolution sind eine ziemlich verrückte Mischung, wie man nicht erst seit Mark Twains Yankee an König Arthurs Hof weiß.

Kaum etwas passt so wenig zusammen wie das Zeitalter der alten Rittersleut auf ihren turmbewehrten Burgen, deren fortschrittlichstes Werkzeug der menschenbetriebene Drehkran war, zur Ära der rauchenden Schlote und der beginnenden Massenproduktion.

Und doch zogen diverse Unternehmer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ihre Fabriken ausgerechnet in alten Burgen und Schlössern hoch, ohne die leiseste Rücksicht auf die historische Bausubstanz zu nehmen.
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Schloss Ludwigsthal: Herrenhaus des Glasbarons ist saniert



Schloss Ludwigstal während der Sanierung / Foto: Wikipedia/Konrad Lackerbeck, CC-BY-SA-3.0
Schloss Ludwigstal während der Sanierung / Foto: Wikipedia/Konrad Lackerbeck/CC BY 3.0 DE

So ein bayerischer Glashüttenbesitzer will auch standesgemäß wohnen. Am besten im eigenen Schloss. Im Jahr 1826 hatte sich Georg Christoph Abele einen solchen frühen Industriebetrieb zur Produktion von grünem Spiegelglas in den Bayerischen Wald gesetzt.

Die Fäden zog der Hüttenherr im Herrenhaus, Schloss Ludwigsthal nahe Zwiesel. Wie der ganze entstehende Ort wurde das repräsentative Gebäude nach dem bayerischen König Ludwig I. benannt. Gut 150 Jahre lang wurde hier Glas produziert, erst 1981 schloss die Hütte und verfiel. Unter der Schneelast des Winters 2006 stürzte sogar das Dach des Fabrikgebäudes ein.

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