Schlagwort-Archiv: Hohenzollern

Burgen und Schlösser in Brandenburg

Der Mittelbau von Schloss Sanssouci in Potsdam  / Foto: Wikipedia/Suse/CC-BY-SA 3.0
Der Mittelbau von Schloss Sanssouci in Potsdam / Foto: Wikipedia/Suse/CC-BY-SA 3.0

Brandenburg, das war 500 Jahre lang Hohenzollern-Land. Von 1415 bis zur Flucht des konfusen Kaisers Wilhelm II. während der Revolution von 1918 bestimmte das Adelsgeschlecht, was in der „Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reichs“ so vor sich ging. Das fand auch in allerlei Bauten seinen Ausdruck.

Seid 1701 war man hier preußisch. In diesem Jahr ließ sich Friedrichs III., Kurfürst von Brandenburg, zum König von Preußen krönen. Ein völlig neuer Titel. Die Mark Brandenburg bildete nun mit dem Herzogtum (und einstigem Ordensstaat) Preußen und diversen anderen Territorien ein Königreich.

Die Mark Brandenburg war ein ausgedehntes Gebilde, das im Westen bis zum heutigen Wolfsburg, im Osten weit über die Oder reichte.
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Schloss Charlottenburg: Preußen-Prinzessinnen in Uniform


Postkarte "Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg", Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise / gemeinfrei
Postkarte „Unsere Kronprinzessin und Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig und Lüneburg“, Aufnahme Gustav Berger (1912), Neuauflage 1914, Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Kronprinzessin Victoria Luise von Preußen / gemeinfrei

Auf Schloss Charlottenburg ging heute die Ausstellung „FRAUENSACHE. Wie Brandenburg Preußen wurde“ der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zuende. Damit erinnerte die Stiftung an die Herrschaftsübernahme durch die Hohenzollern in Brandenburg vor 600 Jahren.

Im Mittelpunkt stand der Anteil der weiblichen Mitglieder der Dynastie in Kultur, Politik und Gesellschaft im Kurfürstentum, im preußischen Staat und im Kaiserreich.

Zu den Aufgaben der Prinzessinnen, Königinnen und Kaiserinnen gehörte auch, hohe militärische Posten zu bekleiden.

In der Berliner Ausstellung wurde dieser Aspekt unter anderem durch die Präsentation der aufwändig gefertigten Uniform von Victoria Luise (1892–1980), Tochter von Kaiser Wilhelm II., thematisiert.
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Schloss Cecilienhof wird für 10 Millionen Euro saniert


Schloss Cecilienhof in Potsdam / gemeinfrei
Schloss Cecilienhof in Potsdam / gemeinfrei

So ein preußischer Kronprinz muss standesgemäß leben. Das dachte sich auch Reisekaiser Wilhelm II. und ordnete für seinen ältesten Filius Wilhelm (die Hohenzollern waren bei der Namenssuche nie besonders originell) den Bau von Schloss Cecilienhof in Potsdam an. Im Oktober 1917 war es fertig. Ein ziemlicher solider Bau.

Denn erst heute, 97 Jahre später, ist nun die erste Rundumsanierung fällig: Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) kündigt an, bis 2017 eine Summe von 9,7 Millionen Euro in die Schloss-Sanierung zu stecken. Speziell die Fassade muss überarbeitet werden – dabei sollen nur originalgetreue Materialien zum Einsatz kommen.
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Schloss Schwedt: Als Ulbricht sprengen ließ


Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube
Sprengung der Ruine von Schloss Schwedt 1962 / Bild: Screenshot Youtube

Wenn von einem von der SED gesprengten Schloss die Rede ist, geht es in der Regel um das Berliner Stadtschloss. Dabei gerät schnell aus dem Blickfeld, dass in der DDR reihenweise Schlösser und Gutshäuser aus ideologischen Gründen gesprengt und abgerissen wurden.

Ein Beispiel ist Schloss Schwedt an der Oder. Das Schloss in der Uckermark war Residenz der Familie Brandenburg-Schwedt, einer Nebenlinie der Hohenzollern. Kern des Schlosses war ein ab 1553 unter den Grafen von Hohnstein errichtetes Renaissanceschloss, das wiederum auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückging.
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Schloss Charlottenburg: Sanierung für 15 Millionen


Auf Schloss Charlottenburg ist Obama zum Abendessen eingeladen / Foto: Wikipedia/GFDL / cc-by-sa 3.0
Auf Schloss Charlottenburg war auch schon Präsident Obama zum Abendessen / Foto: Wikipedia/GFDL / cc-by-sa 3.0

Der deutsche Wiederaufbau nach dem Krieg lief in erstaunlichem Tempo ab. Auch das Berliner Schloss Charlottenburg wurde fix wiederhergestellt. 1957 war die Rekonstruktion mit dem Kuppel-Neubau beendet.

Heute wundert man sich ein bisschen: Es gab dafür überhaupt keine Baugenehmigung. Schloss Charlottenburg – ein Schwarzbau?

Den heutigen Sanierern ist das egal. Sie stört vielmehr, dass es nach dem Krieg kein Konzept eines einheitlichen Wiederaufbaus gab. Das soll nun nachgeholt werden. Die Sanierung inklusive des energieeffizienten Umbaus der Anlage für 15 Millionen Euro hat begonnen.
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