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Berliner Investor ersteigert Schloss Nidda

Innenhof von Schloss Nidda. Foto: Wikipedie/Sven Teschke
Innenhof von Schloss Nidda. Foto: Wikipedia/Sven Teschke/ Lizenz: GFDL-1.2

Das Land Hessen hat das historische Schlossensemble Nidda versteigern lassen. Der Zuschlag ging an eine Berliner Grundstücksgesellschaft. Preis und Identität des Käufers seien noch nicht bekannt. Die Gebote der fünf Interessenten hatten bei 150.000 Euro begonnen.

Das meldet die Frankfurter Rundschau. Das Schloss im Wetteraukreis diente bis 2012 als Sitz des örtlichen Amtsgerichts, einer Mini-Behörde mit 3,5 Richterstellen.

Wie der Investor die 1200 Quadratmeter Gebäudeflächen und das 4600-Quadratmeter-Grundstück nutzen will, ist ebenfalls nicht bekannt. Gerüchte von einer luxuriösen Seniorenresidenz oder einem Pflegeheim machen die Runde. Der Investor geht ein gewisses Risiko ein, denn die örtliche Politik muss eine neue Nutzung genehmigen.

Schloss Nidda steht auf den Grundmauern einer Wasserburg aus der Zeit um das Jahr 1100, die den Handelsweg von Frankfurt entlang der Nidda über den Vogelsberg schützte. Anfang des 17. Jahrhunderts ließ der Landgraf von Hessen-Darmstadt den Wassergraben zuschütten und die Burg zu einem Schloss umbauen.

Architektonisch war es eine Zeit des Umbruchs: Daher finden sich in der Fassade noch Elemente der Spätgotik aber auch bereits der Renaissance.

Seit 1874 war das Schloss Amtsgericht – mit eigenem Gefängnisbau im Schlosshof. Nun wartet man in Nidda gespannt darauf, was der Investor nach der Versteigerung aus der Hauptstadt mit der Immobilie vorhat – und ob er weiter die sommerlichen Theateraufführungen im Schlosshof dulden wird.

Lage:
Schloßgasse 23,
63667 Nidda



Burg Greifenstein im Wienerwald zu verkaufen: Wer zahlt 3,5 Millionen?


Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia
Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia / Foto oben: aquarius3 – Flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Die dicken Mauern von Burg Greifenstein auf einem Felsen des Wienerwalds an der Donau haben schon viel gesehen: Im berüchtigten Turmverlies der Burg der Bischöfe von Passau saßen im 16. Jahrhundert Geistliche und Laien ein, die vom Kirchengericht zu Kerkerstrafen verurteilt worden waren. Christliche Nächstenliebe war in Zeiten der Gegenreformation eher weniger gefragt.

Nach 1770 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. 1803 verlor der Passauer Bischof die Herrschaft über die Burg. Nun hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre zum Abriss freigegeben worden.

Jedoch fand sich in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts mit Johann von Liechtenstein ein damals recht prominenter Retter der Burg. Der im Kampf gegen Napoleon chronisch erfolglose österreichische Feldmarschall leitete den Wiederaufbau im Stil der Romantik ein. Durch ihn bekam die Burg ihr heutiges Aussehen.
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